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FAMILIENTAGE

Wappen 3dSchon vor über 100 Jahren gab es in der Familie regelmäßige Treffen einiger Vettern (vor allem!) und Cousinen, bei denen man wichtige Familienangelegenheiten besprach. Diese fanden zumeist in der Hauptstadt Berlin statt und dauerten oft nur wenige Stunden.

In den 30er Jahren wurde der Wunsch nach umfangreicheren Familientreffen immer größer, konnte dann aber erst nach den eifrigen “Wiedervereinigungsbemühungen” einzelner Familienmitglieder nach 1945 in die Tat umgesetzt werden.

Seit nunmehr 50 Jahren trifft sich die Großfamilie alle zwei Jahre an Christi Himmelfahrt zu einem Familientagswochenende, das jedes Mal von einem anderen Vetter/Cousine mit viel Liebe und Aufwand organisiert wird.

Wappen 3dSchon vor über 100 Jahren gab es in der Familie regelmäßige Treffen einiger Vettern (vor allem!) und Cousinen, bei denen man wichtige Familienangelegenheiten besprach. Diese fanden zumeist in der Hauptstadt Berlin statt und dauerten oft nur wenige Stunden.

In den 30er Jahren wurde der Wunsch nach umfangreicheren Familientreffen immer größer, konnte dann aber erst nach den eifrigen “Wiedervereinigungsbemühungen” einzelner Familienmitglieder nach 1945 in die Tat umgesetzt werden.

Seit nunmehr 50 Jahren trifft sich die Großfamilie alle zwei Jahre an Christi Himmelfahrt zu einem Familientagswochenende, das jedes Mal von einem anderen Vetter/Cousine mit viel Liebe und Aufwand organisiert wird.

Familientag 1935 in Berlin

Wappen 3d

Tagung am 9.März 1935

Dankenswerterweise hatte der Vetter Georg von B. in Berlin-Schlachtensee, Dubrowplatz 8, seine Wohnung für die Tagung zur Verfügung gestellt. Erschienen waren die Vettern:

1. Der Vorsitzende, Rittergutsbesitzer Eberhard von Brockhusen - Lange, Post Neuruppin Land, mit Gattin,

2. der stellvertr. Vorsitzende, Rittergutsbesitzer Heinrich von Brockhausen - Mittelfelde, Post Spiegelbrück, Kreis Dramburg i.P.

3. der Kassenführer Oberregierungsrat Ferdinand von Brockhusen, Berlin W 35, v.d. Heydstr. 7,

4. der Schriftführer, Oberforstrat i.R. August von Bruchhausen - Weitzgrund, Belzig Land, mit Gattin,

5. der stellvertr. Schriftführer, Direktor Georg von Bruchhausen, Berlin-Schlachtensee, Dubrowplatz 8, mit Gattin.

Außerdem hatte liebenswürdigerweise der Bearbeiter unserer Familiengeschichte, Herr Peter von Gebhardt aus Berlin-Dahlem unserer Aufforderung, an der Sitzung teilzunehmen, Folge geleistet.

Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung gegen 18 Uhr. Es wurde zunächst bekanntgegeben, daß die Vettern Oberbürgermeister i.R. Albert von Bruchhausen, Trier, Rittergutsbesitzer Hans Heinrich von Brockhusen, Groß-Justin, Kr. Cammin i.P., und der Hauptmann Alexander von Brockhusen, z.Zt. München, zu ihrem Bedauern verhindert gewesen seien, an der Sitzung teilzunehmen und der Tagung ihre Grüße sendeten.

Zu Punkt 1 der Tagesordnung - Stand der Familienforschung, hielt Herr von Gebhardt einen kurzen Vortrag (vgl. den entsprechenden Artikel im Familienblatt). Es wurde alsdann die Möglichkeiten erörtert, die Familiengeschichte späterhin in Druck erscheinen zu lassen. Vetter Heinrich Mittelfeld verpflichtete sich für 2 Jahre je Jahr 500 RM und Vetter Georg - Berlin je 200 RM zur Fortführung der Geschichte zu stiften. Ihnen wurde seitens des Vorsitzenden der Dank der Familie ausgesprochen.

Zu Punkt 2 gab der Kassenführer eine Übersicht über die Kassenverhältnisse, aus der sich ergab, dass sich gegen das Vorjahr insofern eine Änderung ergibt, als vorschriftsmäßig 10 % der Zinsen jährlich dem Kapital zugeschlagen werden.

Die Höhe des jährlichen Beitrages von 20 RM soll unverändert bleiben, und es wird gebeten, den Betrag auf das Konto des Oberregierungsrats Ferdinand von Br. bei der Kur- und Neumärkischen Ritterschaft, Darlehnskasse in Berlin, Wilhelmpl. 6, einzuzahlen.

Zu Punkt 3 wird beschlossen, zur Hebung des Interesses an den Familienangelegenheiten etwas ½-jährlich eine Familienzeitung erscheinen zu lassen und jedem Mitglied unentgeltlich zuzustellen . Es wird gebeten, hierbei tätig mitzuhelfen und dem Schriftführer entsprechende Beiträge, Nachrichten usw. zukommen zu lassen.

Nach der Sitzung fand ein Zusammensein mit den Damen statt. Dem Vetter Georg wird für seine Gastfreundschaft herzlichst gedankt.

Familientag 1936 in Berlin

Wappen 3d

Vorstandssitzung am 5. April

Da der zum 20ten Februar d.J. einberufene Familientag infolge zu geringer Beteiligung ausfallen mußte, fand am 5ten April d.J. in der liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellten Wohnung des Vetters Ferdinand von B. in Berlin eine Vorstandssitzung statt, an der teilnahmen:

1. der Vorsitzende des Familienverbandes, Rittergutsbesitzer Eberhard von Brockhusen-Langen,

2. der stellvertretende Vorsitzende des Familienverbandes, Rittergutsbesitzer Heinrich von

Brockhausen-Mittelfelde,

3. der Schatzmeister, Oberregierungsrat Ferdinand von Brockhusen-Berlin,

4. der Schriftführer, Oberforstrat i.R. August von Bruchhausen-Weitzgrund,

5. der stellvertretende Schriftführer, Direktor Georg von Bruchhausen-Berlin,

6. der Schwiegersohn des Schriftführers, Wolf von Waldow, Lichterfelde-Ost.

Die Sitzung wurde gegen 5 ½ Uhr nachm. vom Vorsitzenden eröffnet und zwar stand als erster Gegenstand zur Beratung die Fortführung der Familiengeschichte durch Herrn Peter von Gebhardt in Berlin-Dahlem. Durch verschiedene Umstände war die Bearbeitung in letzter Zeit ins Stocken geraten. Bis Ende d.J. wird nunmehr die Geschichte von 1450 bis heute beendet werden, um alsdann mit den Ermittlungen über die noch dunkle Herkunft des Geschlechts zu beginnen. Eine kleine Notiz über diesen Gegenstand soll im Deutschen Adelsblatt veröffentlicht werden.

2. Der Schatzmeister legte die Kassenverhältnisse dar und erörtert, welche Geldmittel für die Fortführung der Familiengeschichte zur Verfügung stünden.

3. Die Kartothek der Familienmitglieder ist inzwischen fertiggestellt worden. Um sie stets auf dem Laufenden zu erhalten, werden alle Familienmitglieder immer wieder gebeten, sämtliche Veränderungen, Wohnungswechsel p.p. dem Schriftführer kurz mitzuteilen.

4. Auf der Tagung der Familienverbände in Berlin am 12.12.1935 wurden folgende Vorträge gehalten:

a) Bedeutung und Aufgabe der Familienverbände von Dr. R. von Hoff,

b) Nationalsozialistische Agrarpolitik von Staatsrat Meinberg

c) Aufgaben und Einrichtungen der Reichsstelle für Sippenforschung von E. Wasmansdorff

d) Die Notwendigkeit einer Führerschicht für den völkischen Staat von Prof. H.F.K. Günther

Von der Deutschen Adelsgenossenschaft sind mehrere Exemplare des Deutschen Adelsblatts mit diesen Vorträgen dem Familienverband überwiesen worden, die jedem Familienmitglied auf Wunsch zur Einsichtnahme übersandt werden.

5. Der jährliche Beitrag in Höhe von 20 RM bleibt weiter bestehen. Einzahlung auf das Konto des Oberregierungsrats Ferdinand von Brockhusen unter Angabe "für den Familienverband von Brockhusen" bei der Landschaftlichen Bank für Brandenburg (Central-Landschaftsbank) in Berlin W 8, Wilhelmplatz 6, Postscheckkonto Berlin Nr. 3172, erbeten.

Familientag 1961 in Unkel

Wappen 3dDer Familientag in Unkel am Rhein ist sehr harmonisch verlaufen. Am Sonnabend, 7. Mai, empfingen uns Kusine Vera und Vetter Hans-Heinrich von Brockhusen im Erker des Rheinhotels Schulz, der einen wundervollen Ausblick auf die Gebirge des Rheines bietet, zur Teestunde. Nachher wurden Spaziergänge durch das Städtchen mit vielen alten hübschen Fachwerkhäusern gemacht. Die Bruchhausener Straße war ein dankbares Objekt für die Fotolinsen der Bruchhausens.

Der frohe Begrüßungsabend fand auch im Rheinhotel Schulz statt. Es hatten sich inzwischen 24 Kusinen und Vettern eingefunden. Am Sonntagmorgen wurde die Familientags-Sitzung abgehalten, an die sich das gemeinschaftliche Mittagessen als schöner Ausklang anschloß. Für die Mühen waren alle Kusinen und Vettern Hans-Heinrich in beredten Worten dankbar.

Protokoll zur Sitzung des Familienverbandes am 28. Mai 1961 in Unkel am Rhein

1. Vetter Georg von Bruchhausen eröffnet um 10.30 Uhr die Sitzung und begrüßt die Anwesenden, gleichzeitig gibt er seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß einige Vettern und Kusinen am Erscheinen verhindert sind.

2. Bekanntgabe der Tagesordnung.

3. Vetter Georg bittet die Anwesenden, sich zu Ehren der Toten unseres Geschlechts zu erheben und ihrer zu gedenken, insbesondere derer, die in den letzten Jahren von uns gegangen sind.

4. Bericht des Vorstandes über die verflossenen zwei Jahre: Vetter Georg stellt eine Zunahme der Mitglieder fest und spricht seine Freude darüber aus, daß sich der Zusammenhalt innerhalb der Familie gefestigt hat, besonders auch bei den Jüngeren, die inzwischen ein Jugendtreffen veranstaltet haben.

Kusine Ursula Douqué berichtet über den Mitgliederstand: 32 ordentliche Mitglieder, 6 außerordentliche Mitglieder.

Zugänge durch Geburten:

1. Friederike von Bruchhausen

2. Maria Elisabeth von Brockhausen

3. Hans-Hubertus von Brockhusen

Vetter Georg verliest in Abwesenheit von Vetter Jürgen von Brockhausen den Kassenbericht:

Einnahmen 816 DM

Ausgaben 214 DM

5. Entlastung des Vorstandes erfolgt einstimmig.

6. Wahl des Vorstandes

Der bisherige Vorstand wurde auf zwei Jahre wiedergewählt, mit Ausnahme von Vetter Hans-Joachim, der auf seinen Posten als Vorstandsmitglied verzichtet, um sich ganz in seiner freien Zeit den genealogischen Forschungen über unsere Gesamtfamilie zu widmen und darüber auch im Familienblatt berichten will. Dafür wird ihm Dank gewiß sein. Vetter Georg sprach den Wunsch aus, daß er beim nächsten Familientag 1963 als 1. Vorsitzender von Vetter Hans-Heinrich abgelöst werden möge.

7. Diskussion über das Genealogische Handbuch des Adels. Es entspann sich eine ausgiebige Aussprache.

8. Vetter Georg spricht über das Familienblatt. Es soll an die Vorkriegstradition anschließen und ein lebhaftes Bild aus der Familie darstellen, besonders auch über das Leben von Familienmitgliedern im Ausland berichten. Darum wird um rege Beteiligung aller Familienmitglieder gebeten. Als Anreiz sollen Autoren Gratisexemplare bekommen. Kusine Ursula schlägt auf Anregung von Vetter Jürgen von Brockhausen vor, daß die Familienältesten alle Familienereignisse ihres Zweiges jährlich sammeln und der Schriftleitung zukommen lassen. Das Familienblatt soll in seiner bisherigen Form im Mai und Oktober jeden Jahres erscheinen, wobei der Redaktionsschluß jeweils im vorausgehenden Heft bekanntgegeben wird. Die Bezahlung soll aus den Beiträgen erfolgen.

9. Zum Schluß regt Vetter Georg noch eine Aussprache über den nächsten Familientag an. Dem Vorschlag unseres Ehrenvorsitzenden, Vetter Ferdinand von Brockhusen, den Familientag kürzer zu gestalten, wird auf Anraten von Vetter Hans-Heinrich von Brockhusen so Rechnung getragen, daß das gemeinsame Essen auf den Vorabend der Sitzung verlegt wird, so daß für die entfernter Wohnenden die Möglichkeit gegeben ist, im Anschluß an die Sitzung sofort wieder abzureisen. Vetter Hans-Heinrich schlägt weiterhin vor, den nächsten Familientag mehr in den Norden, evtl. Bad Zwischenahn, zu verlegen, da diese Gegend besonders für die Jüngeren zentraler gelegen sei.

10. Um 11.25 wird die Sitzung von Vetter Georg geschlossen.

Familientag 1963 in Bad Bentheim

 

Wappen 3dBericht über die  Sitzung des Familienverbandes am 26.5.63, 11.30 Uhr, im Hotel Großfeld, Bentheim

Nach kurzer Vorsitzung des Vorstandes eröffnete der Vorsitzende des Familienverbandes, Vetter Georg von Bruchhausen, die Sitzung mit Worten der Freude, aber auch mit Worten des Gedenkens der in jüngster Zeit verstorbenen Cousinen Viktoria von Brockhusen und Eugenie von Bruchhausen. Unter Hinweis auf ein Telegramm Vetter Haralds gedachte er weiter der schwer erkrankten Cousine Margarethe Kriebitzsch mit herzlichen Besserungswünschen. In einleitenden Worten wies Vetter Georg darauf hin, wie sehr die Familie zu allen Zeiten Aufgaben gehabt habe - in diesem Zusammenhang begrüßte er das Sittengemälde, das uns Vetter Hans-Joachim aus der Zeit Gustav Adolfs und Tillys entworfen hat. Im Verlauf der Tagesordnung gab dann anschließend Cousine Ursula als Schriftführerin die jüngsten Personalnachrichten bekannt (Verlobung Vetter Franz mit Gisela Ewald; Geburt eines Sohnes Christoph bei Jürgen und Ute von Brockhusen), charakterisierte Vetter Jürgen als Vermögensverwalter mit Belegen die Kassenlage als ausgeglichen und machte Vetter Georg einen Kassenvoranschlag mit Angabe des Mitgliederstandes. Er wies darauf hin, daß nur mit freiwilligen Mehrbeiträgen Sonderaufgaben des Verbandes ohne Beitragserhöhung erfüllt werden könnten, und regte eine Neuaufstellung der Mitgliederliste nach ordentlichen, außerordentlichen Mitgliedern sowie Zeitungsempfängern an. Die Entlastung des Vorstandes nahm Vetter Friedrich als Familienältester vor. Unter seinem Vorsitz wählte der Verband den bisherigen Vorstand für weitere zwei Jahre wieder. Als wieder-gewählter 1. Vorsitzender des Verbandes dankte Vetter Georg unter großem Beifall Cousine Ursula für ihre große Mühe als Schriftführerin. Zur Frage des nächsten Tagungsortes schlug Cousine Elisabeth (Dohany) wieder Isenburg-Neuhof vor. Ein Gegenvorschlag von Cousine Heilwig für Trier fand lebhaftestes Interesse bei der Mehrheit der Familie. Bezüglich der Wappenfrage bedauerte Vetter Georg, daß bislang keine echte Diskussion in Gang gekommen sei, obwohl im Familienblatt darüber schon mehrfach geschrieben worden sei. Könne man nicht, so schlug Vetter Hans-Heinrich mit Hinweis auf das traditionelle Justiner Wappen vor, die Wappenfrage so lange in der Schwebe lassen, bis völlige Klarheit bestehe. In diesem Zusammenhang machte Vetter Jürgen (von Brockhusen) darauf aufmerksam, wie verwirrend es sein müsse, bei einer Änderung Gegenstände mit Fuchs wie mit Wolf als Familienstücke anzusehen, während Vetter Jürgen (von Brockhausen) betonte, seine Kinder empfänden jeden Fuchs als ihr Wappentier. Eingehend auf die Familiengeschichte bedauerte Vetter Georg, daß für Aufgaben dieser Art (vergl. Schlußnotiz in den Ausführungen Vetter Hans-Joachims: Wolf wider Welf) keine Mittel zur Verfügung ständen. Für ein Sonderkonto "Familienforschung" sprach sich Vetter Hans-Heinrich aus. Dieser Vorschlag fand Beifall. Es sollen also künftig alle Beträge mit der Notiz "Forschung" dafür verwendet werden. Zur Vervollständigung des Archivmaterials soll nach Vorschlag Cousine Ursulas ein jeder persönliche Begebnisse der vergangenen Jahre und Jahrzehnte zusammenfassen. Als Beitrag zur Familiengeschichte berichtete Vetter Hans-Heinrich von einem Erlebnis im Museum von Sonderburg, wo er an einer Säule das Bildnis des Erstürmers von Alsen bei Düppel fand (jüngerer Bruder von Ahnherr Gotthilf von Brockhusen), und versprach, einen Artikel zur 100jährigen Wiederkehr dieses Ereignisses (1964). Die Gestaltung des Familienblattes war ein weiterer Punkt, der rege diskutiert wurde. Zuvor sprach Vetter Georg lebhaften Dank an Vetter Ernst (Dohany) aus, der sich für den Druck des Blattes so verdient mache. Von einer Beschränkung auf ein Blatt pro Jahr könne man keine große Kostenverringerung erwarten, und der Zusammenhalt der Familie werde mit zweimaligem Erscheinen im Jahr mehr gefördert. Allgemein wurde der Ausbau des Blattes befürwortet. So sprachen sich Cousine Ursula für Berichterstattung von Jugendzusammenkünften, Vetter Hans-Heinrich für Berichte unserer ausländischen Angehörigen, Vetter Jürgen (von Brockhusen) für ausführlichere Personalnachrichten, Cousine Heide (von Muthius) für die Aufnahme von Briefauszügen, Vetter Hans-Heinrich für Erlebnisberichte der letzten Kriegstage (Justin; Buchheim), Cousine Ursula für eine Zusammenstellung von Kinderberichten und schließlich Vetter Ernst für die Aufnahme von Urlaubsberichten aus. Unser Blatt, so wurde erwähnt, werde u.a. von historischen Instituten in Amerika bezogen und fände auch in anderen Familien Nachahmung. Schließlich fragte Vetter Franz an, ob man nicht die schon vorliegende Familiengeschichte neu abziehen könnte. Dazu führte Vetter Georg aus, daß der Ast von Bruchhausen noch vervielfältigt vorliege und nur gebunden werden müsse, während - nach Cousine Ursula - das Material des Astes von Brockhusen in Zettelform bis 1928 vorhanden sei und nur durch den Tod des Bearbeiters, Prof. Gebhardt, nicht weiter gediehen sei. Cousine Edda erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß noch einige Kisten mit Familienmaterial im Osten ruhten. Mit der Verpflichtung, die Familiengeschichte unbedingt weiterzuführen, wurde dieses Thema abgeschlossen, welches besonderes Interesse der Versammlung gefunden hatte. Mit Telegrammen an Vetter Harald und Vetter Ferdinand und dem mit Beifall aufgenommenen Vorschlag, des gastgebenden und von allen Seiten mit Dank bedachten Vetters Jürgen von Brockhausen und seiner Gattin Ingrid zu einer Rundfahrt durch die urwüchsigen Forsten Bentheims klang auch diese Tagung als ein schönes und harmonisches Erlebnis aus.

Familientag 1965 in Trier

 

Wappen 3dDas Ereignis des Jahres 1965 war die Familientagung in Trier, die mit soviel Umsicht vorbereitet war. Eine zahlreiche Beteiligung erfreute. Das Erlebnis begann bereits am Vor-Eröffnungstag mit einer köstlichen Weinprobe an der Ruwer. Viele von den Beteiligten sahen zum erstenmal ein großes, renommiertes Weingut in seinem Betrieb und lernten kennen, wie man Weine probiert und genießt. Der 29. Mai war dem Anschauen der historischen Stadt und dem abendlichen Zusammensein im Bruchhausenschen Hause an der Mosel gewidmet, das "ein Gefühl von Wohlfahrt und Behagen erweckte, welches in den Weinländern in der Luft zu schweben scheint", wie auch Goethe in seinem Tagebuch notiert.

Nach der Mitgliederversammlung und dem vergnüglichen Mittagsmahl im Kath. Bürgerverein in Trier kam dann leider - für viele zu früh - am Sonntagnachmittag der Abschied, der noch mit einem Sonnenstrahl gekrönt war. "Auf Wiedersehen in zwei Jahren auf der Trendelburg" war die Parole. Dies nur in kurzen Zügen über das, was das jetzige Blatt des näheren berichtet. Es verbleibt noch der Wunsch des Vorstandes, daß allen das Jahr 1966 Zufriedenheit bringen möge.

Mit herzlichen Grüßen an alle Anverwandten   -    Georg von Bruchhausen

Protokoll der Mitgliederversammlung des Familienverbandes Brockhusen, Brockhausen, Bruchhausen

am 30. Mai in Trier, Bürgerverein

1. Der Vorsitzende des Verbandes, Vetter Georg von Bruchhausen-Söcking, begrüßt die anwesenden Familienmitglieder und dankt im Namen des Verbandes seiner Schwägerin Edda von Bruchhausen, Trier, für die Mühen, die sie mit der Organisation des Familientages und der freundlichen Bewirtung der Familienmitglieder in ihrem Heim am Vortage auf sich genommen hat.

Vetter Georg, der durch die langjährige Amtszeit seines Vaters Albert als Oberbürgermeister von Trier dieser Stadt eng verbunden ist, gibt einen interessanten Abriß ihrer Geschichte. Er verweist auf ein reizendes Heftchen mit dem Tagebuch Goethes in Trier, von dem er gleich einige Exemplare für Liebhaber mitgebracht hatte.

Er gedenkt unseres Ehrenvorsitzenden Ferdinand von Brockhusen, der leider aus gesundheitlichen Gründen unserem Familientage fernbleiben mußte. Ihm wurden die Grüße des Familientages ?bermittelt. Der Zweite Vorsitzende, Hans-Heinrich von Brockhusen, mußte leider im letzten Augenblick telefonisch absagen, und konnte nur seine Grüße der Tagung ausrichten lassen. Ein Grußtelegramm von Vera und Alf von Krusenstern kam zur Verlesung, die auf dem Umzug nach den USA begriffen sind.

Die Präsenzliste ergibt 33 Teilnehmer. Anwesend sind:

von Brockhausen: Jürgen und Ingrid Bentheim

von Bruchhausen: Georg Söcking

von Bruchhausen: Edda, Heilwig, Jobst Trier

von Bruchhausen: Friedrich und Marianne Braunschweig

von Bruchhausen: Franz Berlin

von Bruchhausen: Henning und Marie-Luise Fellbach

von Bruchhausen: Barbara Oldenburg

von Bruchhausen: Ursula Douqué

Bodo, Monique, Edith, Patricia Maastricht

Maastricht

von Bruchhausen: Volkmar und Edda Frankfurt

von Bruchhausen: Elisabeth und Ernst Dohany

Harald Kriebitzsch, Sybille, Berndt

Ilse Veltman

Kitty und Monika Gatzen Mühlhof/Mordach

Hannover-Kleefeld

Aachen

Bersenbrück

von Brockhusen: Marie-Luise Bonn-Ippendorf

von Brockhusen: Heidi und Bernhard von Mutius Bonn-Ippendorf

von Brockhusen: Elfriede und Ingrid Bonn

von Brockhusen: Marie Lehner Berchtesgaden

2. Vetter Georg stellt fest, daß die Mitgliederversammlung ordnungsgemäß einberufen ist und beginnt zur angesetzten Frist mit der Tagesordnung. Zum Protokollführer wird Henning von Bruchhausen bestellt.

3. Bericht über den Mitgliederstand:

37 ordentliche und 6 außerordentliche Mitglieder.

Geburten: Christoph von Brockhusen, Sohn. von Jürgen-Adrian von Br.;

Kerstin und Anke Steiniger, Töchter von Uta St., Tochter des Bernd von Bruchhausen in Köthen;

Christiane von Bruchhausen, Tochter von Henning von Br.

Zur allgemeinen Mitgliedschaftsentwicklung erwähnt Vetter Georg, daß im Jahre 1927, als sich der Zweig Bruchhausen dem Familienverband anschloß, die Zweige Brockhusen-Brockhausen in großer ?berzahl gewesen seien, während augenblicklich das Verhältnis umgekehrt ist, aber sich in einigen Jahren vielleicht wieder ändern wird.

4. Zur Ehrung unserer Verstorbenen bittet Vetter Georg die Versammlung, sich zu erheben. In warmen Worten gedenkt er unserer lieben Margarethe Kriebitzsch, Tochter des August von Bruchhausen, deren Bild uns in Gestalt ihrer Tochter Sybille gegenwärtig ist, und ruft die Erinnerung wach an Carl Douqué, den Gatten unserer Schriftführerin Ursula, geb. von Bruch-hausen, der mit ihr nach dem letzten Kriege die Initiative zur Neugründung des Familienverbandes ergriffen hatte und uns allen durch die Teilnahme an sämtlichen Nachkriegsfamilientagen als liebenswerter Verwandter bekannt war.

5. Vetter Jürgen von Brockhausen gibt den Kassenbericht für die Zeit seit dem Familientag 1963 und ?bergibt zur Prüfung die Banksammelmappe und die dazu gehörigen Belege. An Einnahmen sind ausgewiesen Konto-Beiträge DM 618,15, Genealogiefonds DM 145,-, Ausgaben insgesamt DM 428,55. Bei der 1963 erteilten Entlastung des Schatzmeisters betrug das Guthaben DM 682,09, es beträgt zur Zeit DM 1016,69, wobei auf das Jahr 1965 noch ein Familienblatt fallen wird. Die Außenstände (noch nicht gezahlte Beiträge) fallen an mit DM 195,-.

Gemäß der Aufstellung des Schatzmeisters verfügt der Verband über 27 zahlende Mitglieder mit einem jährlichen Beitragssoll von rund DM 200,- ohne Spenden, welcher Betrag für die zweimalige Herausgabe des Familienblattes sehr knapp ist und nicht ausreicht.

Vetter Jürgen bittet bei Einzahlungen auf das Konto die Überweisungen für Beitrag oder Genealogie zu trennen oder genau zu spezifizieren, um Irrtümer zu vermeiden.

Die Beiträge bleiben zur Zeit unverändert.

Regelmäßige Ausgaben sind die Kosten für das Familienblatt, das nach wie vor sehr dankenswerterweise im Verlag unseres Vetters E. Dohany außerordentlich entgegenkommend gedruckt werden kann. Der Vorsitzende dankt Vetter Jürgen für seine Mühewaltung und erwähnt, daß auch nach Meinung des Familienbeirats, der noch vor der Sitzung zusammengetreten war, im Interesse des Zusammenhaltes weiterhin das Familienblatt zweimal jährlich erscheinen soll. Er erneuerte den bisher hoffnungslosen Appell, daß sich mehr Mitglieder an der Textgestaltung des Blattes beteiligen möchten und verweist auf Beschwerden, daß manche Mitglieder ihre Anschriftsänderungen nicht rechtzeitig anmelden und andere sogar nicht einmal auf Einladungen zum Familientag zu antworten für nötig befinden, allerdings nur Ausnahmen.

Der jährliche Unkostenbetrag für Bezieher unseres Familienblattes, die nicht Mitglieder sind, wird für 1966 auf DM 2,- festgelegt. Es ist bekannt, daß zur Zeit die Druckkosten sehr ansteigen.

Der Vorsitzende schlägt vor, aus dem Kreis der jüngeren Mitglieder den Kassenprüfer zu wählen, ?berhaupt die Jüngeren zur Mitarbeit hinzuzuziehen. Weitere Diskussion wurde nicht gewünscht.

6. Nach Erledigung des Punktes Vorstandsberichte dankt der Senior des Verbandes, Friedrich von Bruchhausen, dem Vorstand für die geleistete Arbeit und bittet, dem Vorstand Entlastung zu erteilen, die einstimmig erfolgt. Vetter Friedrich schlägt vor, den Vorstand en bloc wiederzuwählen. Einstimmig werden Georg von Bruchhausen als 1. Vorsitzender, Hans-Heinrich von Brockhusen als 2. Vorsitzender, Ursula Douqué-von Bruchhausen als Schrift-führerin und Archivarin, Jürgen von Brockhausen als Schatzmeister wiedergewählt, Dr. Franz von Bruchhausen als Beisitzer des Vorstandes. Neu gewählt Jobst von Bruchhausen als Kassenprüfer.

7. Diskussion über den nächsten Tagungsort. Vorgeschlagen wurde die Trendelburg bei Karlshafen. Für die Trendelburg bestimmte man einen Ausschuß zur Organisation, bestehend aus Harald und Bernd Kriebitzsch, Ernst Dohany und Volkmar von Bruchhausen. Als Zeitpunkt wurde wiederum das Wochenende nach Himmelfahrt festgelegt. (Es wurde später beim Essen angeregt, zum nächsten Familientag auch die kleineren Kinder mitbringen zu können, die gesondert betreut werden.)

8. Vetter, Georg schlägt vor, in Zukunft die Vorstandssitzung bereits am Sonnabend durchzuführen und die Hauptsitzung am Sonntag mit einem Vortrag von etwa 40 Minuten Dauer aufzulockern.

Vorgeschlagen wurde als erster Referent Herr von Mutius, Gatte unserer Cousine Heidi geb. von Brockhusen, mit einem kulturpolitischen Thema.

9. Zum Thema Genealogisches und zur Wappenfrage verliest Vetter Georg einen Brief unseres Ehrenvorsitzenden, Vetter Ferdinand von Brockhusen, und einen solchen von Vetter Hans-Joachim von Brockhusen, Marbach.

Hier sei nur ein Überblick über den Inhalt des ersteren mit einigen wörtlich zitierten Passagen wiedergegeben.

Vetter Ferdinand schreibt, daß er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes voraussichtlich an Familientagen nicht mehr werde teilnehmen können. Er gehöre aber dem Verband seit über vier Jahrzehnten an und habe ihm stets mit lebendigstem Interesse gedient. Daher dränge es ihn, ehe es angesichts seiner Jahre damit zu spät sei, uns noch einmal einiges an Erfahrungen und Kenntnissen zu unterbreiten, ohne damit etwaige Meinungsverschiedenheiten aufleben lassen zu wollen.

10. Anträge:

Cousine Edda von Bruchhausen, Trier, weist auf die Notwendigkeit hin, die Adressenliste zu vervollständigen und fordert nochmals alle Familienmitglieder eindringlich auf, die Einladungen zum Familientag auch wirklich zu beantworten.

Vetter Bodo Douqué regt an, auch für den nächsten Familientag eine ähnliche Veranstaltung wie die Weinprobe in diesem Jahr vorzusehen.

11. Die Sitzung wurde nach 1 ¼ Stunden termingerecht beendet. Der Vorsitzende dankte für die rege Beteiligung an der Diskussion.

Familientag 1967 in Trendelburg b. Höxter

 

Wappen 3d

Berichte und Zeitungsnachrichten über die Tagung auf der Trendelburg

Der diesjährige Familientag auf der Trendelburg spiegelt sich in den nachstehenden 3 Zeitungsausschnitten aus dem "Westfalenblatt" wieder.

Adelsgeschlecht von Brockhusen kommt zur Orts- und Schloßbesichtigung

Bruchhausen. Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Heimatschutzvereins im Saale Heinz Bünte, die der erste Vorsitzende und Bürgermeister Heinrich Bürger eröffnete, stand der Bericht des Geschäftsführers Heinrich Breker, der in der Gemeinde gleichzeitig das Amt des Ortsheimatpflegers ausübt.

Er berichtete über das Adelsgeschlecht von Brockhusen (von Brockhausen und von Bruchhausen), das mit dem Namen des Ortes Bruchhausen eng in Verbindung gebracht wird und vor etwa 1000 Jahren nach diesem Adelsgeschlecht benannt wurde. Der Heimatschutzverein, der eine über 300jährige Geschichte nachweist, sah es deshalb als Ehrenpflicht an, Mitglied des Familienverbandes des Geschlechtes von Brockhusen zu werden, der seinen Sitz heute in Maastricht (Niederlande) hat.

Wie Ortsheimatpfleger Breker zur Kenntnis gab, findet sich das Adelsgeschlecht von Brockhusen in diesem Jahr am 3. und 4. Juni zu einem Familientag im Burghotel Trendelburg ein. Die Familienmitglieder haben am Sonnabend, 3. Juni, vormittags einen Besuch in Bruchhausen mit Orts- und Schloßbesichtigung zugesagt.

Hohe Gäste im Luftkurort Bruchhausen

Der Familientag 1967 für das Geschlecht von Brockhusen, von Brockhausen und von Bruchhausen findet heute und morgen auf der Trendelburg statt. Heute vormittag werden die Gäste auf Einladung des Heimatschutzvereins und der Gemeinde ihren alten Stammsitz in Bruchhausen an der Nethe besuchen. Geistlicher Rat Pfarrer Kesting, der die Ortsgeschichte von Bruchhausen ergründet und in den Büchern "Bruchhausen im Nethetal" und "Geschichte der kath. Pfarrei Bruchhausen im Nethetal" festgelegt hat, wird Gelegenheit haben, mit den Genealogen des Familienverbandes gemeinsam die Geschichtsforschung weiter zu betreiben. Nach einer Ortsführung und Schloßbesichtigung finden sich die Familienmitglieder zum Essen im "Haus Silberteich" ein. Anschließend erfolgt die Besichtigung von Schloß Corvey.

Berichte von der Tagung

Das Geschlecht von Brockhusen, von Brockhausen und von Bruchhausen weilte am Samstagmorgen, anläßlich des diesjährigen Familientreffens auf der Trendelburg, mit 32 Mitgliedern auf ihrem alten Stammsitz in Bruchhausen. Auf Einladung des Heimatschutzvereins durch Ortsheimatpfleger Breker waren die Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet, von Hamburg, vom Bodensee, von Berlin, ja selbst aus Holland gekommen.

Als weitere Gäste waren für die Familie von Wolff-Metternich die jetzigen Inhaber des Stammgutes Frau Baronin Freifrau von Metternich mit Tochter Maria-Rose gekommen. Tochter Maria-Rose überreichte zur Begrüßung Frau Dohany geb. von Bruchhausen einen Blumenstrauß.

Begrüßungsworte sprach für die Gemeinde Bruchhausen Bürgermeister Bürger und übergab als Dank für den Besuch die neue "Heimatchronik des Kreises Höxter". Als 1. Vorsitzender des Heimatschutzvereins konnte Herr Bürger dem Familienverband mitteilen, der Heimatverein sehe es als höchste Kulturarbeit an, die Altersforschung für das Dorf Bruchhausen zu fördern. Insbesondere durch die Namensgleichheit die gemeinschaftliche Arbeit durch einen Geldbetrag auf das Genealogenkonto des Verbandes zu bekräftigen.

Ortsheimatpfleger Breker übergab für das Familienarchiv, welches sich in den Händen von Frau Ursula Douqué geb. von Bruchhausen in Maastricht, Holland, befindet, eine Urkunde aus den Jahren 963/1037, worin der Name Broechusen - Bruchhausen an der Nethe zum erstenmal von einem Geschichtsschreiber in Corvey erwähnt wird.

"Tradiderunt Eilgrim et Ludolf in Broechhusen et omnia, quae habuerunt in eodem loco." = "Es übergaben (an das Kloster Corvey) Eilgrim und Ludolf in Bruchhausen Besitzungen, und alles, was sie an demselben Orte hatten."

Sind zu dieser Zeit 963/1037 die Besitzungen in Bruchhausen an das Kloster Corvey übergeben worden, so ist mit Sicherheit das Geschlecht Broechusen auf dem alten Stammsitz in Bruchhausen schon lange vorher seßhaft gewesen.

Die Urschrift der Urkunde befindet sich im Staatsarchiv zu Münster. Für den Landkreis Höxter begrüßte im Auftrage von Herrn Landrat Weskamp Kreisheimatpfleger Seeboth die Gäste. In seinen Ausführungen betonte Seeboth, daß der Kreis Höxter stolz sei auf seine alte Vergangenheit. Für das Dorf Bruchhausen sei es heute eine besondere Ehre, die Nachkommen des Geschlechts von Broechusen, von dem der Ort ja den Namen übernommen habe, heute in seinen eigenen Mauern begrüßen zu können. Aber genau so stolz mögen auch die Nachkommen, zusammengefaßt in einem vorbildlichen Familienverband, auf den sich neu entwickelten Luftkurort Bruchhausen sein, und "die Enkel sollen lernen, sich den Vorfahren dankbar zu erweisen, denn das ist vor Gott wohlgefällig!"

Herr Geistlicher Rat Pfarrer Kesting, der die Ortsgeschichte in seinen Büchern "Bruchhausen im Nethetal" und "Die Geschichte der kath. Pfarrei Bruchhausen im Nethetal" geschrieben hat, schilderte in einem interessanten Vortrag die Geschichte des Stammsitzes Bruchhausen. Bis 1454 seien die Broechhusen Besitzer gewesen, durch Heirat der Erbtochter kam dann der Besitz an die von "Mense", genannt Brochusen, aus Meensen bei Hann. Münden. Schon vor 1500 heiratete dann Catharina von Bruchhausen den Jobst von Kanne.

1884 erwarb nach Wegzug der letzten von Kanne der Reichsfreiherr von Wolff-Metternich das Gut in Bruchhausen, in dessen Familienbesitz es heute noch ist. Ebenso fand die Entstehung des Dorfes rege Aufmerksamkeit. Von den ersten Meyern und Köttern zum freien Bauernstand. Später die Leinenbleicherei, darauf folgend die Arbeitsbeschäftigung bei der Eisenbahn, und heute die Entwicklung zum Fremdenverkehrsort mit Heilquellenkurbetrieb. Jedes Mitglied erhielt die Ortsgeschichte als Geschenk überreicht.

Herr Georg von Bruchhausen aus Söcking über Starnberg bedankte sich als Vorsitzender des Familienverbandes für den herzlichen Empfang, insbesondere für die überreichten Heimatbücher und die alte Urkunde. Durch den heutigen Besuch sei eine enge Beziehung des Familienverbandes mit dem Dorfe Bruchhausen entstanden, die ihre Früchte noch in der Zukunft tragen werde.

Herr Hans-Joachim von Brockhusen aus Marbach bei Marburg, der Genealoge des Familienverbandes, gab seinen Worten ebenfalls Ausdruck des Dankes für den Empfang. Interessant waren seine Ausführungen über die Namensgleichheit des Landgebietes mit Bruchhausen an der Ihna in Pommern und Bruchhausen im Gebiet des Nethegaues.

Anzunehmen sei, daß ein Nachkomme des damaligen Konrad von Brockhusen, der ein Jahrzehnt früher bei dem Fürst Johann von (Mecklenburg) Werle, ein Sohn von Nicolaus I. im Hofdienst stand, half 1283 Herzog Bogislaw IV. von Pommern gegen Brandenburg, die Stadt Stargard zurückzuerobern, anschließend dann das Dorf Bruchhausen an der Ihna (nördlich des Madüe-Sees, Kreis Saatzig) angelegt habe. Denn nicht von zufällig finden sich im Kreisgebiet des Bruchhausens in Pommern die gleichen heimischen Ortsnamen wie im Nethegau. So für die Hinnenburg bei Brakel und Everstein bei Holzminden an der Weser die Dörfer Hindenburg und Elberstein, ferner dem wüsten Brunsberg unterhalb der Nethemündung in die Weser ein Brunsberg südöstlich Daber, Beverungen an der Weser ein Beweringen bei Freienwalde. Selbst Dinkelburg bei Borgentreich wäre in Dingsberg am Enzig-See wiederzuerkennen. So erscheine es gar nicht abwegig zu sein, Bruchhausen an der Nethe, über Brockhusen bei Schwaan in Mecklenburg, mit Bruchhausen an der Ihna zu verknüpfen. Die weiteren Ahnenforschungen über Bruchhausen an der Nethe gleichen den Ausführungen der Ortsgeschichte "Bruchhausen im Nethetal" vom Geistlichen Rat Pfarrer Kesting.

Mit Stolz vernahmen die Familienmitglieder, daß das alte Wappen der Bruchhausen im Nethetal drei Pfähle mit einem Querbalken und der Jahreszahl 963 als Symbol der Heimattreue auf der neuen Fahne des Heimatschutzvereins übernommen wurde. Auch über die Wappenfrage hielt Herr Hans-Joachim von Brockhusen für alle Anwesenden. einen ausführlichen Bericht.

Auf dem Wege zur Besichtigung des alten Stammgutes und einer Ortsführung hatten die Familienmitglieder Gelegenheit, eine Brunnenprobe von der "Silberquelle" zu nehmen. Während der Führung durch den Schloßpark, durch die herrliche Plataneallee, erfolgten zur Begrüßung der Gäste Jagdsignale und in einem Trompetensolo das "Weserlied".

Ort Bruchhausen-Nethetal

Familientag 1969 in Öhringen

 

Wappen 3d

Von Berlin bis Öhringen

Ein an schwersten Ereignissen reicher Bogen spannt sich von der Nr. 1 unseres Nachrichtenblattes im Mai 1935 bis zur jetzigen Nr. 25 im Winter 1969.

Allen Teilnehmern der Familientagung in Öhringen 1969 wurde ein Nachdruck der ersten Ausgabe überreicht, die mit einem Familientag im März 1935 in Schlachtensee beginnt und von welcher noch einige Exemplare bei der Schriftführerin erhältlich sind. Von den Vorstandsmitgliedern der Tagung 1935 hat nur der bisherige Vorsitzende die Tagung in Öhringen erleben dürfen und nun mit dieser Tagung seine Vorstandstätigkeit beschlossen. Vetter August veröffentlichte in Nr. 1 die Familientradition von 1689, aufgezeichnet von Jost-Henning von Brockhusen, Sohn des Georg von Brockhausen, der nach Reelkirchen abwanderte, und in welchem Bericht sich Wahrheit und Vermutungen vermischen.

Der bisherige Vorsitzende nahm auch als junger Mann an den Verhandlungen in den 1920er Jahren teil, als sich die versch. Zweige zusammenfanden.

Heute leben die Brockhusen, Brockhausens, Bruchhausens wieder seit 1958 in einem Familienverband eng zusammengeschlossen und erfreuen sich ihrer Zusammengehörigkeit. Aber es soll noch mehr geschehen, die Frühgeschichte der Familie zu erhellen. Dankbar wurde der Gründung des Nachrichtenblattes 1935 und seines Begründers gedacht; das geschah in Öhringen.

Von der Öhringer Tagung könnte viel erzählt werden; leider hat sich kein Chronist gefunden. Von der großen Wiedersehensfreude, von der behaglichen Aufnahme im alten Städtchen Öhringen und dem Württembergischen Hofposthotel, von der mächtigen Wasserburg Neuenstein der Hohenlohe, von der geschichtsträchtigen Stadtkirche in Öhringen, von deren Zusammenhängen mit den mittelalterlichen Kaisern den aufmerksamen Lauschern der ehemalige Pfarrer so anschaulich erzählte, haftet noch ein einprägsames Bild: am Marktplatz, auf ein paar schmalen Bänkchen und Stühlen, hocken wie die Spatzen auf der Stange vor und nach dem Besuch, der alten Kirche in der Sonne, die auch die alten Häuser anstrahlte, die Cousinen und Vettern, freuen sich des Zusammenseins und trinken Hohenloher Wein. Leider hat sich bisher keiner der mehreren Photographen gefunden, von denen wir ein Bild zeigen könnten.

Wir begrüßen den erneuerten Vorstand des Verbandes, insbesondere den neuen Vorsitzenden, der in die Fußstapfen seines Onkels Heinrich von Brockhausen treten mag, wünschen ihm viel Erfolg in der weiteren, engen Verbindung der Anverwandten und hoffen, daß auch das Nachrichtenblatt nach seinem 25jährigen Jubiläum allen rechte Freude und Bindung bringen möge.

Auf zahlreiches Wiedersehen in Bentheim 1971!

Protokollbericht aus Öhringen  17./18. Mai 1969

Berichte von der Vorstands-, Beirats- und Haupt-Sitzung des Familientages in ?hringen am 17./18. Mai 1969

Vorstands-Beirats-Sitzung am 17.5.69 von 17.30 bis 19.00 Uhr

Anwesend: Georg von Bruchhausen, Vorsitzender, Hans-Heinrich von Brockhusen, 2. Vorsitzender, Ursula Douqué- von Bruchhausen, Schriftführerin, Franz von Bruchhausen, 2. Schriftführer, Jürgen von Brockhausen, Schatzmeister.

Beiräte: Jobst von Bruchhausen, Kassenprüfer, Marie-Luise von Brockhusen, Henning von Bruchhausen, Clemens von Bruchhausen. Dazu als entschuldigt: Hans-Joachim von Brockhusen, Genealoge, und Jürgen-Adrian von Brockhusen. Beratungspunkte waren: die Tagesordnung der Hauptsitzung und anderes. Angenommen wurde als Vorschlag des Vorsitzenden, inskünftig, die Hauptsitzung des jeweiligen Wochenendes vom Sonntag auf den Sonnabend vorzuverlegen, um an den Sonntagvormittagen freiere Hand für Beisammensein und einen Vortrag vor dem Mittagessen zu haben.

Die Vorschläge für die Vorstands- wie Beiratswahl wurden mit allgemeiner Zustimmung erörtert, nachdem der bisherige Vorsitzende gebeten hatte, von seiner Wiederwahl abzusehen.

Es soll bei der zweijährigen Amtsperiode, wie bisher schon, für die Gewählten bleiben. Die Amtsperiode endet jeweils mit dem Abschluß der Familientagung. Auch dies soll nach Zustimmung aller Mitglieder in die Satzung aufgenommen werden, wie die Feststellung, daß nur Namensträger Vorstandsmitglieder sein sollen. Der Hauptversammlung soll ebenfalls zur Satzungsaufnahme vorgeschlagen werden, daß außerordentliche Mitglieder nur mit Zustimmung von Vorstand und Beirat aufgenommen werden können; Anträge an den Schriftführer. Neu-druck der Satzung, wie in der Tagesordnung vorgeschlagen, wird auch die Anerkennung des Beirats umfassen, worauf der Vorsitzende hinweist. Ausarbeitung durch die Schriftführerin. Besprechung Über das Geschenk der Cousine Agnes Müller-Brockhusen und vorgeschlagenen Tagungsort 1971 Bentheim mit Referat von Vetter Jürgen, wieder Wochenende nach Himmelfahrt.

Es folgten noch Interna für Schriftführer und Schatzmeister.

Hauptsitzung am 18. Mai 69 von 10.20 bis 11.20 Uhr im Hotel Württembergische Hof-Post in Öhringen.

Anwesenheitsliste: 37 Teilnehmer (insgesamt mit Einschluß der 4 Kinder) unter Einbeziehung der Gäste - der Vettern und Cousinen von Hans-Heinrich und Hans-Joachim von Brockhusen - Hasso Graf Flemming und Margarethe Bath und Lotte und Willi Pankoke.

Leider nicht anwesend bzw. entschuldigt: Jürgen-Adrian von Brockhusen mit Frau und Harald und Gretel Kriebitzsch sowie Elfriede und Ingrid von Brockhusen, Bonn.

Der Vorsitzende, Vetter Georg, eröffnet die Sitzung und begrüßt die Erschienenen, insbesondere auch die Gäste. Er hofft, daß auch weiterhin das Interesse an der Gesamtfamilie unverändert so stark erhalten bleiben möge und schließt mit einem Appell an die noch Außenstehenden.

Auf die Verlesung des Protokolls des letzten Verbandstages wird verzichtet. Die Einladung zur heutigen Sitzung sei form- und fristgerecht erfolgt. Besondere Anträge seien nicht eingegangen. Mit Zustimmung wird Vetter Jobst zum Protokollführer bestimmt.

In seinen Eingangsworten dankt der Vorsitzende allen Mithelfern, insbesondere der unermüdlichen Schriftführerin und Archivarin, Cousine Ursula, und dem Schatzmeister, Vetter Jürgen, für seine erfolgreiche Tätigkeit.

Dann trat man in die Tagesordnung ein, nicht ohne zuvor die zur Abstimmung berechtigten Anwesenden, lt. Satzung, festgestellt zu haben.

Vor ihrem Bericht forderte die Schriftführerin zum Gedenken an die seit der letzten Tagung Verstorbenen auf: Emilie von Bruchhausen, verstorben 23.9.67 in Bielefeld, und Agnes Müller-Brockhusen, 4.9.68, in Wiesbaden.

Weitere Familiennachrichten waren die Geburten vierer Kinder bei Elke Franke, Almuth Buschborn, Adelheid Guntermann und Jürgen von Brockhusen; sie gab die Verlobung ihres Sohnes Bodo mit Jacqueline Hugen bekannt, beide Anwesenden wurden mit Beifall bedacht.

Alsdann folgte der Kassenbericht von Vetter Jürgen: der Abschluß sei positiv. Der beitragszahlende Mitgliederbestand betrage z.Zt. 53, mit einem Jahresaufkommen von ca. 530 DM. Dankbar erwähnte er die eingegangenen Spenden und die Leistungen für den Genealogiefonds. Im übrigen wies er auf seinen allen Mitgliedern zugegangenen ausführlichen Bericht hin, der von allen mit großer Befriedigung und dankbar entgegengenommen worden war.

Vetter Jobst hatte als Kassenprüfer die gesamten Unterlagen geprüft und konnte Entlastung empfehlen. Die Versammlung nahm zur Kenntnis, daß immer noch Beitragsrückstände aus 1968 bestehen. Es wurde dringend ersucht, dem Schatzmeister die Arbeit nicht durch Säumigkeit zu erschweren.

Vetter Clemens von Bruchhausen beantragte Entlastung von Vorstand und insbesondere Schatzmeister, die mit allgemeinem Dank erteilt wurde.

Wahlen von Vorstand und Beirat

Vetter Georg hatte schon eingangs darauf hingewiesen, daß es nach so langen Jahren das letzte Mal sei, daß er einer Tagung präsidiere und aus dem Vorstand auszuscheiden gedenke. Ein besonderer Wahlleiter für die Wahlen wurde somit nicht bestellt. Vetter Georg machte in Übereinstimmung mit dem Beirat folgenden Wahlvorschlag: 1. Vorsitzender: Jürgen von Brockhausen; 2. Vorsitzender unverändert Hans Heinrich von Brockhusen; Schriftführer: 1. Ursula Douqué-von Bruchhausen und 2. Franz von Bruchhausen; Schatzmeister: Henning von Bruchhausen. Als Kassenprüfer solle Jobst von Bruchhausen wiedergewählt werden. Der bisherige Vorsitzende schlug vor, den Beirat in seiner bisherigen Zusammensetzung (siehe Bericht über die Beiratssitzung) wiederzuwählen.

Die Vorschläge fanden einhellige Zustimmung, und die Gewählten nahmen bis auf das nicht anwesende Beiratsmitglied Jürgen Adrian von Brockhusen die Wahl an; letzterer muß noch seine Zustimmung an die Schriftführung geben.

Namens der Gewählten dankte Vetter Jürgen als neuer Vorsitzender mit herzlichen Worten für das Vertrauen, und versprach, die Zusammenarbeit im bisherigen guten Sinn fortführen zu wollen.

Es folgten weiter die in der Beiratssitzung angesprochenen Punkte: Vorverlegung der Hauptsitzung auf den jeweiligen Samstag; Bentheim als Ziel 1971 mit einem Referat von Vetter Jürgen über die gerade dort aktuelle Waldwirtschaft; die verschiedenen Änderungen in den Satzungen, Amtsperiode, Aufnahme von außerordentlichen Mitgliedern nur mit gemeinsamer Zustimmung von Vorstand und Beirat (im vorhinein wurde berichtet, daß als neue a.o. Mitglieder mit ihren Frauen aufgenommen worden seien: Herbert Veltmann, Kanada; Achim Dohany, Hamburg; Alf von Krusenstiern, New York); die zweijährige Amtsperiode des Vorstandes endet jeweils im Anschluß an die Familientagungen; nur Namensträger sollen Vorstandsmitglieder sein; der Beirat soll auch ausdrücklich in den Satzungen verankert werden; der längst fällige Neudruck der Satzungen soll mit diesen Änderungen von der Schriftführerin vorbereitet werden, wenn sich unter den Abstimmberechtigten kein Widerspruch erhebt; alsdann Veröffentlichung im N.-Bl. unter Mehrdruck von freien Exemplaren. (Der Entwurf der abgeänderten Satzung wird Vorstand und Beirat zugestellt)

Der Vorschlag "Beitragsfreiheit für bestimmte ältere Mitglieder" - der nicht in der Tagesordnung enthalten war - sollte noch näher präzisiert werden, wenn alle Mitglieder stillschweigend oder schriftlich zustimmen -, gedacht ist daran, Mitglieder vom 75. Lebensjahr an, wenn sie es wünschen, für sich selbst von der Beitragszahlung zu befreien. Einmütig beschloß die Versammlung als erstes, Cousine Ilse Veltman vom Beitrag zu befreien und sie zum nächsten Tag nicht nur aufzufordern, sondern einzuladen, zumal sie im kommenden Jahre ihr 80. Lebensjahr feiert.

Auf Wunsch der verstorbenen Cousine Agnes Müller-Brockhusen, die auch verschiedene Familienpapiere und Bilder dem Archiv vermacht hatte, soll ihr Wappenring in der weiblichen Familie zu ihrem Andenken weitergetragen werden. Von den beiden Vorschlägen des Beirats wurde der Antrag gebilligt: ?bergabe des Ringes an die Cousine Marie-Luise - die Frau von Vetter Henning - bis deren Tochter Friederike den Ring bei ihrer Konfirmation erhält.

Die Anregung von Vetter Georg, es möge in den einzelnen Familien, sei es testamentarisch, sei es durch Abmachungen, ausdrücklich bestimmt werden, daß wertvolle Erbstücke der Familie - wie Originalurkunden, Gemälde, Erbbecher und dergl. - nicht durch die Ausheirat von Töchtern in andere Familien abwandern, sondern durch Weitergabe in den namenstragenden Nachkommen oder gar im Familien-Archiv erhalten bleiben, wurde ausdrücklich gebilligt und soll mit den Auszügen aus den Protokollen im N.-Bl. publiziert werden. Wir erleben leider immer wieder, daß wertvolle Dinge in den Familien ohne bösen Willen verloren gehen.

Für die Neuerstellung der Familiengeschichte von Bruchhausen bedauert als Beauftragter Vetter Franz von Br. den bisher ungenügenden Zugang von neuem Material, was die Dokumentation behindere. Mit dem Beirat und unter Zustimmung der Versammlung regt er an, die bereits begonnene Bildersammlung Brochhausen verstärkt fortzuführen. Vetter Jürgen sagt gerne zu, wie bereits bei der Geschichte Brockhusen, im gegebenen Zeitpunkt zur Publikation zur Verfügung zu stehen. Cousine Ursula und Vetter Hans-Joachim erklären sich spontan bereit, Vetter Franz bei den Vorarbeiten zu helfen.

?ber die Genealogie und Gesamtfamilienfragen kam es zu kurzen Diskussionen: Vetter Georg erklärte, daß es ihm wahrscheinlich in nächster Zeit gelingen werde, wertvolles Urkundenmaterial, welches die Stammgüter in Pommern beträfe, in Osnabrück einzusehen und evtl. Photokopien zu erhalten. Vetter Franz erneuerte nochmals seine Bitte, weiterhin Briefe und Berichte von für die Historie und das jetzige Leben wertvollen Ereignissen zu sammeln und ihm zu senden, damit er bis 1971 einen Probeband zusammenstellen könne. Die Frage nach dem Besitz der Stovern-Bilder (Familie Engelen?) und bestimmter Originaldokumente aus dem Besitz des verst. Vetter August von Br. bleibt weiterhin ungeklärt.

Abschließend wurde nach den Vorschlägen der Vettern Jürgen und Hans-Heinrich die Ehrung des ausscheidenden langjährigen 1. Vorsitzenden beschlossen. Ihm wurde in Anerkennung seiner besonderen Verdienste in über 40jähriger Arbeit um die Familienzusammenführung und den Zusammenhalt der Ehrenvorsitz angetragen, der auch Sitz und Stimme im Vorstand in sich schließt. Dem jeweiligen Ehrenvorsitzenden soll außerdem durch Beschluß der Versammlung eine nun gestiftete goldene Ehrenanstecknadel - Schlipsnadel mit dem goldenen Familienwappen, überfaßt durch die Haken eines von Vetter Jürgen in Mittelfelde erlegten Fuchses - erhalten, die immer der Ehrenvorsitzende in Ehren tragen möge. Die Nadel war bereits erstellt und soll nun erstmals überreicht werden.

Dem bei dieser Entschließung abwesenden alten Vorsitzenden wurde von den beiden jetzigen Vorsitzenden unter großem Beifall die neue Würde mitgeteilt und ihm die Nadel überreicht, von der er sichtlich überrascht war. Vetter Georg betonte in freier Rede seinen Dank und das beglückende Empfinden der innerhalb der Familien wiedergewachsenen Zusammengehörigkeit. Er zitierte ein Wort von Gottfried Keller über die Freiheit zur Freundschaft und der für Junge wie Alte recht verstandenen Tradition. Kurz ging Vetter Georg auch auf die Geschichte der Gesamtfamilie und auf sein Lieblingskind, das Nachrichtenblatt, ein. Er hoffe, daß es ihm gelingen möge, den Inhalt so zu bereichern, daß es eine wirkliche Verbindung zwischen allen Freunden sein möge. Zum Abschluß ?berreichte er als sein persönliches Andenken jedem Anwesenden ein von ihm wiederhergestelltes Exemplar der Nummer 1 des Nachrichtenblattes, zugleich in Erinnerung an das 25jährige Bestehen dieser für die Familie so wertvollen Einrichtung. Der alte Vorsitzende verabschiedete sich mit allen guten Wünschen für den neuen Vorstand und hatte auch noch Marie-Luise, der Frau von Vetter Henning, des Organisators von Öhringen, als äußeres Zeichen aller Beteiligten für den Dank, den sie beiden für die Ausrichtung schuldeten, einen großen Blumenstrauß überreicht.

Nach der schnell und reibungslos abgelaufenen Sitzung kam alsdann Vetter Franz von Br. mit seinem Vortrag über die Regulation im menschlichen Körper - Computer - zu Wort. Der Vortrag fand Dank und größtes Interesse.

Familientag 1971 in Bad Bentheim

 

Wappen 3d

Am 21., 22. und 23. Mai 1971 fand das sich zweijährlich wiederholende Treffen des Familienverbandes von Brockhusen, von Brockhausen, von Bruchhausen in Bentheim statt. Es war ein großartiges Treffen; Teilnehmerzahl und Organisation, Durchführung und Stimmung waren hervorragend. Viele neue Bekanntschaften wurden geschlossen, viele alte Verbindungen wieder aufgefrischt. Jeder der an diesem Familienfest teilgenommen hat, kann bezeugen: dieses "Familienfest" war kein formelles, bürokratisches Treffen einzelner Familienzweige, sondern es war ein munteres, erfreuliches Beisammensein der "großen Familie"'.

Am Freitag, 21. Mai, traf sich am Abend ein großer Teil der Mitglieder im Hause von Vetter Jürgen und Cousine Ingrid in Bentheim. Gastfreundschaft und frohe Stimmung ließen den Abend nicht früh enden. Gut informierte Kreise berichteten der Redaktion, daß unsere bezaubernden Cousinen manch einem unserer im Beruf und im "Streß" des Lebens stark beanspruchten Vettern beim Tanzvergnügen in puncto Ausdauer weit überlegen waren.

Am Samstag morgens stand ein großer Omnibus (nach Meinung des Schreibers zum erstenmal in der Geschichte unserer Familientreffen - wo wird das hinführen!) in Bentheim bereit, um die Familie nach Lonne zu bringen.

Nach Programm um 11.00 Uhr stand Cousine Kitty vor dem Eingang ihres gastlichen Hauses auf Gut Lonne und begrüßte bei herrlichem Sonnenschein die nun fast vollständig anwesenden Cousinen und Vettern. Im Hause und auf der Terrasse vor dem großen Rasen saß man zusammen und genoß beim großzügig dargebotenen Imbiß das frohe Zusammensein.

Nach Aufstellungen für Fotografien brach man zum Mittagessen zu einem nahegelegenen Gasthof auf. Wohlbewirtet trafen alle am Nachmittag wieder in Bentheim ein.

Für 17.15 Uhr stand auf dem Programm:

Vorstands- und Beiratssitzung bzw. Besichtigung der Burg Bentheim. Letzteres wurde von einigen Teilnehmern wahrgenommen, die Sitzung wurde vom anwesenden Vorstand und Beirat durchgeführt.

Georg, Jürgen, Ursula, Hans-Heinrich und Franz vertraten den Vorstand, Marie-Luise, Clemens und Jobst vertraten den Beirat. Es wurde unter anderem über das Programm der Mitgliederversammlung am Sonntag gesprochen, über die finanziellen Probleme des Verbandes (Beitragserhöhung) und über den Ort der nächsten Zusammenkunft. Die Beratung über den Treffpunkt in 2 Jahren ging davon aus, einen Ort zu finden, welcher möglichst ländlich (wegen Preisen), gut erreichbar für möglichst viele Mitglieder (Zugverbindungen) und welcher in greifbarer Nähe eines unserer Mitglieder liegt (Durchführung).

Hans-Heinrich nahm die Organisation für das Treffen in 4 Jahren auf sich und schlug einen Ort in der Heide dafür vor. Für das Treffen in 2 Jahren wurde ein Ort im Schwarzwald-Randgebiet in erreichbarer Nähe von Clemens, Kehl, ausgesucht.

Nach dieser Schwerarbeit konnten sich auch die Sitzungsteilnehmer für den um 20 Uhr beginnenden Festabend in ihre schönsten Gewänder kleiden.

Man traf sich beim Cocktail im Vorraum zum Festsaal des Hotels Großfeld. Die große U-förmige Tafel lockte schon im Hintergrund. Jürgen hatte die komplizierte Tischordnung liebevoll festgelegt.

Die verschiedenen Gänge des Menüs und die Redner wechselten sich ab, der Abend wurde fröhlich. Zwei aufstrebende Musikanten taten ihr Bestes und jung wie alt schwangen ihr Tanzbein. Es wurde weit nach 1 Uhr, als die Hotelleitung den Abschluß herbeiführte. Ein Teil unserer Vettern und Cousinen soll danach noch intime Lokale besucht haben, so erfuhr die Redaktion, doch die Bentheimer Waldgegend ist kein Paris bei Nacht!

Sonntag morgens um 9.45 Uhr traf man sich zur Mitgliederversammlung erneut im Hotel. Jürgen eröffnete als Vorsitzender die Sitzung um 10 Uhr. Nach dem Gedenken an die Verstorbenen (Susanne-Marie von Bruchhausen, Harald Kriebitzsch) beantragte Jürgen die Neuwahl des Vorstandes und Beirats. Mit einer Gegenstimme (Ingrid, sie wollte wohl ihren geplagten Mann entlasten) wurde die

Wiederwahl beschlossen. Ohne Gegenstimme wurde auch die vom abwesenden Schatzmeister Hen-ning beantragte Beitragserhöhung von DM 20,- auf DM 30,- für Verheiratete und von DM 10,- auf DM 15,- für Alleinstehende und selbständige Jüngere bewilligt. Weil gerade vom Geld die Rede war, wurde auch gleich eine Sammlung für die Kapelle des vergangenen Abends (Kosten DM 150,-) in Gang gesetzt.

Mit besonderem Dank wurde die von Vetter Franz und seinen Helfern mit großer Mühe neu erarbeitete und von Vetter Jürgen dankenswerterweise auch diesmal umgedruckte Familiengeschichte des Zweiges Bruchhausen entgegengenommen und verteilt; genügend Exemplare sind wie eine Anzahl ?lterer Nachrichtenblätter auf Bestellung erhältlich. (Näheres beim "Schatzmeister")

Volkmar beantragte die Entlastung des Schatzmeisters Henning, welche nach Fürsprache durch den Rechnungsprüfer ohne Gegenstimme erteilt wurde.

Jürgen schlug den in der Beiratssitzung ausgewählten Ort für das Familientreffen 1973, Raum Kehl (Schwarzwald), vor. Nach einer Diskussion ?ber Ort und Zeitpunkt wurde der vorgeschlagene Ort akzeptiert und der bisher gewählte Zeitpunkt nicht geändert. Hans-Heinrich gab bekannt, daß er 1975 gerne das Familientreffen in der Heide arrangieren möchte (Nähe Lüneburg).

Der Ehrenvorsitzende Georg dankte allen Anwesenden für die zum Teil großen Opfer der Anreise und betonte seine besondere Freude über das zahlreiche Erscheinen der Jugend.

Berndt Kriebitzsch berichtete sodann vom Briefwechsel mit Vetter Berndt in Köthen (DDR). Besuche aus der DDR in die Bundesrepublik sind leider erst im Rentenalter möglich. Berndt übermittelte die aufgetragenen herzlichen Grüße an den Familienverband.

Die Sitzung war um 10.40 Uhr beendet.

Es schloß sich die Besichtigung des Bentheimer Waldes an. An Hand von verschiedenen Waldarten (der Fachmann verzeihe ein falsches Wort) beschrieb uns Jürgen den derzeitigen Stand der Privat-forstwirtschaft und ihre Entwicklungstendenzen. Es war sicherlich für viele von uns eine einmalige Möglichkeit, aus berufenem Munde über Dinge zu hören, durch die wir sonst nur durchwandern. Nachdem das Urwaldgebiet von fast allen Vettern und Cousinen zu Fuß durchquert worden war, begab man sich ausgelüftet und hungrig zum Mittagessen.

Die noch in Bentheim verbliebenen Mitglieder trafen sich wiederum auf rührende Einladung von Cousine Ingrid und Vetter Jürgen in deren schönen Hause.

Dieses war der Ausklang des Familientages in Bentheim, Anno Domini 1971!

Jobst v. Bruchhausen

Wir waren dabei:

V. BROCKHUSEN   Hans-Heinrich, Marie-Luise, Elfriede, Ingrid, Heidi v. Mutius, Bernhard, Ludwig, Boris, Gustav-Adolf v. M., Karin, Haimon, Viktoria, Christian, Donata

V. BROCKHAUSEN:   Jürgen, Ingrid, Joachim, Maria-Elisabeth, Gerhard, Charlotte, Marietta, Christine, Hans-Joachim, Renate, Brigitte Meyer, Hans-Joachim

 V. BRUCHHAUSEN:   Georg, Marianne, Bärbel, Clemens, Eva, Sylvia, Alix, Franz, Gisela, Jobst, Irene, Volkmar, Edda, Carla-Maria, Herbert, Ingrid, Ernst Dohàny, Elisabeth, Ernst-Joachim, Ilse-Susanne, Andreas, Ilse Veltman, Ursula Douqué, Ulla, Ludo, Radboud, Edith, Monique, Kitta Gatzen, Reinhard v. Schor., Berndt-Harald

Familientag 1973 in Kehl

 

Wappen 3d

1. bis 3. Juni 1973 in Kehl und Straßburg

Am Familientag nahmen folgende Cousinen und Vettern teil:

von Brockhusen Marie-Luise, Mimi, Ingrid, Heidi, Bernhard, Ludwig, Boris

von Brockhausen Charlotte, Ingrid, Brigitte, Christine, Maria-Elisabeth, Jürgen, Gerd, Heinrich, Joachim

von Bruchhausen Ilse, Elisabeth, Marianne, Edda, Ursula, Ilse-Susanne, Eva, Bärbel, Marie-Luise, Gisela, Jacqueline, Irene, Sylvia, Alix, Tonto, Ernst-Joachim, Clemens, Franz, Henning, Bodo, Jobst, Herbert, Berndt, Andreas

Ablauf der Familientage:

Über ALLEM steht der große, nachhaltige FAMILIENDANK an die Veranstalter Heidi, Eva und Bernhard, Clemens, für alle mühereiche Planung und Organisation, für den beispielhaft planmäßigen Vollzug, nicht zuletzt aber für die weitgehende Familienverwöhnung durch den nachmittäglichen Kaffee/Tee-Ansitz bei Heidi und Bernhard, die "erlesenen" Abend- und Nachtstunden bei Eva und Clemens sowie nicht zuletzt durch den "Europa-Champagner" mit seinem köstlichen Zubehör.

Das Programmdurchleben mit "Son et Lumiere" im Münster, allem geschichtlichen Straßburg, dem Europarat mit den Ausführungen Bernhards im Plenarsaal, mit der Werksführung durch Clemens, es wird allen Teilnehmern fraglos in eindrucksvoller und nachhaltiger Erinnerung bleiben.

Nicht weniger unvergessen unser Abenddinner an der großen, durch unsere lieben Veranstalterinnen so sehr schön geschmückten und "homogen placierten" Familientafel, die so schwungvolle Begrüßungsansprachen von Clemens, der sich der Vorsitzende anschließen durfte, während Heinrichs Damenrede über "Schmalrehe und gesetzte Ricken" freundliche Heiterkeit auslöste. Alles anschließende Zusammensein ergab sich dann mit "allerletzten Teilen" bis 4.30 Uhr.

Vorstands- und Beiratssitzung:

Die Sitzung ergab zuvor die dankenswerte Zustimmung unseres Vetters Jobst zu seiner uns schon altbewährten und vertrauten Kassenprüfung und Protokollführung, wie beides auch schon gleich für 1975 vorgemerkt wurde. Alsdann ergaben sich Vorbesprechungen über ein Vorstandsrevirement, Schatzmeisterfragen und einen von Heidi eingereichten Antrag, wie folgt:

Ein internes Revirement hat sich innerhalb der Schriftführung und beim Vorsitz ergeben. Innerhalb der Schriftführung hat Ursula unserem Vorschlag eines wirklich bestverdienten feierabendlichen Arbeitsplatzwechsels mit Franz, hat Franz seinerseits dieser Umdisposition zugestimmt. Beim Vorsitz hat sich die "ordentliche" Wahl von Jürgen-Adrian (Groß Justin) zum 2. Vorsitzenden ergeben, für welchen Fall Jürgen-Adrian bereits seinen "Zuschlag" erteilt hatte.

Kassenfragen mußten sich wiederum "zuverlässig" mit dem Abbau und der Vermeidung von Beitragsrückständen befassen, wogegen einige "Rigorosvorschläge" zwar in den Raum gestellt, doch abgelehnt wurden, so daß es hierfür weiterhin beim hoffnungsvollen Appell an das "gesunde Zahlungsempfinden" der Mitglieder bleiben soll. Den detaillierten Ausführungen von Henning nach konnte begründet festgestellt werden, daß sich die Familienkasse zumindest bis 1975 nochmals ohne Beitragserhöhungen "durchmogeln" lassen wird. Ein verbandsseitiges Jubiläums-Geburtstagsgedenken - als Schmucktelegramm, oder über Fleurop - soll ab 70. Geburtstag und ab dann vor jedem weiteren neuen Lebensjahrzehnt erfolgen.

Von Heidi lag der Antrag vor, für eine Intensivierung allen Kennenlernens unserer Jugend eine Jugendgruppe zu begründen, und zwar mit ihrem eigenen Gremium und stimmberechtigtem Sitz ihres Vorsitzenden in unserem Vorstand. Dieser Antrag ist als sehr begrüßenswert aufgenommen worden.

Mitgliederversammlung:

Nach kurzer Eröffnung durch den Vorsitzenden wurde durch Ursula unseres heimberufenen Vetters Hans-Heinrich gedacht. Im Anschluß an das Gedenken ergab sich durch die Anwesenheit von 27 ordentlichen Mitgliedern die formelle Bestätigung unserer satzungsgemäßen Beschlußfähigkeit, woran sich durch den Vorsitzenden der allgemeine Geschäftsbericht anschloß, der mit dem Hinweis auf unsere neuen Mitglieder und dem Verlesen der erhaltenen Grüße an den Familientag endete.

An neuen Mitgliedern konnten wir zu unserer Freude begrüßen - die Cousinen und Vettern Gerda (o.M.), Hella und Karl-Heinz (o.M.), Sylvia (o.M.), Alix (o.M.), Heinrich (o.M.), Reinhold (ao.M.), Ludwig (ao.M.) und Andreas (ao.M.).

Sehr herzliche Sondergrüße an den Familientag gingen ein durch die Cousinen und Vettern Gerda, Georg, Hans-Joachim -husen, Hans-Hartmut und Jürgen-Adrian. An dieser Stelle sei nicht unerwähnt, daß unseres hochverehrten Ehrenvorsitzenden, unseres lieben Vetters Georg, mit unseren Wünschen von allen Teilnehmern immer wieder - und auch in der Dinner-Ansprache - gedacht worden ist.

Der Bericht unseres Schatzmeisters, Henning, wurde mit allen Ergebnissen und Folgerungen sehr rege diskutiert, sogar teilweise disputiert, danach an Henning der uneingeschränkte Familiendank übermittelt für seine Arbeit, die sich ja doch gegenüber früheren Zeiten an Umfang verdoppelt hat.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers, Jobst, wurde seitens der Versammlung dem Schatzmeister und gleichzeitig auch dem alten Vorstand Entlastung erteilt, woran sich die Neuwahlen anschlossen mit dem folgenden Ergebnis

Vorstand Beirat

Georg Ehrenvorsitzender Marie-Luise

Jürgen -hausen 1. Vorsitzender Hans-Joachim

Jürgen -husen 2. Vorsitzender Clemens

Franz Schriftführung Jobst

Henning Schatzmeister

Der durch Jürgen infolge seines "Umsetzens" vom Beirat in den Vorstand freigewordene Beiratssitz soll dem künftigen Vorsitzenden unserer Jugendgruppe vorbehalten bleiben.

Im Verlauf der Mitgliederversammlung sind die folgenden Beschlüsse gefaßt worden:

1. Entlastung Vorstand und Kassenführung 71/73

2. Neuwahlen, wie vorstehend

3. Zur Kassenführung

a) unveränderte Beitragshöhe

b) Behebung "chronischer" Beitragsrückstände durch Bankeinzugsverfahren

c) Beitragspflicht für unsere über 21jährigen schulentlassenen und in Berufsausbildung stehenden Mitglieder (Beispiel: Sylvia, Alix, Ludwig, Andreas, Heinrich)

d) besondere Jubiläumsglückwünsche, wie bereits vorstehend erwähnt

4. Zustimmung zum Antrag von Heidi. Kommissarischer Einsatz von Heinrich zur Ersterfassung unserer Jugendgruppe

5. Der Familientag 1975 soll im Raum Hannover stattfinden. Vorauserkundung durch den Vorsitzenden und Berndt

6. Beherzten Cousinen und Vettern bleibt die "Einberufung zwischenzeitlicher Regionaltreffen (1974) nahe gelegt"

Im Anschluß an die Mitgliederversammlung mußten sich die Weitreisenden leider schon verabschie-den, während sich die Verweilenden noch zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammensetzen konnten.

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN:   Marie-Luise, Heidi v. Mutius, Bernhard, Ludwig, Boris, Mimi

V. BROCKHAUSEN:   Jürgen, Ingrid, Heinrich, Joachim, Maria-Elisabeth, Gerhard, Charlotte, Christine

V. BRUCHHAUSEN:   Marianne, Bärbel, Clemens, Eva, Sylvia, Alix, Franz, Gisela, Jobst, Irene, Volkmar, Edda, Herbert, Ernst Dohàny, Elisabeth, Ernst-Joachim, Ilse-Susanne, Andreas, Ilse Veltman, Ursula Douqué, Berndt-Harald

Familientag 1975 in Lüneburg

Wappen 3d

Voranzustellen bleibt unser aller Dank an unseren Vetter Berndt Kriebitzsch für eine bravouröse Bestleistung an Organisation und persönlicher Hilfsbereitschaft. Berndt sah sich alleine in Lüneburg vor die Aufgabe gestellt, die Familientage im Ablauf, dabei die Quartierbeschaffung, die Reservierung der Tagungsräume, Führungen und das gemeinsame Abendessen mit anschließendem Tanz vorbereiten zu müssen. Darüber hinaus hat sich Berndt als der besondere "Freund und Förderer" unserer Jugend erwiesen, die nicht nur zahlreich in seiner Wohnung von ihm auf-genommen worden ist, sondern dort höchst vergnügt die Familientage über den ordentlichen Zapfenstreich hinaus bis beinahe zum Frühstück fortsetzen konnte. Sei hierfür nochmals bedankt für ALLES, lieber Berndt, und sei Deine Rundumleistung künftigen Veranstaltern zur Nachahmung empfohlen!

Zum Begrüßungsabend am Freitag haben sich in dem sehr gepflegten Familientags-Hotel zu vergnüglichem Umtrunk allen Wiedersehens bereits Hans-Joachim, sowie Victoria von Malapert, alle Brockhausen/Adamietz und von unseren Bruchhausen die Cousinen und Vettern Gretel, Ursula, Editha, Edda, Jaqueline, Volkmar, Bodo, Berndt und Andreas, Friederike-Luise Brockhusen leider etwas zu spät ankommend, zusammengefunden. Es gab eine kleine Welt an Erzählen und Vorfreude auf den kommenden Tag, der im Rahmen einer Klein-Begrüßungsansprache durch den Vorsitzenden kommentiert wurde.

Zum Treff am Sonnabend, 9.30 Uhr, waren dann außer Ute und Jürgen Brockhusen, deren Kommen erst zum Nachmittag möglich war, alle Teilnehmer versammelt. Zuvor wurde unter dankenswerter Führung durch die Stiftsdamen Frau von Bothmer und Frau von Jagow das Kloster Lüne begangen. Im Abschluß an die sehr eindrucksreiche Klosterbesichtigung und noch in Klosterklausur wurde vom Vetter Reinhold das obligatorische Familienphoto geschossen. Danach ging es zu beliebigen Besichtigungen der Stadt Lüneburg, wobei das Rathaus wohl den stärksten Eindruck hinterlassen hat. Zum gemeinsamen Mittagessen traf die Familie sodann wieder an den von Berndt fürsorglich reservierten Tischen des Rathauskellers zusammen.

Während die weiteren Stunden bis zum gemeinsamen Familienabend "dienstfrei" waren, hatten sich die engagierten "Familienfunktionäre" um 16 Uhr zur obligatorischen Vorstands- und Beiratssitzung zu versammeln. Nun endlich konnten auch Ute und Jürgen begrüßt werden, sodaß an Sitzungsteilnehmern anwesend waren:

Vorstand Beirat

Jürgen Hans-Joachim

Jürgen

Franz

Henning

Anläßlich der Sitzung sprach der Vorsitzende den anwesenden und abwesenden Vorstands- und Bei-ratsmitgliedern zuvor seinen Dank für alle Mitarbeit im Ablauf der zurückliegenden zweijährigen "Legislaturperiode" aus. Gleichzeitig bat er für den Fall einer Wiederwahl des gesamten Gremiums jedoch beispielserhärtet um eine künftig tätigere Mitarbeit innerhalb aller "Ressorts", läge doch die eigentliche und fast einzige, dankenswerte Resonanz auf Anfragen und Mitteilungen des Vorsitzenden hin bei unserem Ehrenvorsitzenden, Vetter Georg, sowie beim Vetter Hans-Joachim, der sich stets prompt der an ihn gerichtet gewesenen Anfragen und Bitten angenommen habe.

Ein ganz besonderer Dank war an Cousine Irene gerichtet, hat sie sich doch trotz hausfraulicher und beruflicher Verpflichtungen dennoch in Berufsabwesenheit ihres Jobst, unseres Schriftleiters, unserer Nachrichtenblätter angenommen, die ihren Druck nunmehr dankenswerterweise beim Achim Dohany finden.

Der inhaltlichen Erstellung unseres Nachrichtenblattes war ein "Sonderseufzer" des Vorsitzenden gewidmet. Die Familie erwartet gerne 2 Blätter im Jahr. Nach Hennig ließe sich dieses auch kosten-mäßig realisieren. Der Inhalt sollte sich jedoch nicht eben nur in Reiseschilderungen 'notabene' er-schöpfen, sondern eine allgemein-interessierende Genealogie bringen. Auch sonstige Themen, wie zum Beispiel beruflicher Art, sind erwünscht. Dabei sei nie vergessen, daß wir uns einer durchaus familieninteressierten Jugend erfreuen, daß wir nicht zuletzt auch unserer Jugend mit dem Inhalt des Nachrichtenblattes gerecht werden müssen.

Hans-Joachim sagte sofort zu, berufenermaßen aus unserer Genealogie künftigen Familiennachrichten einen Artikel "beizusteuern" aus dem Born seines fundierten Wissens. Herzlichen Dank im voraus! Die ganze Familie sei hierdurch aufgerufen, sich ebenfalls bemühen zu wollen mit einem Artikel an unseren Schriftleiter Jobst. Sei es eigene Familiengenealogie, sei es etwas aus dem eigenen Beruf, Wirtschaft, Politik, Reiseerlebnisse und anderes mehr.

Sehr herzlich wurde alsdann Vetter Henning für seine Kassenführung gedankt und Vetter Berndt zum Kassenprüfer bestimmt. Es war die Bitte an Henning, im Falle seiner Wiederwahl als Schatzmeister, wie erhofft und erwünscht, etwa ?berhand nehmenden Beitragsrückständen durch rechtzeitige, gezielte Mahnungen künftig vorbeugen zu wollen.

Im weiteren wurden die auf der Mitgliederversammlung anstehenden Beschlüsse vorgesprochen, wie später folgt.

Gegen 17.30 Uhr wurde die Sitzung mit dem Dank von Vetter Henning für Vorstand und Beirat an den Vorsitzenden für seine Mitarbeit in den letzten 2 Jahren geschlossen.

Pünktlich gegen 19 Uhr versammelte sich die Familie zum Abendessen. Als Gäste konnten wir freu-digst die Cousinen und Vettern Ina-Maria und Walter von Sievers mit ihren munteren Töchtern Irene und Karin, sowie Irene und Fritz von Oertzen-Waldow begrüßen. Darüber hinaus erfreuten uns Herr und Frau von Schlütter, als altbefreundetes Ehepaar mit Ingrid und Jürgen, diese auch während des Familientages bei sich unterbringend und im übrigen bekannt und befreundet mit weiteren anwesenden Familienmitgliedern.

Die Familie in all ihrer Festlichkeit, durch eine Tischordnung gesprengt, placiert an einer durch Blu-men blaugelb geschmückten Hufeisentafel, es war allein das schon ein reizender, besinnlicher An-blick! In seiner Tischrede begrüßte der Vorsitzende die Gäste, dankte allen Anwesenden für ihr teils sehr weites Herkommen und gedachte der leider fehlenden Cousinen und Vettern, wobei für das In-land die besonderen Wünsche an den Auersberg und auf den Mühlhof gerichtet waren und für alles Ausland mit Übersee an Jürgen Brockhausen nach Luanda. Im weiteren gedachte der Vorsitzende in seiner Ansprache des mit Lüneburg 10. Jubiläums-Familientages nach dem Krieg, zugleich hervorhebend, daß die Verursachung stattfindender Familientage nicht etwa im Vollzug satzungsgeforderter Regularien, sondern ausschließlich im Familienbewußtsein, in aller Wiedersehensfreude und im Empfinden der Zusammengehörigkeit läge. Mit einem wirklich begründet herzlichen Dank an unseren Veranstalter, Berndt, schloß die Ansprache.

Was aber wären wir, besonders an einem Familientag, ohne unsere Cousinen? Schlicht undenkbar! Dieses bestätigte in beherzt-schwungvollen Worten Heinrich im Bewußtsein der ihm als Auszeich-nung zuteil gewordenen Damenrede. Zum Ende des Abendessens erfreute uns Herr von Schlütter unter dem Thema des "Gastvetters" mit einem ebenso herzlich wie launig gesprochenen Wort des Dankes für die Gäste an die Familie für den schon beim Abendessen so vergnüglich begonnenen Familienabend.

Im Anschluß an das Essen wurde unter durchgehend bestem Hotel-Service im Rahmen der ge-pflegten Exklusivität des der Familie reservierten Saales bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Es war ein im ganzen Ablauf selten gelungener Familienabend. Die zahlreich anwesende Jugend kommentierte mit freudigem Staunen die regenerierende Hochstimmung des Abends mit der Erklärung über "die Anwesenheit des harten Familienkerns"! Bei Berndt fand der Abend für die Jugend seine Fortsetzung.

Anerkennenswert pünktlich war am Sonntag das Erscheinen zur Mitgliederversammlung, die durch eine kurze Begrüßung des Vorsitzenden eröffnet wurde. Anschließend gedachten die Anwesenden ihrer zwischenzeitlich heimberufenen Cousinen Elfriede und Wera Brockhusen.

Die Bestimmung des Protokollführers ergab Joachim Brockhausen, die Feststellung der anwesenden stimmberechtigten Familienmitglieder für die Brockhusen 4, Brockhausen 5 und Bruchhausen 8 und somit eine absolute Beschlußfähigkeit der Versammlung.

Der sodann anschließende Geschäftsbericht des Vorsitzenden wurde eingeleitet mit dem Jubiläumsgedenken an die Jahre 1884/1885. Im weiteren Gedenken des mit Lüneburg 10. Jubiläums-Nachkriegsfamilientages wurde in Dankbarkeit unserer Nachkriegswiederbegründer, der Cousine Ursula und unseres Ehrenvorsitzenden, Vetter Georg, nicht zuletzt der Vettern Ferdinand, Fritz, Carl und Hans-Heinrich hervorhebend gedacht. Nach dem noch kleinen ersten Nachkriegstreffen 1958/59 sind es zur Zeit immerhin 76 Cousinen und Vettern, die in unserem Verband in Harmonie vereint sind, doch geht es unverändert nicht um die Zahl, sondern ausschließlich um die Herzen, die sich ihrer verbindenden Zusammenhörigkeit unvermindert bewußt bleiben müssen. Ihrer Herzen, so führte der Vorsitzende aus, sei sich die Gesamtfamilie fraglos bewußt, doch unbewußt der Familien-Resonanz, der es für eine familienerfolgreiche Arbeit der "Verbands-Funktionäre" von Vorstand und Beirat bedürfe. Die Familien-Alleinarbeit laste bisher im wesentlichen ausschließlich beim Schatzmeister, dem Schriftleiter und dem Vorsitzenden, wenn nicht primär beim Vorsitzenden, der sich nicht selten allein auf weiter Familienflur sähe mit seinen Verpflichtungen gegenüber der Gesamtfamilie! In vorstehendem Sinne erfuhren somit Familie, Vorstand und Beirat eine beherzte "Vergatterung" für etwas mehr persönliche "Verbandsaktivität" durch ihren Vorsitzenden, dessen persönliche Bemühungen um allen Zusammenhalt gewiß nicht nachlassen werden, jedoch familienweite Unterstützung finden sollten!

Schatzmeister Henning übermittelte einen sehr eingehenden Bericht über Kontenbewegungen und Kassenstand, dabei betonend, daß von seiner Seite aus das Erfordernis einer absoluten Beitragserhö-hung nicht bestände. Voraussetzung dafür sei jedoch ein alsbald restefreier Eingang der in Gesamt-höhe von 1.400 DM aufgelaufen und angemahnten Beitragsrückstände, sowie eine künftig prompte Beitragszuweisung durch die Mitglieder für das laufende Kalenderjahr bis spätestens 31. März. Im weiteren wurde für den Beitragsbereich der in Ausbildung stehenden Mitglieder Beitragsfreiheit vor-geschlagen, zum Ausgleich für berufstätige Alleinstehende statt bisher 15,-, künftig auch 30,- DM / Jahr.

Sodann kam unser Kassenprüfer zum Wort. Berndt hatte sich freundlicherweise für dieses wichtige Amt zur Verfügung gestellt und in tätiger Klausur die Unterlagen eingehend geprüft. Das frohe - je-doch vorauszusetzende - Ergebnis war "ohne Beanstandungen"!

Nach herzlichen Worten des Dankes an Henning für seine Kassenführung und an Berndt für die Kassenprüfung, wurde vom Heinrich pauschal die Entlastung von Vorstand incl. Schatzmeister und des Beirates beantragt. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Danach erfolgte durch den Vorsitzenden die Auflösung des Vorstandes und Beirates zur Neuwahl.

Zum Wahlleiter wurde Heinrich bestimmt. Die Neuwahl ergab eine vollständige Wiederwahl des alten Vorstandes und Beirates, für den Vorsitzenden mit der einzigen Gegenstimme von Ingrid.

Der "alte, neue" Vorsitzende übermittelte alsdann der Familie den Dank des Vorstandes und Beirates für alles erneut erwiesene Vertrauen, hob jedoch dabei hervor, man sollte sich dennoch für jeden Fa-milientag mit Neuwahlen ernsthafte Gedanken für einen "Funktionärersatz" machen. Nicht zuletzt aus dem wünschenswerten Erfordernis heraus, den Familiennachwuchs bewußt "ins Familiengeschirr" und in alle Verantwortung für die Gesamtfamilie zu ?berprüfen. Andererseits müsse es auch nicht mißverstanden werden, daß es Langgediente zum Verbandsruhestand ziehe, wie dieses beispielsweise für den Vorsitzenden zuträfe, der seit 1959 im Vorstand Dienst tue!

Sodann ergab sich eine lebhafte Diskussion, worüber nunmehr die Beschlüsse berichtet werden sollen, wie folgt:

1). Ab 1.1.1976 gilt die Beitragsregelung -

Verheiratete 30,- DM

Berufstätige/Alleinstehende 30,- DM

Alleinstehende Nichtberufstätige 15,- DM

Entsprechend der erfolgten Anmahnung werden die betreffenden Familienmitglieder herzlich gebeten, ihren Beitragsrückstand alsbald ausgleichen zu wollen. Der Schatzmeister wird gebeten, Mahnungen künftig zeitlich möglichst nicht zurückstellen zu wollen.

2.) Unser Genealogie-Konto, welches insbesondere in den rückliegenden Jahren durch Spenden be-dacht worden ist, sollte "arbeiten"! Dieser Hinweis von Henning traf in die "Kerbe" der übereinstim-menden Anträge der Vettern Franz Bruchhausen und Jürgen Brockhusen, wonach es doch einmal zu einer fundierten Klärung unseres gemeinsamen Wappen kommen müßte, im unverändert schwebenden Sinne von "Wolf wider Wolf", Fuchs schnürend oder springend, 3 Sterne und Balken, sowie Pfauenfedern und ihre Bedeutung, schließlich die Wappenfarben. "Den Anträgen nach möchte die Familie darüber keine Ansichten wissen, sondern, soweit eben möglich, verbrieft-fundiertes.

Nichts lag hier näher, als unseren berufenen "Familiengenealogen", Vetter Hans-Joachim Brockhusen um die Erarbeitung einer "heraldisch-fundierten" Expertise zu bitten. Hans-Joachim sagte dankenswerterweise zu und wurde gebeten, diese Expertise möglichst bis zum nächsten Familientag zu erstellen, diesbezüglich mit Franz in Korrespondenz zu kommen und entstehende Kosten in voraussichtlicher Höhe möglichst im voraus Franz mitzuteilen.

3). Unsere letzte Anschriftenliste vom Dezember 1972 ist inzwischen überholt, sodaß eine neueste Liste ermittelt und ausgefertigt werden soll, wofür die Vorarbeiten bereits laufen. Unser Schriftführer, Vetter Franz, wird sich dieser Aufgabe ebenso dankenswerterweise, wie aber auch zuständigkeitsbedingt, annehmen.

4.) Nach redaktionellen und finanziellen Möglichkeiten sollen jährlich 2 Nachrichtenblätter erschei-nen, wofür besonders von Cousine Ursula plädiert worden ist. Dieses ist auch die Ansicht zahlreicher Familienmitglieder. Auch geht es nicht an, daß ein Familientagsbericht vom Mai frühestenfalls im Dezember zur Auflage kommt. Die Familie bleibt in diesem Sinne aufgerufen, unseren Schriftleiter, Vetter Jobst, mit Artikeln "einzudecken", sei es aus eigener Ausbildung, aus dem Beruf oder Reiseberichte, es interessiert uns doch alle, darüber erfahren zu können. Hans-Joachim sagte erfreulicherweise zu, für diesen Bereicherungszweck auch genealogisch tätig werden zu wollen.

5). Der nächste Familientag 1977, Wochenende nach Himmelfahrt, soll im Raum München stattfin-den. Cousine Marie-Luise und Vetter Henning haben dankenswerterweise ihren Veranstaltereinsatz zugesagt. Die Familie wird jetzt schon gebeten, sich Termin und Raum vorzumerken!

6.) Anstehender Jubiläen soll künftig nur brieflich, nicht geschenklich gedacht werden. Dieser Be-schluß ist so zu verstehen, daß bisher schon in nicht wenigen Fällen die Jubilarin, der Jubilar gar nicht häuslich anwesend waren und ein bestelltes Blumenarrangement verkümmerte, außerhalb von Blumen ein Geschenk ohnehin nicht eben üppig sein kann, andererseits nur schwereinzuordnen ist.

Gegen 12 Uhr wurde die Mitgliederversammlung beendet.

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN:   Ute, Friederike-Luise, Victoria von Malapert, Hans-Joachim, Jürgen

V. BROCKHAUSEN:   Jürgen, Ingrid, Heinrich, Joachim, Maria-Elisabeth, Marietta, Reinhold

V. BRUCHHAUSEN:   Marianne, Gretel Kriebitzsch, Ursula Douqué, Editha Becker, Bärbel, Marie-Luise, Edda, Jacqueline Douqué, Sybille Kriebitzsch, Friederike, Franz, Henning, Volkmar, Bodo Douqué, Berndt Kriebitzsch, Andreas Dohany, Carla-Maria, Esther-Beatrice

Familientag 1977 in Neubaldham

 

Wappen 3d

Am 20. Mai 1977 trafen wir mittags in Neubaldham ein. Nachdem die Koffer im Hause waren, ergriffen wir sie und wollten - wie üblich - die Kartons mit dem eingekochten Obst in den Keller bringen. Die angesteuerte Kellertreppe aber wurde uns verwehrt. Der Keller war für alle tabu.

Mimi Lehner war schon im Hause. Wir waren froh, daß ihr das häßliche Umsteigen in die Vorortbahn erspart werden konnte. Nach einem einfachen Mittagessen wollten Bärbel und ich uns in der Küche nützlich machen, aber wir wurden kaum gebraucht.

Das Wetter war sonnig und alle waren froh. daß die Tee- oder Kaffeestunde im Freien erlebt werden konnte. Nach und nach stellten sich neue Gäste ein und man konnte zu einer ersten Fahrt nach Neufahrn starten.

"Gasthof Stangl" ist ein Landgasthof, der zu unserem Glück an dem Wochenende "geschlossen" hatte und uns nur auf Hennings Bitte hin aufnahm, damit wir da unseren Familientag feiern konnten. So war es nicht erstaunlich, daß in der ersten Etage, wo sich die Schlafzimmer befanden, beim Öffnen einer Tür immer ein bekanntes Gesicht zum Vorschein kam.

Abends fuhren wir dann im Convoy zu Henning.

Zunächst versammelten wir uns in den Wohnräumen. Es gab immer noch jemanden zu begrüßen. Die Freude ist ja groß, wenn man die vertrauten Gesichter wiedersieht. Schließlich war es dann so weit, daß wir auf der schmalen Kellertreppe zu unserer "Brotzeit" geführt wurden, Ich glaube, es hat niemanden gegeben, der nicht überrascht und begeistert war vom Anblick des Brotzeitraumes. An der linken Seite standen lange Tische. Alles war rot-weiß gedeckt und an der rechten langen Wand befand sich das Buffet. Ganz hinten konnte man sich seinen Leberkäs holen. Bis zum Eingang gab es dann einen sehenswerten Aufbau. Da fand man alles, was zu einer echten bayerischen Brotzeit dazugehört: verschiedene Brote, Gewürze, Zwiebel, Gewürze, und natürlich Getränke aller Art. Christiane war Kellnerin und Thilo tat seine Pflicht im Flur beim Bierfaß. Friederike kam erst um 23 Uhr in unseren Trubel. Sie war mit der Schule 14 Tage in Florenz gewesen.

Franz mit seinen drei Söhnen kam leider erst um 1 Uhr, sodaß es wahrscheinlich keine Bilder vom Kellerfest gibt. Philipp machte erst am nächsten Tag Aufnahmen, die demnächst verschickt werden sollen. Nach und nach zog man sich nach Neufahrn zurück. Leider liegt der Gasthof an einer lebhaften Ortsdurchfahrt, sodaß mancher nicht besonders gut schlafen konnte. Inzwischen ist das aber sicherlich vergessen.

Am nächsten Morgen konnte jeder unternehmen, was ihm behagte. In München gibt es ja genug zu sehen, man kann die Stadt besichtigen, Museen besuchen, einkaufen etc. Mittags trafen wir uns im Rathauskeller. Ein Grüppchen von 10 Personen fand sich dann zusammen, das in 2 Wagen nach Söcking startete. Wir wollten doch nicht versäumen, unserem verehrten Vetter Georg einen Besuch zu machen. Irmgard war unterwegs zur Kur und Irmela führte uns an das Grab, wo auch schon lange ein eisernes Mal für die drei geliebten Söhne errichtet war. Nach der ernsten Stunde mußten wir uns zurücktasten zu unserem Familientag und dem Festabend, der in Neufahrn vorbereitet war.

Die unteren Räume des Hotels standen zu unserer Verfügung. Man saß an kleineren Tischen. Das Essen war gut und reichlich, die Suppe mit dem Riesen-Leberknödel haben wir sicher noch alle in guter Erinnerung. Die Unterhaltung war überall munter und nach dem Essen konnte man gut hier und dort an einem anderen Tisch einen Plausch halten, während die Jugend im Nebenraum das Tanzbein schwingen konnte. Die Zeit verging schnell. Ich hatte das Gefühl, daß sich alle wohl gefühlt hatten. An unserem Festabend hatten wir diesmal einen besonderen Gast, der am Tag zuvor die Hochzeit seiner Tochter mitgefeiert hatte und sich freute, auch einmal bei uns hereinschauen zu können, denn normalerweise kann man nicht von Australien aus eben schnell einmal zum Familientag fahren. Alle haben sich gefreut, daß Vetter Klaus-Michael von Brockhusen an diesem Abend dabeisein konnte. Eine zweite ?berraschung gab es, als plötzlich Heinrich von Brockhausen mit seiner Frau auf der Hochzeitsreise kurzentschlossen Neufarn streifte.

Es war nicht sehr früh, als Henning seine Jungmannen und -damen sammelte zur Heimfahrt nach Neufahrn. Am nächsten Morgen trafen wir uns noch zur Sitzung des Familientages. Wie immer ging das Verabschieden danach schnell, denn jeder hatte noch eine mehr oder weniger lange Heimreise vor sich, und das schöne Wiedersehen war vorüber.

Alter der Teilnehmer: 1 bis 77 Jahre.

Marianne von Bruchhausen

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN:   Ute, Friederike-Luise, Victoria von Malapert, Hans-Joachim, Jürgen

V. BROCKHAUSEN:   Jürgen, Ingrid, Heinrich, Joachim, Maria-Elisabeth, Marietta, Reinhold

V. BRUCHHAUSEN:   Marianne, Gretel Kriebitzsch, Ursula Douqué, Editha Becker, Bärbel, Marie-Luise, Edda, Jacqueline Douqué , Sybille Kriebitzsch, Friederike, Franz, Henning, Volkmar, Bodo Douqué, Berndt Kriebitzsch, Andreas Dohany, Carla-Maria, Esther-Beatrice 

Familientag 1979 in Apeldoorn

 

Wappen 3d

Dieser Familientag fing eigentlich schon gleich nach dem vorigen an. Nach Neubaldham setzte sich Jaqueline auf ihr Fahrrad und fuhr vergeblich in der Umgebung herum, denn ausgerechnet für die Himmelfahrtswoche gibt es hier wenig Chancen, eine so große Familie unterzubringen und zu bekö-stigen. Dann setzte sie sich in ihr Auto und fuhr weitere Kreise, bis sie endlich das "Cantharel" findet, ein Motel, das versprach, uns aufzunehmen und ein Diner vorzusetzen.

So war dann am Freitag ein großes Kommen und Gehen der Familie, die sich über das Wiedersehen freute, sich umarmte und - wie hier üblich - auf beide Wangen küßte. Dann fuhr man im Convoi zu einem als Bar umgebauten Sattelzimmer auf einem Landgut, wo Jaqueline und Bodo zu einem gemütlichen Abend eingeladen hatte, anfangend mit einer warmen Mahlzeit: eine köstliche indische Reistafel mit Stockbrot und Dipsaucen. Bodo sorgte in diesem "Saloon" mit einer braunen Kellermeisterschürze für die geistigen Getränke. Es war ein ganz unkonventioneller fröhlicher Abend. Am meisten freuten wir uns, Vetter Bernd unter uns zu haben und aus fernen Ländern, Carol und Klaus aus Wagga Wagga sowie Marion und Jürgen aus Luanda, die sich auf einmal in eine vielzählige Verwandtschaft versetzt fühlten. Wie schön doch, daß die "Großfamilie" so gewachsen ist seit vielen Jahren! Der Abend dehnte sich bis 5 Uhr morgens aus. Trotzdem war jeder wieder fit am folgenden Tag im Kröller-Müller Park zu finden mit den guten Kunstwerken und der wunderschönen. Parkanlage. Im Museum selbst bewunderte man die Fülle der kostbaren Bilder. Verschiedene verweilten lange bei den Gemälden von Vincent van Gogh, von denen einige früher der Großmutter von Hans Wurfbain gehörten.

Am Nachmittag hatten Jaqueline und Bodo die Familie zum Tee in ihr Haus eingeladen (wo nachts 15 Jugendliche schliefen). Das Wetter gestattete es, daß man sich auch im Garten aufhalten konnte. Ein Foto zeigt über 20 Familienmitglieder nebeneinander auf der Balustrade sitzend, Kuchen essend, Tee, Kaffee oder Sherry trinkend (siehe Foto)

Hier ist auch die Stelle, wo Jaqueline und Bodo sich allerherzlichst und gerührt bedanken wollten für die vielen schönen Geschenke, die man mitbrachte, Blumen, Konfekt, schöne Bücher, ein selbstgemaltes Kästchen und mehr, sogar ein ganzes Kilo Marzipan wurde ihnen noch geschickt! Es war für sie ganz unvergeßlich!

Bleibt das Hoffen, daß wir uns alle gesund wiedersehen mögen in 2 Jahren!

Ursula Douqué-von Bruchhausen

Gesellschaftsabend

Der Gesellschaftsabend, durch unsere Veranstalter auf das Allerbeste im Motel-Restaurant "De Cantharel", unserem "Hauptquartier", vorbereitet, die Familie im festlichen Gewand an der großen, geschmückten Hufeisentafel, das Essen selber, die durch eine vierköpfige Kapelle durchgehend dezent gebliebene Tafel- und anschließende Tanzmusik, die bis in die frühen Morgenstunden unbeschwert angehaltene (und in den Zimmern teilweise noch fortgesetzte) Stimmung, WER wird sich nicht stets gerne dieses Abends erinnern!

In seiner Tischrede begrüßte Vetter Jürgen Brockhausen, als Vorsitzender, zuvor als anwesende Seniorin Cousine Marianne Bruchhausen und als anwesenden Senior unseren aus der DDR zu uns gekommenen Vetter Bernd Bruchhausen.

Ein stilles und herzliches Gedenken galt dem am 24.5. verstorbenen Vetter Bernhard von Mutius und seiner trauernden Familie.

Danach wurden die abwesenden Cousinen und Vettern mit unseren Grüßen und Wünschen bedacht, der anwesenden Jugend wurden herzliche Worte gewidmet. Der Schwerpunkt der Ansprache lag bei der Familie, als dem gesicherten Hort inmitten aller turbulent gewordenen Umwelt.

Die Damenrede wurde, als seine Premiere vor der Groß-Familie, vom Vetter Hans-Hubertus Brockhusen inhaltlich in Anlehnung an "Wilhelm-Busch" gehalten und verursachte vielbeklatschte Heiterkeit.

Jürgen v. Brockhausen

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN:   Mimi Lehner, Anne Wechmann, Ute, Jürgen, Joachim, Alexandra, Charlotte, Hans-Hubertus, Christoph, Carol, Claus, Friederike Holzer, Robert Holzer, Sigwina Frfr. von Geyso, Karin Frfr. von Malapert, G.-A. Frh. von Malapert, Karin von Sivers

V. BROCKHAUSEN:   Ingrid, Jürgen, Maria-Elisabeth, Joachim, Charlotte, Gerd, Marion, Jürgen, Marietta Adamietz, Reinhold Adamietz, Christine, Rainer Johannes

V. BRUCHHAUSEN:   Marianne, Bärbel, Regine, Franz, Jörg, Bernhard, Philipp, Marie-Luise, Henning, Friederike, Christiane, Thilo, Irene, Jobst, Katharina, Bernd, Clemens, Edda, Volkmar, 3 Kinder, Ingrid, Herbert, Iris, Margarete, Andreas Dohany, Ursula Douqué, Jacqueline Douqué, Bodo Douqué, Emilie Douqué, Axel Douqué, Patricia Douqué, Sylvia Douqué, Edith Sybrandy, Pieter Sybrandy, Eduard und Carola Sybrandy, Monique Wurfbain, Hans Wurfbain, Marc Wurfbain, 2 Söhne von Ulla, Bijvoet-Douqué

Familientag 1981 in Ludwigshafen/Freinsheim

 

Wappen 3d

Freitag, den 29. Mai 1981

Ab Nachmittag Anreise der Cousinen, Vettern und Sippen-Gäste per Flugzeug (Wagga-Wagga), Bahn, PKW, Wohnwagen in Ludwigshafen und Einrichten in den beiden Unterkünften "Excelsior" und "Park-Hotel". Dort Begrüßung ab 18 Uhr durch die Vettern Gerd und Jürgen II (Brockhausen) und sukzessiver Aufbruch zum "BASF-Feierabendhaus", zwecks erster, gemeinsamer Nahrungs- und Getränke-Aufnahme im Groß-Familienkreis.

An zwei langen Tafeln spiegeln (Küßchen links … Küßchen rechts …) herzliche Begrüßungs-Szenen die echte Wiedersehensfreude sämtlicher 35 "Verbands-Mitglieder" (ordentliche und außerordentliche) dieser ersten Abendbegegnung wider, die sich dort in verwandtschaftlicher Lebhaftigkeit bis ca. 23 Uhr auf die Freuden der kommenden Ereignisse (und Mit-Verwandte) einstimmen.

Samstag, den 30. Mai 1981

Pünktlich um 9.30, bzw. um 9.45 Uhr Abholung sämtlicher Teilnehmer per bequemen Reise-Bus von beiden Hotels und gemeinsame Weiterfahrt zum BASF-Hochhaus, dem Friedrich-Engelhorn-Haus, benannt nach dem Gründer ( 1865 BASF-Gründung) der ehemaligen Badischen Anilin und Soda-Fabrik und gleichzeitigem Ur-Urgroßvater von Jürgen I und Gerd Brockhausen, resp. Ur-Ur-Urgroßvater der nachfolgenden Generationen à la Jürgen II, Heinrich, Joachim.

In der großen Empfangshalle interessante und allgemeinverständliche Modell-Erklärungen des wahr-haft gigantischen Ludwigshafener Stammwerkes, das alleine in Ludwigshafen rund 51.000 Mitarbeiter beschäftigt, verteilt auf eine Grundfläche von 6,27 km2, auf denen 1.600 Gebäude (einschließlich der 300 chemischen Produktionsbetriebe ) untergebracht sind.

Ein anschließender Rundgang in 100 m Höhe, um die Cafeteria des Hochhauses herum, ergänzt die vorangegangenen Modell-Erkenntnisse und gewährt allen Besichtigern einen ebenso eindrucksvollen wie beeindruckenden "Vogelschau"-Überblick über das BASF-Gesamtwerk.

Eine fast 3/4 stündliche, anschließende Fahrt, kreuz und quer durch das Werksgelände, bestätigt aus der Bus-Perspektive fast alles bisher Gehörte und Gesehene. Um 11.30 Uhr Ende dieser hochinteres-santen Werksrundfahrt.

Weiterfahrt durch die Mai-Sonne der Pfälzer Landschaft, über Oggersheim, Maxdorf, Erpolzheim nach Freinsheim. Visuelles Wechselbad vom supertechnisierten Ende des 20. Jahrhunderts in die be-schauliche "heile Welt" einer Land- und Kleinstadt-Idylle des 15. Jahrhunderts. Von 12 bis 13 Uhr Stadtmauer-Rundgang unter der charmanten, individuellen Führung von Frau Bibinger, orts- und fachkundige Detailkennerin der bürgermeisterlichen "Residenz" ihres Ehemannes. Sehens- und ansehenswerte Kostbarkeiten mittelalterlicher Stilelemente sowie verspielte Kuriositäten, dem jeweiligen Zeitempfinden entsprechend restauriert. Kopfstein-Stolperpflaster, schmalhüftige Gäßchen, Spitzweg-Vorgärten … "Erlösung" hiervon ab 13.15 Uhr im vorgerichteten Gasthaus "Zum Musikantenbuckel" draußen am Städtchenrand, bei echt Pfälzer Schlachteplatte, Pfälzer Wein, Bier, Erfrischungsgetränken und später Kaffee und Streuselkuchen … bis 16.45 Uhr.

Dazwischen, in einstündiger Familienratswürde Wechselgespräche, Anregungen, Vorträge ordentli-cher und außerordentlicher Familienverbandsmitglieder, bis hin zur "Entlastung" aller "oberen Füh-rungskräfte" wie Schatzmeister, Vorsitzender, Schriftführer, Ehren- und Alt-Ehrenvorsitzender … Beschwingte Bus-Heimfahrt aller 44 Ausflugs-Teilnehmer gen Hotel-Unterkünften, zwecks Ausru-hens, Frischmachens, Umziehens bis hin zum Aufbruch zum Gala-Abend ab 20 Uhr im BASF-Feierabendhaus, der dort am Sonntag um 1. 15 Uhr sein (inoffizielles) Ende fand. Alle festlich gekleidet und erfolgreich im Wettbewerb mit der Hufeisen-Tafel im großen Ballsaal, ebenso hübsch geschmückt und beschmuckt. Sitzordnung nach Tischkarten, Essen nach Menükarte, Trinken ebenfalls à la carte, erträglich kurzgefaßte Tischreden, sowie eine wirklich amüsante Damen-Rede, in pfiffiger Vers-Form, vom Jungmann Thilo emotional-engagiert vorgetragen.

Als Kapelle fungierte Jürgens II installierte und durchaus harmlos aussehende Stereo-Anlage, aus der jedoch musikalische Orkan-Dröhneffekte bis unmittelbar an die Trommelfell-Zerreißgrenze im härtesten Rock-Zock-Rhythmus herausgeholt werden. Bewundernswert die akrobatische Kondition (und Konstitution) der aktiven Tänzer … ab 13 Jahren (Philipp!) bis ins hohe Zuschaueralter. Und lieblich war die Maiennacht ….

Sonntag, den 31. Mai 1981

Ab 10 Uhr Sammeln der treuesten Unentwegten im Hotel Excelsior, dessen Bar im 17. Stock leider verschlossen bleibt. Kurzentschlossene Umdisponierung auf das Ebertpark-Turmrestaurant. Schattige Sonnenterrasse - grüner Rasen - Wasserfontäne - Blumenbeete - Berliner Weiße - kalte Ente - Säfte - Wässerchen - fröhliche Gesichter - Wohlbefinden - Abschiedsschmerz - Sommer-Sympathiebeteuerungen - Wiedersehensversprechungen - Abschiedstränen - hochsommerliche Schweißtröpfchen . .

wie schön

daß wir

uns wiedersehn

am grüüüünen Strand

der Spree - he - he …

1984 in Berlin … 3 Jahre ge- und erwachsener !!!

So vergnügt, gesund, sippenfreundlich und mindestens ebenso zahlreich wie wir uns am Sonntag, 31. Mai 1981 gegen 12.30 Uhr voneinander verabschiedet haben.

Gerd von Brockhausen

Familientag 1984 in Berlin

 

Wappen 3d

Mitgliederversammlung 1984 in Berlin

1) Der Vorsitzende eröffnet am 2.6.84 um 15 Uhr die Mitgliederversammlung "mitten auf dem Wannsee" auf einem Ausflugsdampfer.

2) Zunächst wird die Beschlußfähigkeit durch Anwesenheit von 27 stimmberechtigten Cousinen und Vettern festgestellt.

3) Der Mitgliederversammlung wird der Rücktritt vom bisherigen Vorsitzenden (Jürgen Brockhusen) sowie die kommissarische Einsetzung von Henning Bruchhausen erklärt.

4) Mitgliederstand: der Vorsitzende hat die Freude, zwei neue Familienverbandsmitglieder begrüßen und vorstellen zu dürfen:

Ulla Bijvoet-Douqué aoM

Hermine von Bruchhausen oM

(siehe N.-Bl. 41)

Der neue Mitgliederstand sieht somit wie folgt aus:

Brockhusen Brockhausen Bruchhausen

Mitgl. 32 29 115

oM 18 16   41

Gesamt = 176 Mitglieder, davon 75 ordentl. Mitglieder.

Sodann bittet der Vorsitzende die Anwesenden, sich zu Ehren der 1981-83 verstorbenen Familienmitglieder zu erheben und freut sich gleichzeitig, die in demselben Zeitraum durch Geburt hinzugekommenen Jung-Vettern- und -Cousinen begrüßen zu dürfen.

Dann wird kurz über vergangene Regionaltreffen berichtet, verbunden mit dem Dank an die Organi-satoren und der Hoffnung auf weitere, für den großfamiliären Zusammenhalt so überaus wichtige Veranstaltungen dieser Art!

Der Dank des Vorsitzenden richtete sich im folgenden an Jürgen …hausen für die Aktualisierung des Anschriftenverzeichnisses sowie für das Verfassen einer Denkschrift zur Feier des 100-jährigen Bestehens des Familienverbandes.

Sein ganz besonderer Dank jedoch gilt den Berliner Gastgebern, die uns allen diesen Familientag überhaupt erst ermöglicht haben und mit unendlich großer Mühe und ebenso großer Liebe das Wochenende in allen Einzelheiten vorbereitet hatten!

Spontan schließt sich die Vollversammlung durch langanhaltenden Applaus diesen Worten an!

Ein Buch wird herumgereicht, gestiftet von Cousine Sigwina von Geyso. Es behandelt die Maler der "Berliner Sezession" und beinhaltet auch Beiträge unseres Vetters.

Es folgt der verwaltungstechnische Teil der Tagesordnung: Der Kassenbericht von Heinrich …hausen (Schatzmeister). Im Hinblick auf die allgemein zufriedenstellenden Kontensalden und auf den bestehenden Forderungsüberhang schließt Vetter Heinrich auf effektiv bestehenden Zahlungswillen aller Verbandsmitglieder, die jedoch von ihrem (mitunter) "schwachen Fleisch" an den termingerechten Beitragsüberweisungen gehindert werden. Hierbei galt den Spendenwilligen ganz besonderer Dank!

Der positive Gesamteindruck dieses Ist-Zustandes veranlaßt den Schatzmeister zu dem Vorschlag, die Beiträge nicht zu erhöhen!

Gleichzeitig wird - übereinstimmend - die Kostenübernahme für das trockene (!) Gedeck am Abend in Höhe von 50 %, beschlossen.

Auf Antrag entlastet die Mitgliederversammlung den Schatzmeister am Ende seines Berichtes.

Als nächster berichtet der Schriftleiter, Jobst Bruchhausen, von seiner Arbeit und bittet um mehr Beiträge für das Familienblatt, wobei er die Bedeutung dieses Mitteilungsblattes für den Verband und seine Mitglieder hervorhebt. Der Vorsitzende dankt Jobst für seine Arbeit und für seinen Einsatz.

Schriftführer Franz Bruchhausen stellt einen selbstentworfenen Stammbaum vor, den die Mitglieder gegen Zahlung eines kleinen Kostenbeitrages käuflich erwerben können. Dieser mit viel Mühe und Präzision ausgearbeitete Stammbaum findet regen Zuspruch.

Es kommt dann zur Wahl des Vorstandes. Wahlleiter Jürgen …hausen dankt dem bisherigen Vorstand für die geleistete Arbeit und stellt den Antrag auf Entlastung. Die anwesenden Mitglieder entlasten den Vorstand einstimmig. Für den neuen Vorsitz vorgeschlagen: Henning Bruchhausen. Dieser Vorschlag wird ebenfalls einstimmig angenommen. -

Als nächster Punkt der Tagesordnung wird die Frage nach dem Austragungsort des Familientages 1986 erörtert. Vorgeschlagen, bzw. diskutiert werden

a) Bad Bentheim, b) der Schwarzwald, c) Würzburg.

Im 1. Wahlgang erhalten Bentheim und Würzburg je 17 Stimmen, der Schwarzwald lediglich 2 Stimmen. Im 2. Wahlgang wird Würzburg nunmehr mit 19 Stimmen gegen Bentheim (16 Stimmen) als Tagungsort für 1986 gewählt.

Im Zuge dieser Wahl avisiert Jürgen -hausen für Mitte Mai 1985 ein Regionaltreffen in Bentheim. -

Es folgt ein Rückblick auf die letzten 100 Jahre, die seit Gründung des Familienverbandes vergangen sind. Für jeden von uns anhand der vorliegenden Denkschrift nachvollziehbar und nachlesbar.

Zum Abschluß verliest der Vorsitzende eine reizende Grußadresse von Cousine Gerda Brockhusen, Milano, gerichtet an alle Anwesenden.

Um 16.30 schließt der Vorsitzende die Mitgliederversammlung.

Hubertus v. Brockhusen

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN:   Marie-Luise, Adelheid von Mutius, Marie Lehner, Anne Wechmann, Sigwina Frfr. von Geyso, Claus-Michael, Carol Jean, Christine Jean, Carla Maria Jean, Jürgen-Adrian, Ute, Alexandra, Hans-Hubertus, Hans-Hartmut, Alexandra Patrizia

V. BROCKHAUSEN:    Jürgen, Ingrid, Bettina, Heinrich, Brigitte, Gerd, Charlotte, Jürgen, Marietta, Christine

V. BRUCHHAUSEN:   Herbert, Ingrid, Iris, Klaus-Henning, Margarethe, Ulla Bijvoet-D., Louk Bijvoet, Ludo Bijvoet, Radboud Bijvoet, Bodo Douqué, Jacqueline Douqué, Monique Wurfbain, Edith Douqué, Editha Becker, Ilse Mähl, Klaus-Rüdiger Mähl, Patricia Mähl, Evelyn Mähl, Bernhard, Herta, Marianne, Bärbel, Franz, Regine, Birgit, Jörg, Bernhard, Philipp, Gisela, Henning, Marie-Luise, Friederike, Christiane, Thilo, Edda, Jobst-Henning

Familientag 1986 in Würzburg

 

Wappen 3d

Am 9. Mai kamen wir in Würzburg an. Wir Kinder sollten bei der Familie Aufderhaar übernachten, meine Eltern im Hotel. Am ersten Abend war Sitzung (im Weinkeller!) für die Erwachsenen und wir blieben daheim.

Am zweiten Abend war großes Essen und Ball in einem Hotel.

Es war 19.30 Uhr im Hotel Wittelsbacher Höh. Die Erwachsenen (Damen) in langen Kleidern, Män-ner in schwarzen Anzügen tranken Sekt, wir Kinder bekamen Orangensaft. Ein Mann baute seine "One Man Band" auf. Dann gab es Essen. Evelyn, Alexa und ich hatten die Hauptspeise abbestellt und rannten lieber nach draußen, um ein bißchen zu spielen. Nach einer Weile kam Dorothee und der kleine Phillip zu uns. Dorothee erzählte uns ganz aufgeregt, daß unsere holländischen Verwandten mit Erbsen werfen würden, und schon ein Glas zerbrochen sei. Und das höchste dabei wäre, daß ihr Bruder einfach mitmachen würde! Ich schlug ihr vor, doch ebenfalls mitzumachen, doch da antwortete sie: "Nee, das geht leider nicht! Meine Eltern haben uns extra gesagt, daß wir uns gut benehmen sollen, sonst müßten sie sich für uns genieren!"

Dann flüsterte uns Phillip zu: "Kommt schnell, wir müssen das Geheimnis finden." Wir gingen mit ihm und drinnen hielt Henning grade eine sehr ernste Rede. Danach blieb ich gleich dort, denn jetzt wurde das Eis serviert. Das hat vielleicht geschmeckt! Danach hielt Bernhard eine Damen… oh, Entschuldigung, eine Rede über Damen, und als er einmal nicht mehr weiter wußte, schrie der kleine Phillip: "Jetzt hat er sich verredet!

Bernhards Bruder, Philipp, nahm diese Rede mit Kopfhörern auf. Dann gab uns Heinrich Rosen für alle anwesenden Mütter, denn ab 24 Uhr begann der Muttertag. Nach einer allgemeinen Rosen-Polo-naise wurde dann zu den Klängen der "One-Man-Band" getanzt, was großen Spaß gemacht hat! Evelyn und ich haben uns die Schritte von Patricia erklären lassen. Nur Samba konnten wir nicht. Später wollte Evelyn einen Schluck Wein, damit sie nicht einschläft. Doch ihre Mutter holte ihr nur ein Glas Orangensaft. Ich fand diesen Familientag superphantastischdromedarischtoll und würde so etwas am liebsten jeden Tag mitmachen!

Katharina von Bruchhausen

Freitag, 9. Mai

19.50 Uhr Treffpunkt Frankonia-Brunnen am Residenzplatz, Weinprobe bis 23.30 Uhr!

Samstag, 10. Mai

10.00 Uhr Besuch der Festung Marienberg mit Besichtigung des Main-Fränkischen Museums (Tilman-Riemenschneider-Skulpturen) Anschließend Mittagessen

16.00 Uhr Sitzung des Familienverbandes im Hotel "Wittelsbacher Höh". (Kaffee und Torten!)

19.30 Uhr Festabend an festlich dekorierter Tafel im Hotel "Wittelsbacher Höh", bis …

Sonntag, 11. Mai

11.00 Uhr Ausklang auf der Weitsichtterrasse des Hobel "Wittelsbacher Höh"

Protokoll Mitgliederversammlung

Top 1

Um 16.15 Uhr begrüßte Familienoberhaupt, Vetter Henning, die versammelten Bruch- und Brockhäuser. Namensträger derer von und zu -husen glänzten durch Abwesenheit.

Per Weitwinkelblick entlang des Tisches wurde vom Vorsitzenden, Vetter Henning, die Beschlußfä-higkeit der Versammlung festgestellt. Trotz des nach dieser ersten Formalitätenhürde einsetzenden Tumultes bei der Bestellung von Kaffee und Kuchen, ging man direkt auf Top 2, dem Bericht des Vorstandes über.

Top 2

Regionaltreffen 1985 in Bad Bentheim:

Von Berlin bis München waren Abordnungen eingetroffen, und nur einer global-galaxisch denkenden Familie, wie der unsrigen, kann man das dort Geschehene und Erlebte noch als "Regionaltreffen" verkaufen. Stehende Ovationen der Großfamilie für diese Veranstaltung verleiteten Vetter Jürgen -hausen zu einer "Zugabe". (s. Top 5)

Personalentwicklung (Originalton Vorstand)

Glücklicherweise haben und hatten wir keine Todesfälle zu beklagen. Der diesjährige (noch zu schaffende!) "Zuchtpreis" geht eindeutig an die Brockhäuser aus Bad Bentheim, die sich mit 2 weiteren Söhnen nachhaltig von dem Geburtenmittelfeld absetzen konnten.

Familienblatt

Großes Lob für Vetter Gerd, den Chefredakteur. Zwar konnte auch er die Familienblatt-Auflage nicht erhöhen (Wie denn auch?), aber sie wird interessiert gelesen. Gelungene Wortkombinationen, bis hin zu -kreationen und liebevolle Provokationen, gepaart mit der Bereitschaft zu kompromißlosen journalistischen Recherchen, heben unser Blatt weit über das Niveau üblicher Familienblätter hinaus. Wir alle sind dankbar für Vetter Gerds humoristische bis kritische Begleitung unseres Familienverband-Alltags.

Top 3

Bericht des Schatzmeisters:

Mit einer gelungenen, unappetitliche Assoziationen weckenden, verbalen Kür eröffnete Vetter Hein-rich -hausen durchaus geschickt seine diesjährige Partie gegen die notorischen Nichtzahler! DM 2.960.-* sind wahrhaftig frustrierend für einen Schatzmeister! Doch mit neuester Inkasso-Technologie wird dem Schlendrian fortab Einhalt geboten (toi toi toi). Mittels Bankeinzugsverfahrens soll nun den Mitgliedern bei der jährlichen Mitgliedsbeitragszahlung Dispositionshilfe gewährt werden. Doch trotz dieser bestürzenden Nachrichten war es beruhigend, zu hören, daß der Familienverband mit DM 8.703,- auf diversen Konten noch nicht am Rande der Liquiditätskrise sieht!

*Außenstände

Berliner Sezession:

Schriftführer Franz hat in mühevoller Arbeit Bilder von Theo -husen fotografiert und in einem Ordner zusammengestellt. Vetter Theo wird auch "der Gogh der Mark" genannt. Es wurde darauf hingewiesen, daß dieser Ordner keine vollständige Zusammenstellung der Werke des Meisters ist. Die Auswahl der hier gezeigten Bilder entstammt dem Besitz von Cousine Sigwina.

Top 4

Entlastung des Vorstandes

Vetter Jürgen -hausen (BB = Bad Bentheim) dankte im Namen der Mitglieder dem Vorstand für seine geleistete Arbeit und bat um Entlastung des Vorstandes, was einstimmig geschah. In einem zweiten Wahlgang wurde der alte, bzw. bisherige Vorstand (ebenfalls einstimmig) wiedergewählt.

Top 5

Nächstes Familientreffen:

Bad Bentheim ist als potentieller Großfamilientreff insofern noch interessanter geworden, als Vetter Heinrich -hausen das Nachbarhaus (incl. großem Grundstück) direkt neben dem Haus seiner Eltern bezogen hat! Die Regionaltreffen sollten nach Meinung aller Anwesenden fester Bestandteil des Großfamilien-Geschehens werden.

Vetter Clemens und Cousine Eva Bruchhausen machten daraufhin den attraktiven Vorschlag, sich 1987 regionaltreffend in der Provençe zusammenzurudeln. Pensionen, Gasthöfe usw. könnten ggf. organisiert werden, doch liegt dort die Preisgrenze wesentlich höher, als beispielsweise in Würzburg! Als Terminvorschlag wurde der September als dort schönste Jahreszeit genannt. Mindestdauer aller-dings 1 Woche, incl. Anfahrt. Zu dieser evtl. Veranstaltung soll, bei effektivem Interesse, noch eine gesonderte Information folgen. Termin bitte schon einmal vorbuchen. Koordination (Bus, Zug oder Konvoi)wird von Vetter Joachim -hausen übernommen.

Vetter Bernd und Cousine Hildegard Kriebitzsch haben sich dankenswerterweise dazu bereit erklärt, den Familientag 1988 in Neuenburg/Oldenburg zu organisieren und auszurichten.

Top 6

Anträge:

Vetter Jürgen -hausen (BB) hat sich netterweise dazu bereit erklärt, eine neue, aktualisierte Adressenliste aller Mitglieder auszuarbeiten. Es wird darum gebeten, ihn durch prompte Rückmeldungen in seiner Arbeit zu unterstützen. Wobei das relative Promptverständnis aller lieben (!) Cousinen und Vettern ausnahmsweise in diesem Fall auf den Januar 1982 (Einsendeschluß) limitiert wird.

Es wurde eine neue Familienchronik mit Bildern und Anwesenheitsliste eingeführt, bzw. vorgestellt. Beginn der Chronik ist der Familientag 1984 in Berlin.

Unser Chefredakteur bat und bittet um Beiträge fürs "Blättchen"! Spontan meldeten sich 2 Cousinen und 2 Vettern, die bis spätestens Oktober 1986 ihre Beiträge einsenden "wollen". (Hoffentlich geschieht dies noch bis zur Drucklegung dieser Ausgabe.) Es soll bei dieser Gelegenheit erneut hervorgehoben werden, daß pro Beitrag an Jungautoren (bis 25) DM 50.- als Honorar vergütet werden. Diese Vergütung erfolgt für Beiträge, die mindestens eine "Länge" von 2 Maschinenseiten nachweisen sollten. Für kürzere Beiträge reduziert sich das Honorar proportional.

Vetter "Paul" -husens Fortsetzungs-Bestseller findet unvermindert reges Interesse bei seiner Leser-schaft. Allerdings vergrößert sich die Schar derer, die eine kürzere Fassung präferieren würde. Ein-deutig im Vordergrund sieht hierbei der Wunsch und Wille, das Ende dieser Life-Story noch miterle-ben zu dürfen. Dicht gefolgt von der (berechtigten) Sorge anderer Publikationswilliger, daß deren späteren Veröffentlichungen evtl. der Ruch des schon einmal Geschriebenen (oder Gelesenen) anhaften könnte.

Um 17.25 Uhr endete die Familienversammlung.

Joachim Brockhausen

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN:   

Sigwina von Geyso

V. BROCKHAUSEN

Ingrid

Charlotte

Brigitte

Maria-Elisabeth

Jürgen I

Gerd

Jürgen II

Heinrich

Joachim   

V. BRUCHHAUSEN

Marianne

Bärbel

Regine

Franz

Jörg

Bernhard

Philipp

Birgit

Edda

Irene

Jobst

Alexa

Volkmar

Carla-Maria

Esther-Beatrice

Klaus Henning

Margarete

Philipp-Henning

Henriette Aufderhaar

Dieter Aufderhaar

Ulla Bijvoet-Douqué

Louk Bijvoet

mit zwei Kindern

Jaqueline Douqé

Emilie Douqé

Axel Douqé

Carola Douqé

Marie-Luise

Henning

Christiane

Thilo

Editha Becker

Ilse Mähl

Claus Mähl

Evelyn Mähl

Patricia Mähl

Eva

Clemens

Ernst Joachim Dohany

Ilse Susanne Dohany

Bernhard

Hertha

Bernd Kriebitzsch

Hildegard Kriebitzsch

Familientag 1988 in Neuenburg

Wappen 3d

Protokoll

zur 15. Sitzung des Familienverbandes in Neuenburg

Anwesenheit: 35 Beginn: 16.10 Ende: 17.40 Uhr

1. Begrüßung der Anwesenden durch den Vorsitzenden und Übergabe des Wortes an die Ehrenvorsitzende Uschi Douqué-von Bruchhausen.

2. Uschi übergibt die Krawattennadel, die schon Onkel Georg anläßlich seines Ehrenvorsitzes über-reicht worden war, unter dem Beifall der Anwesenden an Vetter Jürgen Bentheim.

3. Der Vorsitzende stellt anhand der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder die Beschlußfähig-keit fest und läßt über die Genehmigung des Protokolls der 14. Familien-Versammlung abstim-men. Diese wird erteilt.

4. Bericht des Vorstands

4.1 Bericht des Vorsitzenden:

a) Mitgliederstand: keine Abgänge.

Zugänge: Geburt von Neele Margarethe Kriebitzsch.

Aufnahme von: Hildegard und Henrich Epe und Armgard Büchler

Besonders hervorzuheben: der 95. Geburtstag unserer Cousine Elisabeth Dohany

b) Kurzer Bericht über eine Provençe-Reise von 6 Bruchhausens zu Clemens Bruchhausen in Cabrierès.

4.2 Bericht des Schriftleiters:

Jürgen Bentheim, der dankenswerterweise kommissarisch das Amt des Schriftleiters übernommen hatte, gibt bekannt, daß er für die Neuwahl in dieses Amt nicht zur Verfügung steht.

Trotzdem ruft er alle Mitglieder zu Beiträgen für das Nachrichtenblatt auf. Außerdem bietet er noch 7 Familiengeschichten, 25 Adressenlisten und frühere Nachrichtenblätter an.

Vetter Jürgen II (Ludwigshafen) bietet zusätzlich Stammtafeln zu DM 30,- an.

4.3 Bericht des Schatzmeisters:

Jürgen Bentheim entschuldigt das Fernbleiben des Schatzmeisters Heinrich und gibt stellvertre-tend den Kassenbericht.

Kassenstand von 02.05.88 DM 6.189,84

davon Sparkonto DM 4.442,27

Außenstände DM 1.940,--*)

Ausgaben: Nachrichtenblatt, usw. DM 1.113,74

Adelsblatt DM    219,-

*) Da die mangelnde Zahlungsmoral wohl mehr auf Vergeßlichkeit zurückzuführen ist, wird das Einzugsverfahren vorgeschlagen. (Ein Beschluß dazu lag schon einmal vor, wurde bisher jedoch noch nicht durchgeführt)

4.4 Bericht des Schriftführers:

Franz bietet an, eine erweiterte Auflage der Familiengeschichte zu erarbeiten. Eine neuerliche Aufnahme in das Handbuch des deutschen Adels sei wohl noch verfrüht.

Bernd Köthen besitzt noch einen Koffer mit alten Familienphotos und bietet Kopien und eine Meißener Vase mit Wappen an.

5. Kassenprüfung

Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen.

6. Entlastung und Wahl des Vorstandes

Jürgen Bentheim dankt dem Vorstand für die geleistete Arbeit und beantragt die Entlastung, die auch erteilt wird.

Da sich die bisherigen Vorstandsmitglieder bereit erklärt hatten, ihre Ämter weiterhin wahrzu-nehmen, und kein Gegenvorschlag vorlag, wurde der bisherige Vorstand bei 3 Enthaltungen wiedergewählt. Er setzt sich, wie folgt, zusammen:

1. Vorsitzender: Henning von Bruchhausen

2. Vorsitzender: Jürgen von Brockhusen

Schriftführer: Franz von Bruchhausen

Schatzmeister: Heinrich von Brockhausen

Zum Schriftleiter wurde Volkmar von Bruchhausen bestellt.

Dem Beirat gehören nunmehr folgende Familienmitglieder an:

Marie-Luise von Brockhusen, Ingrid von Brockhausen (neu), Clemens von Bruchhausen, Joa-chim von

Brockhausen, Klaus von Bruchhausen.

Zu Kassenprüfern wurden Jobst von Bruchhausen und Joachim von Brockhausen bestimmt.

7. Tagungsort 1990

Von Heidi wurde ein Feriendorf des Deutschen Erholungswerkes in Todtnau im Schwarzwald vorgeschlagen. Es handelt sich dabei um einzelne Häuser, die 6 Schlafgelegenheiten bieten und pro Tag/Haus DM 37,- kosten. Dazu kommt die Endreinigung zu DM 38,--/Haus und der Strom-verbrauch. Außerdem besitzt das Haupthaus 8 einzelne Zimmer, die pro Bett incl. Bettwäsche DM 18,--/16,-- mit/ohne Balkon kosten. Dieser Vorschlag fand die einhellige Zustimmung der Versammlung.

Als Alternativen wurden Düsseldorf und Amsterdam genannt. Der Vorstand wurde, sollte Todtnau aus irgendwelchen Gründen nicht verfügbar sein, ermächtigt, einen anderen Tagungsort zu beschließen. Antrag von Bodo: wegen des Fernbleibens einiger Jungfamilien soll die Attraktivität des Familientages gesteigert werden. Es wurde eine Kommission aus Bodo, Marion, Berndt Kr. und Bernhard gebildet. die entsprechende Vorschläge für 1990 erarbeiten soll.

8. Bernd Köthen besitzt den Nachlaß von August von Bruchhausen, den er dem Familienarchiv nach vorheriger Rücksprache mit Elisabeth von Waldow zur Verfügung stellen will.

9. Weiterhin wurde vorgeschlagen, Ahnenbilder zu sammeln, evtl. eine Ausstellung zu organisieren und Reproduktionen anzubieten. Ansprechpartner: Franz. Weiterer Vorschlag: Filme von früheren Familientagen bei nachfolgenden Familientagen vorzuführen.

10. Berndt Kriebitzsch hält ein interessantes Referat über die Gegend und seine Tätigkeit im Forstamt Neuenburg.

Familientag 1990 in Todtnau

 

Wappen 3d

Obwohl dieser Familientag der teilnehmerstärkste in unserer ganzen Familiengeschichte bisher war, hatte sich doch niemand bereit erklärt, auch davon zu berichten - leider!

Intensive Planungen gingen diesem Ereignis voraus: Cousine Heidi hatte für uns ein ganzes Feriendorf im Schwarzwald zu sagenhaft günstigen Bedingungen gebucht, in einer der schönsten Fereinkandschaften Deutschlands.

Heidi aus Marzell, Philipp aus Berlin, Marion aus Ludwigshafen, Bodo und Jaqueline aus Apeldoorn machten bereits ein Jahr vorher die weite Reise nach Todtnau, um diesen Familientag vorzubereiten und ein ansprechendes Programm dafür zu gestalten. Bis ins letzte Detail wurde dann alles von Heidi "durchorganisiert”, damit alles reibungslos vonstatten gehen konnte.

Die Resonanz auf ihre Einladung belohnte sie für ihre Mühe: fast 80 Familienmitglieder kamen zu diesem Familientag!

Der große Höhepunkt war zweifellos die Familienrallye, die Philipp sich ausgedacht hatte und die von ihm und Jürgen auf dem weitläufigen Gelände des Knöpflesbrunnen bestens vorbereitet wurde. Jung und alt waren in ihrer Geschicklichkeit und mit ihrem Wissen gefordert. Die Auflösung und die Siegerehrung waren ein besonderer Spass und es herrschte die einhellige Meinung, dass man so etwas unbedingt beim nächsten Mal wiederholen müsste.

Natürlich fehlte auch ein Ausflug mit dem Boot auf dem Titisee nicht, und alle unermüdlichen Tänzer kamen ebenfalls beim Festlichen Abend auf ihre Kosten.

Dies war ein Familientag, von dem noch viele, die damals dabei waren, als dem schönsten in der langen Reihe unserer Familientreffen sprachen - ein Kompliment, das ganz besonders dem Team der Organisatoren gilt.

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHUSEN

Hans-Hartmut

Mechthild

Jürgen

Ute

Ingrid

Marie-Luise

Heidi

Ludwig

Boris

Hildegard Epe

Heinrich Epe

Sigwina von Geyso

V. BROCKHAUSEN

Jürgen I

Ingrid

Joachim

Sabine

Maria-Elisabeth

Gerhard

Charlotte

Jürgen II

Marion

Anne

Silke

Thilo

Marietta

René

Rainer

Christine

Tina

Brigitte

Michael

Thomas 

V. BRUCHHAUSEN

Klaus-Henning

Margaretha

Philipp-Henning

Marianne

Bärbel

Regine

Franz

Jörg

Bernhard

Antonia

Philipp

Birgit

Jobst

Nina

Alexa

Bernd

Herta

Uta Steiniger

Kerstin

Elke Franke

Bettina Franke

Christian Franke

Volkmar

Carla-Maria

Christoph

Bodo Douqué

Jaqueline Douqué

Emilie Douqué

Axel Douqué

Gwendolyn Douqué

Edith Douqué

Eduard Douqué

Elice Douqué

Monique Douqué

Edgar

Marie-Luise

Henning

Christiane

Thilo

Eva

Clemens

Alix

Bernd Kriebitzsch

Hildegard Kriebitzsch

Almuth Buschbom

Grethi Zink

Familientag 1992 in Bad Bentheim

 

Wappen 3d

Eindrücke mit niederländischer Würze vom Familientag 1992

Ankunft in Bentheim

"Was scheint der Weg nach Bentheim länger als sonst", bemerkt eines der Kinder. Wir scheinen tat-sächlich beinahe schon in Münster zu sein. Zurück in Richtung Bentheim wird der Weg von allerlei familiären Gesichtern angezeigt. Es sieht aus, als ob wir in Bad Brockhausen gelandet sind! Na end-lich sind wir da.

Hetlage 12: ein paradiesischer Garten voll mit -hausens und - husens und Außerordentlichen. Herzlich werden wir von unsern Gastgebern und den anderen Anwesenden begrüßt. Obwohl einige bekannte Gesichter fehlen, wird es ein sehr gemütliches Beisammensein. Fröhliches Geplauder bei Bier, Wein, Bowle und herrlichem Essen, wobei Bettina sogar an die Vegetarier gedacht hat. Bei Fackellicht sitzen wir an voll besetzten Tischen bis spät in die Nacht. Bei den Klängen von Gitarren singen einige von uns Lieder. Die Kinder spielen auf Bäumen, sitzen auf Schaukeln und amüsieren sich mit den jungen Kaninchen, die Heinrich auch noch organisiert hat.

Am nächsten Morgen

Zum erstenmal seit Jahren kommen wir sogar zu der Zusammenkunft zu früh. Einig nennenswerte Punkte sind:

- die interessante Mittelfelde-Geschichte

- der Ab- und Antritt des Vorstands

- der "Familienverband-anderer Stil"

Besonders muß die viele Arbeit von dem Vorstand erwähnt werden.

Am Mittag

Zu bekannt mit dem Fahrrad, lassen wir uns dieses Mal in einem Planwagen mitnehmen. Eine lange Reihe Radfahrer jeden Alters fahren vor und hinter uns. Was für eine Erfahrung für uns Stadtmen-schen, das Fahren durch Wald und Wiesen. Die unermüdlichen Hafflinger werden von links und rechts von neugierigen Pferdegenossen begeistert begrüßt. Im Planwagen haben wir ein kleines Problem. Ein bitterlich weinender Jungen muß getröstet werden. Er wäre nämlich viel lieber auf einen Fahrrad gesessen, aber jemand hat seinen Platz eingenommen! Nichts kann ihn trösten. Wir können ihn endlich dazu überreden auf dem Kutschbock zu sitzen. Das ist vielleicht doch noch eine interessante Alternative, nicht wahr? Es scheint ein mehr als ausreichender Trostpreis zu sein: er ist nicht mehr von dem Kutschbock herunterzukriegen. Später als wir, schon hungrig, die Autobahn ?berqueren und ein Tankwagen vorbeifährt, ruft Clemens: "Ha, da kommt die Suppe" .

Etwas später steht wirklich jeder mit einem Teller Suppe in den Händen auf einem romantischen Picknick-Platz im Wald, durstige Radler verschnaufen auf den Bänken, dort hingestellt durch den "Partyservice" Brockhausen.

Auf dem Nachhauseweg müssen wir Älteren doch auf die Räder steigen, da die Jugend unsere Plätze im Wagen in Beschlag genommen hat. Wir folgen einer traumhaften Straße, die zum Glück für uns Flachländer hügelabwärts geht.

So ein gemeinsames sportliches Erlebnis gibt uns ein Gefühl der Verbundenheit.

Am Abend

Die sportliche Kleidung wird mit Abendkleidung vertauscht. Nach einem Begrüßungscocktail auf der Terrasse des Niedersächsischen Hof verteilen sich die Familienmitglieder auf die verschiedenen Tische. Eine Ecke ist für die Jugend reserviert, die sich nach jedem Gang schnell im Schwimmbad erfrischt.

Der "frischgewählte" Vorsitzende bringt einen Toast aus und erwähnt eine Anzahl der Abwesenden: Tante Marianne, Gerd und Charlotte und Jaqueline. Mit uns allen ist er sehr froh über die Anwesenheit von Jürgen, der, trotz allem, sehr gut aussehende "Ruhepunkt des Familienverbandes", und dann bietet Ludwig uns eine "außerordentliche" Damenrede. Was können wir, Damen, da noch hinzufügen!

Die Musik wird lauter und es wird getanzt und mitgesungen. Jung und alt werden wahnsinnig aktiv. Einige bleiben sprühend vor Energie, swingen bis spät in die Nacht.

Von jedermann Abschied zu nehmen ist leider nicht geglückt. Darum schließen wir mit einem Ab-schiedsgruß an all diejenigen, denen wir nicht Lebewohl sagen konnten.

Ganz besonders danken wir unseren Gastgebern Bettina und Heinrich für ihren großen Einsatz, um uns solche angenehme Tage miteinander zu bereiten.

Für uns waren diese Familientage ganz besonders, weil unsere Mutter nicht mehr dabei sein konnte. Wir sind froh, daß wir durch sie so eine liebe Familie kennengelernt haben und hoffen, daß wir auch in der Zukunft an vielen Familientagen teilnehmen können.

With compliments Monique, Patricia, Edith

Familientag 1994 in Kiedrich

 

Wappen 3d

Als mich Volkmar bat, einen Bericht über den Familientag in Kiedrich zu schreiben, wußte ich zu-nächst nicht so recht, womit ich anfangen sollte, denn es waren schöne und ereignisreiche Tage, in denen jedem einzelnen der für mich zunächst noch unbekannten "Großfamilie" so viel Schönes so-wohl für den Geist als auch für das leibliche Wohl geboten wurde. Wollte ich alle durch Volkmar und Ulrike uns gebotenen Programmpunkte ausreichend würdigen, würde dies den Rahmen eines Kurzberichts im Familienblatt sprengen. Also versuche ich die Höhepunkte, soweit man dies ?berhaupt sagen kann, für alle, die dabei waren und diejenigen, die nicht dabei sein konnten, kurz zu skizzieren.

Es fing an mit dem Kaffeetrinken im Nassauer Hof, einem gemütlichem Hotel, in dem zunächst die eintreffenden Familienmitglieder begrüßt und die neuesten Ereignisse ausgetauscht wurden. Einige kannte ich durch meine 13jährige Freundschaft mit Iris bereits persönlich, mit den anderen kam man schnell ins Gespräch dank der Herzlichkeit, mit der ich bzw. wir als nun endlich verheiratetes Paar empfangen wurden. Abends dann ein rustikales Essen, bei dem sich die nachmittags geführten Unterhaltungen fortsetzten und teilweise bis spät in die Nacht gemütlich "gequatscht" wurde.

Unser kleiner Höhepunkt war ein abendlicher langer Spaziergang - mit unserem damals noch leben-dem Hund Trulla - durch die Weinberge der Umgebung.

Am Freitag die unvergeßliche Führung durch das Schatzkästlein der Gotik, der St. Valentinuskirche in Kiedrich. Walter Bibo, nebenamtlicher Organist der Kirche, brachte allen Anwesenden die Geschichte der Kirche mehr als anschaulich bei. Seine Frage nach dem Gedenktag des hl. Antonius des Eremiten konnte ich allerdings wider Erwarten ohne Probleme beantworten. Direkt von der Kirche aus ging es los zu einem schönen Spaziergang durch die Weinberge zur Burgruine Scharfenstein; hier zeigten sich auch die älteren Familienmitglieder als außerordentlich konditionierte Wanderer. Oben dann Grillen, Toben der Kinder, Gespräche.

Abends das große Festessen.

Am Samstagmorgen Aufbruch bei schönem Wetter zur großen Rallye durch den wunderschönen Rheingau; ein unvergeßliches Erlebnis. Hier nochmals Dank an Volkmar und Ulrike, die es verstanden haben, allen die Landschaft, die sehenswerten Dörfer und Schlösser mit ihrer Kultur nahezubringen und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß jeder mit Eifer und Spaß an der Lösung der gestellten Aufgaben "arbeite". Denn teilweise war wirklich "harte Arbeit" zu leisten, man denke nur an das abverlangte Zeichentalent, das Erforschen so vieler Kirchen und das Auflisten der Weinfeste und Rebsorten/Hanglagen. Den einen oder anderen Mitstreiter sah man dann auch beim Probieren der köstlichen "Hanglagen" die es aufzuschreiben galt. Trotz der "Konkurrenz" der einzelnen Gruppen kam es immer wieder zu lustigen Begegnungen (u.a. im Gasthof neben der Kirche), wo doch eigentlich Fragen der Kirchengeschichte zu beantworten waren.

Als krönender Abschluß der Ausklang mit Siegerehrung im Kloster Eberbach. Am letzten Tag, dem Sonntag, die Sitzung des Familienverbandes und dem anschließenden Familienfoto. Nach dem Besuch des Hochamts mit gregorianischem Choral in der Kiedricher Kirche dann Verabschiedung von den einzelnen Familienmitgliedern.

Insgesamt ein schöner Familientag, an den ich, und ich denke, ich spreche hier im Namen aller, die dabei waren, noch lange zurückdenken werde. Ein herzliches Dankeschön an Ulrike und Volkmar, die die ganzen Tage im Einsatz waren und uns allen diesen Familientag 1994 ermöglicht haben.

Iris von Bruchhausen und Antonius Kordt

Familientag 1996 in Amsterdam

 

Wappen 3d

Nun liegt der Familientag 1996 in Holland schon wieder zwei Wochen hinter uns.

Als letzte Amtshandlung als ausgeschiedener Vorsitzender möchte ich Euch kurz über den Ablauf dieses besonderen Ereignisses berichten.

Die meisten Teilnehmer waren bereits am Freitagmittag in Amsterdam eingetroffen und haben am Nachmittag die Diamantenschleiferei und das van Gogh-Museum besichtigt, in dem zum gleichen Zeitpunkt eine vorübergehende Ausstellung von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge stattfand. Von van Gogh konnten wir viele bekannte Bilder im Original bewundern, während man bei manchen anderen gar nicht so ohne weiteres feststellen konnte, daß es sich um einen van Gogh handelte.

Am Abend waren wir bereits schon Gäste von Jacqueline und Bodo, die das ursprünglich auf der Terrasse des Hilton geplante "Come together" wegen des unfreundlichen Wetters kurzfristig in einen auch sehr gemütlichen Saal verlagern mußten. Das tat der Wiedersehensfreude bei Bier, Wein und einem hervorragenden kalten Buffet keinen Abbruch. Hierbei konnten wir von Bodo lernen, wie man auf "holländisch" einen Matjeshering verspeist. Die jüngste Teilnehmerin war gerade 1 Monat alt, das älteste Familienmitglied 82 Jahre. Untermalt durch Akkordeonmusik und durch Ansprachen unseres Ehrenvorsitzenden Jürgen Brockhausen und von Hildegard Epe, die sich auf launige Weise Gedanken über die Unterschiede zwischen früher und heute machte, verging die Zeit wie im Fluge, so daß manche sich erst nach Mitternacht in die Hotelbetten zurückzogen.

Leider wurde der Familientag überschattet durch die Erkrankung der jüngsten Teilnehmerin Louise Mutius und die dadurch bedingte vorzeitige Abreise von Catherine und Ludwig. Nach tel. Auskunft hat Louise die erforderliche Operation gut überstanden.

Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück mit dem Bus zum "Rijks-Museum" mit der berühmten "Nachtwache" von Rembrandt. Die ausgezeichnete Führung warf Schlaglichter auf einige Kostproben niederländischer Malerei.

Danach fand nach einer kurzen Besichtigung des "Begijnenhofs" eine Führung durch das königliche Palais, das frühere Amsterdamer Rathaus, statt, das den unglaublichen Reichtum der Stadt Amsterdam im 16. und 17. Jh. widerspiegelte. Das mittägliche Lunch nahmen wir dann im Krasnopolski-Hotel ein, wo wir mit den erlesensten Genüssen verwöhnt wurden. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfü-gung, wobei der Vorstand diesen Freiraum zu einer Vorstandssitzung nutzen mußte. Die Hauptattraktion des Familientages war der Festabend.

In festlicher Kleidung ging es wieder mit dem Bus zur Keizergracht 319, dem großväterlichen Haus der Geschwister Douqué, das Bodo vor kurzem wieder zurückgekauft und mit erheblichem Aufwand in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt hat. Da die Renovierung des Hauses noch nicht abge-schlossen war, hatte es Bodo für diesen Abend von einem Antiquitätenhändler mit Möbeln usw. ausstatten lassen. Man darf wohl ohne Übertreibung sagen, daß wir uns dabei wie im Märchen vorgekommen sind.

Von dort fuhren wir mit einem Boot durch die herrlichen Grachten zum Amstelhotel, wo das Festbankett stattfand. Nach dem obligatorischen Familientagsphoto ging es im prächtigen Spiegelsaal zu Tisch. Die Tischrede des Vorsitzenden während des vorzüglichen Menüs umfaßte im wesentlichen den Dank des Familienverbandes an die Veranstalter, die Cousinen Douqué und Vetter Bodo, für dieses Erlebnis, das für die, die dabei sein konnten, unvergeßlich bleiben wird und die des Ehrenvorsitzenden war zugleich auch die Damenrede. Die Kapelle spielte zum Tanz

auf und kaum einer blieb dabei am Tische sitzen. Erst spät in der Nacht fuhren wir wieder mit dem Bus zum Hilton-Hotel zurück.

Am Sonntagmorgen traf man sich bereits um 9.30 Uhr zur Familienverbandssitzung im Hilton. Nachdem der Vorsitzende nach der Begrüßung die Beschlußfähigkeit festgestellt hatte und keine Beanstandungen des Protokolls der letzten Verbandssitzung bestand, wurden die Berichte des Vorstands abgegeben. Im wesentlichen ging es dabei um die Neufassung unserer Verbandssatzung, bei der die schriftliche Abstimmung eine Mehrheit des Vorschlages I ergeben hatte. Sie gilt damit als angenommen, wobei noch einige zusätzliche Änderungen abgestimmt wurden. Sie wird im nächsten Nachrichtenblatt veröffentlicht werden. Die Kasse ist geordnet und verfügt auch über etwas Reserven, wobei auch Außenstände, insbesondere von Jugendlichen, die bereits ein eigenes Einkommen haben und damit beitragspflichtig wären, zu verzeichnen sind. Die Neuauflage des "Gotha" für unsere Familie steht kurz vor der Drucklegung.

Nach der Entlastung des Vorstands und dem Dank für die geleistete Arbeit wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzt:

1. Vorsitzende: Marion von Brockhausen

2. Vorsitzender: Volkmar von Bruchhausen

3. Schatzmeisterin: Brigitte von Brockhausen

4. Schriftführer: Hans Hubertus von Brockhusen

Damit hat unser Verband erstmalig einen weiblichen Vorsitzenden. Wir wünschen ihr und dem ge-samten Vorstand Erfolg für ihre Arbeit!

Als Tagungsort für 1998 wird St. Martin in der Pfalz bestätigt. Für das Jahr 2000 ist ein Ort in den neuen Bundesländern vorgesehen.

Nach dem Dank des scheidenden Vorsitzenden für die Teilnahme und den besten Wünschen für ein gesundes Wiedersehen beim nächsten Familientag wurde dieser einmalige Familientag beendet.

Henning v. Bruchhausen

Familientag 1998 in St. Martin

 

Wappen 3d

Der Familientag war in diesem Jahr von Marion und Jürgen aus Ludwigshafen ausgerichtet worden. Insgesamt waren 45 Teilnehmer während der ganzen Zeit oder auch nur zeitweise erschienen. Das wunderschöne Dorf St. Martin erwies sich als ganz besonders geeignet für ein Familientreffen, vereinigt es doch eine ansprechende Landschaft mit einem heimeligen Ortskern, bedeutende Kulturdenkmäler in der näheren Umgebung und kulinarische Besonderheiten, gekrönt von ausgezeichneten Pfälzer Weinen.

Durch die etwas abgeschiedene Lage des Hotels, das über dem Ort gelegen eine herrliche Aussicht bot, war für die, denen der Sinn danach stand, reichlich Gelegenheit zu Plauderstündchen und tiefsinnigeren Gesprächen gegeben.

Ein sehr ausgewogenes Programm umfaßte kulturhistorische Besonderheiten wie das Schloß Lud-wigshöhe des Bayern-Königs Ludwig I., das Hambacher Schloß, zwischendurch immer wieder Wein-proben, deftiges Essen (Liebhaber des Saumagens kamen voll auf ihre Kosten) und Wanderungen durch die schönsten Weinberglagen, wobei das Wetter mehr oder weniger mitspielte, aber es hätte schlimmer sein können. Die seelischen Höhen und Tiefen eines Mannes, der dabei ist, sich mit dem Familienarchiv vertraut zu machen, schilderte Volkmar am ersten Tag und gab seinen Zuhörern inständige Appelle mit auf den Weg (und dort sind sie wohl irgendwo liegengeblieben).

Der festliche Abend am Samstag wurde eingeleitet von einer Tanzgruppe in selbstgeschneiderten Bie-dermeier-Kostümen, die alte Tänze aufführten. Diese gute Idee von Marion trug dazu bei, daß der Abend heiter begonnen wurde. Ein Höhepunkt des Abends war sicher die Damenrede von Christian Franke, die voller Esprit doch zum Nachdenken anregte und eine gelungene Aufforderung zu noch mehr west-östlichen Gemeinsamkeiten darstellte. Somit symbolisierte diese Rede einen wichtigen Grund für derartige Familientreffen, nämlich am Verständnis füreinander zu arbeiten. Doch zurück zu den leiblichen Genüssen:

Das schmackhafte und reichhaltige Buffet erfreute auch nach dem ersten Durchgang gerade die eifrigen Tänzer immer wieder mit einem pikanten Häppchen zwischendurch, und wer den herrlichen Weinen nicht reichlich zusprach, wußte nicht, was ihm entging.

Mit dem Fortschreiten des Abends setzte eine rege Auflösung der Tischordnung ein und es wurde eifrig kreuz und quer geplaudert.

So haben alle bei diesem Familientag wieder einmal die Gelegenheit gehabt, viel Neues aus der Familie zu erfahren und neue Erfahrungen mit der Familie zu machen, und auch die ferne Verwandtschaft aus nächster Nähe zu erleben.

Zum Schluß ein herzlicher Dank an Marion und ihre ganze Familie, die viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung und Gestaltung dieses Familientages investiert haben.

Familientag 2000 in Freyburg

Wappen 3d

Schon vor über 100 Jahren gab es in der Familie regelmäßige Treffen einiger Vettern (vor allem!) und Cousinen, bei denen man wichtige Familienangelegenheiten besprach. Diese fanden zumeist in der Hauptstadt Berlin statt und dauerten oft nur wenige Stunden.

In den 30er Jahren wurde der Wunsch nach umfangreicheren Familientreffen immer größer, konnte dann aber erst nach den eifrigen “Wiedervereinigungsbemühungen” einzelner Familienmitglieder nach 1945 in die Tat umgesetzt werden.

Seit nunmehr 50 Jahren trifft sich die Großfamilie alle zwei Jahre an Christi Himmelfahrt zu einem Familientagswochenende, das jedes Mal von einem anderen Vetter/Cousine mit viel Liebe und Aufwand organisiert wird.

Familientag 2002 in Dettenschwang

Wappen 3d

Schon vor über 100 Jahren gab es in der Familie regelmäßige Treffen einiger Vettern (vor allem!) und Cousinen, bei denen man wichtige Familienangelegenheiten besprach. Diese fanden zumeist in der Hauptstadt Berlin statt und dauerten oft nur wenige Stunden.

In den 30er Jahren wurde der Wunsch nach umfangreicheren Familientreffen immer größer, konnte dann aber erst nach den eifrigen “Wiedervereinigungsbemühungen” einzelner Familienmitglieder nach 1945 in die Tat umgesetzt werden.

Seit nunmehr 50 Jahren trifft sich die Großfamilie alle zwei Jahre an Christi Himmelfahrt zu einem Familientagswochenende, das jedes Mal von einem anderen Vetter/Cousine mit viel Liebe und Aufwand organisiert wird.

Familientag 2004 in Caputh

 

Wappen 3d

Zum 23. Mal trafen sich nach dem 2. Weltkrieg die Mitglieder unserer Familie zu einem Familientag, um ein besonderes Jubiläum zu feiern: das

120-jährige Bestehen des Familienverbands.

Wie schon zum 100. Jubiläum sollte der Veranstaltungsort wieder einmal Berlin oder Umgebung sein. Franz (540) und Bernhard (575) v. Bruchhausen, die dieses Mal für die Organisation verantwortlich waren, hatten nach langem Suchen ein familienfreundliches Quartier in der Gegend gefunden, die einer unser bekanntesten Vorfahren, der Landschaftsmaler und Präsident der Freien Sezession in Berlin, Theo v. Brockhusen so liebte, nämlich ein Hotel direkt am Schwielowsee südlich von Potsdam.

Bereits im März 2003 hatten Franz und Bernhard mir und Jürgen bei unserem Kurzbesuch in Berlin den Ort Caputh gezeigt, dessen Lage uns spontan sehr gut gefiel.

Dieses Mal wollten wir besonders die Jugend dorthin „locken“ mit kostenloser Unterkunft und Teilnahme am Festabend und hatten Erfolg: von den 60 Teilnehmern waren immerhin 17 Kinder und junge Erwachsene!

Einige Vettern und Cousinen waren noch neugieriger auf das idyllische Havelland und haben noch einen Kurzurlaub mit dem Familientag verbunden. Am Donnerstag waren denn auch schon mehr als die Hälfte aller Teilnehmer zum Begrüßungsabend, zu dem uns Franz (noch einmal ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für Deine großzügige Einladung, lieber Franz!) eingeladen hatte, erschienen. Das rustikale Büffet mit lokalen Spezialitäten war so gut, dass es bald verzehrt war und der Abend verging mit gegenseitigem „Wieder“-Kennenlernen wie im Fluge. Brigitte zeigte zum Abschluss noch den gemeinsam gedrehten Film von ihr und Bernhard vom letzten Familientag in Dettenschwang.

Am Freitag hatte man die Wahl zwischen der Besichtigung der Filmstudios in Babelsberg oder einem Spaziergang durch Potsdam. Die Familien, die die Filmstudios wählten, hatten einen langen Tag vor sich: sie kehrten erst gegen 18 Uhr wieder ins Hotel zurück. Es gab viel Spannendes für die Kinder zu erleben, aber es gab auch lange Warteschlangen!

Wir anderen fuhren nach Potsdam, das einige noch nicht kannten. Leider konnten wir uns das Rokokoschloss Sanssouci nicht von innen ansehen, weil alle Führungen ausgebucht waren; so schlenderten wir dann an den Gräbern von Friedrich dem Großen und seinen Hunden vorbei durch den Park in die Innenstadt in Richtung des Holländischen Viertels, das sehr schön restauriert worden ist und eine Menge hübscher kleiner Geschäfte und Cafes beherbergt. Zum Ausruhen fanden wir dann auch ein urgemütliches Elsässer Lokal mit Elsässer Wein und natürlich Flammkuchen.

Wenn auch keine sommerlichen Temperaturen an diesem Wochenende herrschten, so war es wenigstens für die Kinder doch nicht zu kalt, um draußen gemeinsam herumzutoben, es ist glücklicherweise auch keiner in den See gefallen – vielleicht gerade, weil das Wasser noch so kalt war?!

Noch mehr Familienmitglieder waren eingetroffen und wir saßen alle wieder zusammen in unserem Hotelrestaurant mit dem wunderschönen Blick auf den Schwielowsee. Wir hatten an diesem Wochenende einen Konferenzraum für uns allein zur Verfügung, in dem uns Brigitte und Bernhard nach dem Essen noch den Film vom letzten Familientag am Ammersee zeigten. Außerdem hatte ich eine ausführliche Ahnentafel in diesem Raum aufgehängt, auf der sich jeder Teilnehmer wieder finden konnte. Sie ist das erste Ergebnis der Abschrift der beiden Familiengeschichten in ein Genealogieprogramm, das Anne (594) v. Brockhausen noch pünktlich zum Familientag fertig gestellt hatte.

Der Samstag war sicherlich der längste und anstrengendste Tag für alle, die dabei waren, gewesen:

Abgeholt wurden wir von einem eigens für uns gecharterten Boot an der privaten Anlegenstelle unseres Hotels. Nach kurzer Fahrt über den Schwielowsee erreichten wir Baumgartenbrück, ein kleiner Ort mit einem hübschen Ausflugslokal direkt am See, von dessen Lage der damals sehr bekannte Maler Theo v. Brockhusen so begeistert war, dass er dort mehrere Sommer verbrachte und sich von der idyllischen Landschaft inspirieren ließ.

Der Leiter der dortigen kleinen Heimatstube hieß uns herzlich willkommen und zeigte uns voller Stolz, was er an Erinnerungsstücken an bekannte Persönlichkeiten, die Baumgartenbrück für lange Zeit verbunden waren, zusammengetragen hatte und wußte auch viel Persönliches über Theo v. Brockhusen zu berichten. Sogar ein Reporter des Märkischen Boten war zugegen, so oft kommt eben doch nicht eine so große Gruppe wie unsere Familientagsgesellschaft nach Baumgartenbrück!

Von dort ging es mit dem Schiff weiter zur ehemaligen Vulkanwerft in Werder, wo uns bereits Gisela v. Bruchhausen (540001) zu Sekt und einem kleinen Imbiß in ihrem Atelier erwartete.

Die Kinder freuten sich natürlich zuallererst über die Stärkung und wir Erwachsenen über das Wiedersehen mit Gisela, die uns einmal ausführlich Ihre Stahlplastiken zeigen konnte und uns ihrer ausgefallenen Kunst ein gutes Stück näher brachte. Schade, dass wir nur so wenig Zeit hatten.

An dieser Stelle möchten wir Dir noch einmal ganz herzlich danken für den interessanten und gastfreundlichen Vormittag bei Dir, liebe Gisela!

Vor ihrem Atelier wartete bereits unser Bus für die Stadtrundfahrt, der uns über Potsdam, Wannsee, Grunewald ins Zentrum Berlins und wieder zurück nach Caputh bringen sollte. In Potsdam stieg unsere private Fremdenführerin zu. An diesem Tag war Durchhaltevermögen gefragt, denn wir kehrten erst gegen 17.30 Uhr wieder zurück zu unserem Hotel. Dafür bekamen wir aber so viele Sehenswürdigkeiten und Informationen geboten, wie man sie nur selten bei einer Stadtrundfahrt hat.

Natürlich waren wir an diesem Wochenende nicht allein in Berlin: als wir am Brandenburger Tor alle ausstiegen, um uns endlich einmal die Füße zu vertreten, verloren wir uns doch recht schnell im “Jewühl” !

Abschluss dieser denkwürdigen Stadtrundfahrt war dann ein Besuch des Friedhofs Nikolassee, auf dem unser Vorfahre, der Maler Theo v. Brockhusen ein Ehrengrab hat. Ein idyllischer Ort am Rande Berlins, wie es wohl auch andere Berliner empfinden, denn gerade als wir ankamen, verließ ein Brautpaar mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft die kleine Kirche, die dazu gehört.

Erschöpft und ziemlich hungrig kamen wir wieder in Caputh an, wo inzwischen auch noch die letzten Teilnehmer des Familientages eingetroffen waren.

Gegen 19 Uhr ging es dann mit dem Bus wieder gemeinsam zum Festlichen Abend in die Schlossremise Petzow. Ein Glas Sekt stimmte uns auf einen langen und unterhaltsamen Abend ein. Die Vorsitzende erinnerte  dabei an die besonderen Verdienste derjenigen Vorfahren, die unseren Familienverband vor 120 Jahren gegründet hatten und sich seitdem  um seinen Zusammenhalt verdient gemacht hatten; ein Werk, das es gilt, zu bewahren und in der Zukunft immer wieder mit Leben zu erfüllen und auf das wir sicherlich mit Stolz zurückblicken können.

Die traditionelle und ehrenvolle Aufgabe, die Damenrede zu halten, erfüllte dieses Jahr Thilo (596) v. Brockhausen und erhielt für seinen ausgesprochen humorvollen Vortrag viel Applaus!

Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren die fünf Terzenbrecher, die in der Art der Comedian Harmonists aber mit viel mehr komödiantischem Talent die Zuschauer begeisterten. Sie trugen einen Evergreen nach dem anderen vor und mussten mehrere Zugaben geben. Mitgegründet hat diese fantastische Gruppe, die schon viele erfolgreiche Auftritte in Berlin hatte, unser Vetter Bernhard (575) v. Bruchhausen, der natürlich an diesem Abend auch kräftig mitsang.

Es schlummern doch einige Talente in unserer Großfamilie, die wir ohne unsere Familientage vielleicht nie kennen gelernt hätten!

Getanzt wurde noch bis weit nach Mitternacht und alle nutzten die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen.

Den Sonntagmorgen füllte  die Familientagsversammlung aus. Im Vordergrund stand natürlich die Diskussion über die neue Satzung, die einstimmig angenommen worden war. Wichtigster Punkt, der noch zusätzlich aufgenommen wurde: Töchter und ihre Kinder sind als außerordentliche Mitglieder Teil der Mitgliederversammlung.

Die teilweise sehr emotionsreiche Aussprache zu verschiedenen Themen endete mit dem einstimmigen Beschluss zu Franzens Vorschlag, den nächsten Familientag als gemeinsame Busreise nach Hinterpommern auf den Spuren unserer Vorfahren zu machen. Jürgen und Marion aus Ludwigshafen erklärten sich freiwillig bereit, diese Fahrt zu organisieren.

Wir trennten uns alle einmal mehr in dem Bewusstsein, eine familiäre Gemeinschaft zu sein, die durch gegenseitige Sympathien und viele gemeinsame Aktivitäten fest miteinander verbunden ist.

Zum Schluss noch ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an alle, die zum Gelingen dieser schönen Veranstaltung beigetragen haben, allen voran natürlich an Franz und Bernhard v. Bruchhausen !!!

Familienreise 2006 nach Hinterpommern

 

Wappen 3d

AUF DEN SPUREN UNSERER AHNEN
GEMEINSAME FAMILIENREISE NACH HINTERPOMMERN

Bevor endlich alle Teilnehmer in Berlin am Donnerstagmorgen zusammen im Bus saßen, hatten die meisten schon eine längere Anreise hinter sich. Der Bus startete in Ludwigshafen  um 23°° am Abend vorher und nahm unterwegs noch Friederike und Elke und Friedrich Franke in Halle auf. Als wir dann schließlich gegen 13°° in Cammin eintrafen, hatten einige schon 14 Stunden Busfahrt hinter sich!

Dafür genossen wir dann um so mehr die Besichtigung des Camminer Doms und das spontan nur für uns organisierte Konzert an der wunderbaren Orgel - die Einstimmung auf drei erlebnisreiche und unvergessliche Tage in der Heimat unserer Vorfahren. Beeindruckt waren alle von der Ausgestaltung des Doms, den schönen Schnitzereien und natürlich von der noch erhaltenen  ursprünglichen Chorbank mit dem Wappen unserer Familie.

Hier hatte also schon so mancher unserer Vorväter auch den Gottesdienst miterlebt. Aus der Umgebung Groß Justins hin und wieder zurückzufahren, war sicherlich damals mit der Kutsche fast ein Tagesausflug.

Von hier ging es mit dem Bus dann weiter über Schwirsen und Klein Justin nach Groß Justin. Was wir an diesem Tag noch alles erlebten, berichtet nun Berndt-Harald Kriebitzsch.

1.TAG

Die von Marion vorzüglich geplante und durchorganisierte Familienfahrt sah eine Zusteigemöglichkeit am Donnerstag den 25.Mai gegen 7.30 Uhr am Hotel "Berliner Ring" in Berlin-Dahlewitz vor. So starteten wir, d.h. Hildegard, Sebastian und ich am Mittwochmittag in Richtung Berlin und erreichten nach ca. 5 Stunden problemlos den vorgegebenen Treffpunkt. Im Hotel trafen wir noch am Abend Patricia Douqué, Heidi und Peter Gundermann und Greti und Reinhard Zink. Die frühe Uhrzeit für die morgige Weiterfahrt vor Augen, wurde der Abend trotz der Wiedersehensfreude nicht zu sehr ausgedehnt, schließlich wollten wir ausgeruht den nächsten Tag erleben. Der Wecker stand auf 6.30 Uhr, damit wir in Muße unsere Sachen packen, frühstücken und bezahlen konnten. Jedoch nicht der Wecker warf uns aus dem Bett, sondern das Brummen eines Busmotors und vor allem wohl bekannte Stimmen, die durch das geöffnete Hotelfenster drangen.

Nach einem gemeinsam eingenommenen Frühstück - auch Bodo und Edith waren inzwischen Morpheus’ Armen entrissen - ging es dann pünktlich mit dem fast voll besetzten Bus auf der A 11 in Richtung Stettin. Der Grenzübertritt in Pommellen verlief so problemlos und schnell, dass Marion es nicht glauben wollte und einen 2. Versuch startete. Aber auch der zweite Versuch verlief ohne Schwierigkeiten. So ging es weiter in Richtung Norden, an Stettin vorbei zum ersten Haltepunkt in Cammin . Dort wurde im Dom ein Kirchenstuhl mit dem Familienwappen besichtigt und ca. 20 Minuten einem Orgelkonzert gelauscht. Zudem bestand die Möglichkeit, Geld zu tauschen und sich bei Bedarf mit Essbarem und Getränken zu versorgen.

In Abänderung der Planung fuhren wir dann nicht nach Rewahl, sondern direkt nach Groß Justin, zunächst zur Kirche und dem Friedhof. Dort wurden wir von einem deutsch sprechenden katholischen Vikar begrüßt, der uns auf 16.00 Uhr zu Kaffee und Kuchen in das Gutshaus von Groß Justin einlud, das inzwischen als Schule genutzt wird und aus diesem Grunde immer noch in einem recht guten Erhaltungszustand ist. Am Eingang begrüßte uns der örtliche Pfarrer - etwas 'Don Camillo ' ähnelnd - und lud uns zu einer gemeinsamen 'Deutsch-Polnischen -Abendmesse 'um 18.00 Uhr in die Kirche ein. Doch zunächst wurden wir rührend mit Kaffee und Kuchen im ehemaligen Festsaal- jetzt Turnsaal- versorgt. Dies tat uns gut, war es doch die erste Nahrungsaufnahme seit dem Frühstück! Die Kuchenplatten waren im Nu geleert und der Kaffee aus Wassergläsern schmeckte vorzüglich.

Nach Besichtigung des Hauses vom Boden bis zum Keller wanderten wir zurück zur Kirche und erlebten die in deutscher und polnischer Sprache abgehaltene Heilige Messe. Zum Schluss spielte der Organist noch das 'Ave Maria ' und sprach kurz über die deutsch-polnische Verständigung; ein Abschluss, der uns alle ergriff. Der Organist hatte uns schon vorher auf dem Friedhof auf die in einer Ecke zusammen geschobenen deutschen Grabsteine hingewiesen, die so von der Kirchengemeinde vor der vollkommenen Vernichtung gerettet worden waren.

Danach hieß es Abschied nehmen von Groß Justin und wir fuhren auf dem kürzesten Weg nach Rewahl , bezogen unsere gut eingerichteten Hotelzimmer und ließen uns das Abendbrot schmecken. Trotz der langen Fahrt, die einige schon in Ludwigshafen angetreten hatten, wurde dann noch bis tief in die Nacht geklönt und die Zeit nach dem letzten Familientag in Berlin aufgearbeitet.

2.TAG

Das Hotel „Residence“ in Rewahl, in dem wir zwei Mal übernachten wollten, lag direkt am Steilufer des kleinen Seebades, so dass wir es nur ein paar Schritte bis zum Strand hatten. Das gute Wetter lud fast jeden zu einem Spaziergang nach Hoff ein, um die von Lyonel Feininger auf seinem (oder „seinen“, denn er hat dieses Motiv oft gemalt) berühmten Gemälde verewigte Kirchenruine zu entdecken.

An diesem sonnigen Morgen wurden wir  von unserem polnischen Reiseführer abgeholt, der uns fast den ganzenTag begleiten und die Landschaft und Leute näher bringen sollte.

Unser erstes Ziel war das Ostseebad Kolberg, nachdem sich unser Bus durch Nipikow, Karnitz und Zirkwitz gezwängt hatte  (auch in diesen kleinen Orten hatten früher einmal Verwandte gelebt). Auf dem Weg dorthin und später auch auf der Rückfahrt erfuhren wir viel Interessantes und Wissenswertes über die Provinz Pommern und die Bemühungen der Menschen hier, dem Landstrich zu einem Aufschwung zu verhelfen. Dabei war aber nicht zu übersehen, dass es bisher erst die wenigen Orte an der Küste wie Kolberg z. B. geschafft hatten, sich einen bescheidenen Wohlstand durch den wachsenden Tourismus zu erarbeiten. Kleine, landwirtschaftlich geprägte Dörfer wie Groß Justin werden es sicher noch lange sehr schwer haben, hier meint man fast, die Zeit  sei nach 1945 stehen geblieben.

In Kolberg gab es viele schöne Ecken gemeinsam mit unserem kundigen Führer zu entdecken, besonders der majestätische Dom war imponierend.

Die Mittagsrast wollten dann einige unbedingt beim „Henker“ von Kolberg verbringen, während andere die ungefährlicheren Bänke des Marktplatzes vorzogen. Es trafen dann aber glücklicherweise alle wieder vollständig an unserem Bus zusammen.

Auch ein Spaziergang an der schönen Promenade von Kolberg gehört natürlich bei einem Besuch der Stadt dazu. Unsere Rückfahrt ging dann entlang der kleinen Bäderstraße von Neu Geldern nach Deep durch die typischen Kiefernwälder der Ostseeküste, eine Landschaft, die bis vor nicht allzu langer Zeit noch militärisches Sperrgebiet war.

Von der Kreisstadt Treptow an der Rega  bekamen wir leider, wie von so vielen Dingen auf dieser Reise, nur einen kurzen Eindruck, weil die Zeit nicht für mehr reichte. Am Ende dieses Tages waren wir wie am Vortag so beschäftigt damit, alle Informationen und Erlebnisse zu verarbeiten und miteinander auszutauschen, dass die Zeit am Abend wieder wie im Fluge verging.

Anhand von Claus-Michaels ausführlichem Bericht über sein Vaterhaus (der in dieser Ausgabe auch veröffentlicht wird) konnten wir an diesem geselligen Abend im Hotel lebhaft nachvollziehen, wie er und seine Familie vor dem Kriege dort gelebt hatten. Wie viel Gesprächsstoff hatten wir doch nach diesen zwei Tagen voller ungewohnter Eindrücke schon bekommen!

Auffallend bei unserer Rundfahrt war, dass immer mehr Touristen, vor allem die Deutschen, diesen noch sehr ursprünglichen Teil der Ostseeküste entdecken. Überall entstehen in den kleinen Badeorten hübsche Pensionen, die durchaus nicht leer stehen. Auch unser Hotel war bis auf den letzten Platz ausgebucht und schon wegen seiner besonderen Lage direkt am Meer unbedingt empfehlenswert.

Besonders erwähnen muss ich hier aber auch einmal, wie schön es war, dass so viele aus unserer jungen Generation dabei waren und vor allem mit so viel Eifer! Hoffe, dass Euch diese Entdeckungsfahrt genauso viel Spaß gemacht hat wie uns Älteren, auch wenn wir, notgedrungen, manchmal etwas lange im Bus sitzen mussten.

Das Programm an diesem Tag war nicht so dicht gedrängt wie am Vortag, so konnten wir auch den Abend ausgedehnt genießen in unserem schönen Hotel.

Über den dritten Tag unserer Reise berichtet uns Friedrich Franke.

3. Tag

Nach gut durchschlafener Nacht im wunderbar gelegenen Hotel "Residence" an der Ostsee in Rewahl sollte uns unsere Fahrt am 27.05.2006 zunächst nach Dramburg , einem mittelgroßen Städtchen mit übersichtlichem Marktplatz - zum Teil hübsch renoviert- und zu der großen den Ort beherrschenden Kirche führen. Vor dem Eingang zur Kirche empfing uns ein junger Pole, Daniel Puchalski, der sich bestens auskannte in der deutsch-polnischen Geschichte (Sein Großvater war deutschstämmig, geboren in Köntopf). Er hatte über Internet versucht, mit Nachfahren der von Brockhausens in Verbindung zu kommen, die in dieser Gegend einst Besitzungen hatten. Leider war die Besichtigung des Kirchenschiffes nicht möglich. Darum war es umso interessanter, das für die Familie von Brockhausen wichtige Wappenglasfenster, welches 1914 nach einem Brand des Turmes und dessen Erneuerung dort eingebaut wurde, sehen zu können.

Durch einsame unberührte Landschaften ging unsere Fahrt weiter nach Köntopf. Unser junger polnischer Begleiter wollte uns das Gutshaus Klein Mellen zeigen, das zu den früheren Besitzungen der von Brockhausens gehörte (er selbst ist dort im Ort geboren und aufgewachsen). Dieses Gutshaus beherbergt heute eine berufsbildende Schule. Das ehemalige Herrenhaus sowie der sich anschließende große Park, machten auf uns leider einen etwas vernachlässigten Eindruck. Am Ende der Parkanlage konnte man einen Gebäudekubus erkennen, versehen mit einem roten pyramidenförmigen Ziegeldach. Alsbald gelangten wir an einen kleinen See, an dessen linken Ufer ein im Fachwerkstil errichtetes Schlösschen steht (Villa Schweinshausen), welches heute eine Försterei beherbergt, früher aber als Sommersitz der Brockhausens diente, wie uns Daniel zu berichten wusste.

Auf selbiger Straße konnten wir den Weg weiter fortsetzen zum Schloß Karwitz, am Lübbesee gelegen. (Näheres über Schloß Karwitz hat unsere Cousine Marion v. Brockhausen bereits in den Familiennachrichten 2003 und 2005 geschrieben). Anschließend gelangten wir durch dichten Wald in das Gebiet des ehemaligen Gutes Mittelfelde, von dem durch Kriegseinwirkungen nur noch spärliche Gebäudereste, die aus dem Waldboden ragten, zu sehen waren. Unter überwachsendem Gebüsch sind noch Pfosten einer Toreinfahrt und Mauerfortsetzungen mit geschwungenen Mauerkronen, die mit grün glasierten Dachziegeln abgedeckt sind, in beiden Richtungen zu erkennen. Hier und da wurden auch noch von Familienmitgliedern einzelne Überreste von altem Küchengerät gefunden. Inzwischen ist alles von kleine Fachwerkkirche die Zeit unbeschadet überstanden. Heute finden noch Gottesdienste und Messen in dieser Kirche statt. Gerade in der Zeit, in der wir Hinterpommern besuchten, war Papst Benedict in Polen. Besonders in den Dörfern fielen uns die geschmückten Kreuze zu Ehren des Papstbesuches auf, die hier und da an den Straßen zu sehen waren.

Vorbei an duftenden Rapsfeldern, durch dichte Wälder führte uns unsere Fahrt nach Mehrenthin bei Woldenberg. Vor der Besichtigung des Schlosses Mehrenthin, das inmitten eines großen, gepflegten Parks, unweit eines kleinen Sees liegt, stärkten wir uns. Wir tranken Kaffe und aßen vorzüglichen Kuchen in der Destille, einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Schlosses. Im Jahre 2002 wurde das sehr heruntergekommene Schloss Mehrenthin saniert. Die jetzigen polnischen Besitzer haben das Schloss im ursprünglichen Zustand wieder hergestellt. An die wechselvolle Geschichte des Schlosses, auch an die Familie von Waldow und deren Vorgänger, erinnerte ein kleiner Raum. Viele Fotos dokumentierten die aufwändigen Restaurierungsarbeiten an dem Schloss. Auf dem Weg vom Schloss über den riesigen Gutshof zurück zu unserem Bus kamen wir an dem ehemaligen Pferdestall vorbei, über dem Eingang des Stalles erkannten wir die Initialen:  v.W. 1863.

Unser letztes Ziel an dem Tag war das Schloss Wiecje bei Schwerin. Uns erwartete ein lang gestrecktes Gebäude im spätklassizistischen Stil, wunderbar saniert mit einem herrlich großen Park. Hier sollte unsere letzte Übernachtung sein. Mit einem festlichen Mahl im großen Gesellschaftssaal klang dieser erlebnisreiche Tag aus.

Der Tag der Rückfahrt war sicherlich der längste für die meisten, aber alle kamen wieder heil zuhause an, trotz Staus, Wartezeiten und Umwegen. Eine unvergessliche Reise ging viel zu schnell zu Ende !

Familientag 2008 in Münster

 

Wappen 3d

Dieses Mal fand der Familientag schon sehr früh im Jahr (1.-4.Mai) statt und stand zuerst unter keinem guten Zeichen:

die Organisatorin, Iris von Bruchhausen, wurde am Sonntag vorher mit einer Gelbsucht ins Krankenhaus eingeliefert und die Ärzte machten ihr wenig Hoffnung, dass sie wieder rechtzeitig genesen würde. So musste Ehemann Ralf kurzfristig einspringen. Dank guter Vorbereitung und der Mithilfe der ganzen Familie hat doch alles bestens geklappt.

Unser Hauptdomizil war das Jugendgästehaus am Aa-See, eine sehr moderne und komfortable Jugendherberge, von der aus wir es nicht weit hatten in die Innenstadt von Münster.

Erster Programmpunkt war dann auch ein abendlicher Spaziergang durch die Altstadt mit Führung. Im historischen Gasthaus Lewe klang  der  dieser Abend aus.

Für den Freitag war eine abwechslungsreiche Rundtour zu den Wasserschlössern des Münsterlands geplant. Nordkirchen, eine der schönsten und größten Anlagen, war unser Ziel am Vormittag, die Burg Vischering am Nachmittag. Dazwischen hatten wir in einem idyllisch gelegenen Landgasthof ausgiebig Zeit, uns zu stärken und alle Neuigkeiten der letzten zwei Jahre auszutauschen.

Am Abend trafen noch mehr Teilnehmer noch ein, so dass die Runde schon fast komplett war.  Eine ganz besondere Überraschung hatte uns unser „neuer Verwandter“, Zygmunt Brockhusen aus Nowe Miasto (Polen) - in der letzten Ausgabe hatte ich über seinen Familienzweig berichtet—, bereitet: er brachte die 200 Jahre alte, handgemalte Stammtafel seiner  und auch unserer Vorfahren mit. Wir freuten uns alle sehr, dass er und seine Tochter Joanna den weiten Weg gefahren sind, um bei diesem Familientag dabei sein zu können und um endlich  die deutschen Verwandten kennenzulernen.

An diesem Abend zeigte ich auch den Film, den ich aus den vielen Fotos unserer Fotografen von unserer Pommernreise 2006  zusammengestellt hatte.

Der Samstag wurde für die meisten dann zu einer richtig sportlichen und „geistigen“ Herausforderung:  Thilo hatte für uns eine anspruchsvolle Fahrradrallye ins Münsteraner Umland organisiert. Höhe– und Endpunkt war die Burg Hülshoff, die Heimat der Dichterin Annette v. Droste-Hülshoff. Bei den alles entscheidenden ritterlichen Wettkämpfen (wie Teebeutelweitwurf oder Bosseln!) konnte zwar nur eine der zwei Gruppen gewinnen, aber alle hatten viel über die Münsteraner Wasserburgen gelernt, viel Spaß dabei gehabt und einen sonnigen Frühsommertag auf dem Fahrrad genießen können.

Die nicht so fahrradbegeisterten Cousinen und Vettern wollten an diesem Vormittag lieber die Stadt Münster und ihre Geschichte besser kennenlernen . Wir trafen uns zum Mittagessen alle auf der Burg Hülshoff wieder und anschließend im Freilichtmuseum Mühlenhof zu Kaffee und Kuchen.

Wo könnte der Festliche Abend anders in einer so burgen– und schlösserreichen Gegend stattfinden als in einem Schlosshotel, nämlich Hohenfeld? Beim Sektempfang im Park stießen dann auch noch die letzten Verwandten zu uns und es gab endlich Gelegenheit, sich bei den beiden Organisatoren dieses so abwechslungsreichen und gelungenen Familientags zu bedanken: bei Iris, die für Unterkünfte, Verpflegung und Programm zuständig war und bei Thilo, der die umfangreiche Radrallye ausgearbeitet und organisiert hatte.

Zu unserer großen Freude durfte an diesem Abend auch Iris wieder das Krankenhaus verlassen, um wenigstens hier noch mit uns feiern zu können (allerdings noch etwas gelb im Gesicht!).

Nach einem exzellenten Abendessen gab Thilo endlich die Sieger der Rallye bekannt—der Abstand zu den Verlierern war denkbar knapp— und alle wurden mit kleinen Andenken  an Münster belohnt.

Bei angeregten Gesprächen ging ein wirklich ereignisreicher Tag zu Ende.

Der Sonntagvormittag war wie meistens der Familienversammlung vorbehalten. Nach einem gemeinsamen Bild vor der Kulisse des Aa-Sees verstreuten sich Cousinen nund Vettern wieder in alle Gegenden Deutschlands.

Marion v. Brockhausen

Familientag 2010 in Bad Bentheim

 

Wappen 3d

Unser traditioneller Familientag fand in diesem Jahr wieder einmal im Kurstädtchen Bad Bentheim statt, bei unseren Gastgebern Bettina und Heinrich. Es war zwar nicht das beste Wetter angesagt—in der Tat musste man sogar die Heizung wieder anstellen! (sofern dass überhaupt ging und man nicht erst einmal ziemlich frieren musste, nicht wahr, lieber Henning?) - aber das schreckte doch eine große Anzahl Familienmitglieder nicht ab, daran teilzunehmen. Die meisten von uns waren in dem ganz neuen und sehr komfortablen, holländisch geführten Feriendorf am Stadtrand untergebracht, andere im Hotel oder bei den Gastgebern im Haus.

Ins letztere lud uns auch das Gastgeberehepaar zum Begrüßungsabend am Himmelfahrtstag ein, wo wir in gemütlichen Runden uns erst einmal alles Wichtige aus den vergangenen Jahren erzählen konnten. Ganz besonders freuten wir uns, dass auch unser langjähriger Ehrenvorsitzender Jürgen trotz aller gesundheitlicher Hindernisse aus dem Nachbarhaus herüberkommen konnte und ein kurzes Schwätzchen mit jedem hielt. Inzwischen ist er 90 Jahre alt geworden, herzlichen Glückwunsch! Derweil sorgte Heinrich am Grill dafür, dass keiner Hunger leiden musste und Bettina hatte für uns Salate vorbereitet. Es war ein vergnügter, „feucht-fröhlicher“ Abend, bei dem alle schnell wieder miteinander vertraut wurden und sich vor allem auf die zwei kommenden gemeinsamen Tage freuten.

Am Freitag hatte Heinrich eine Kahnfahrt in der nicht weit entfernten Stadt Nordhorn organisiert, ein abwechslungsreiches Erlebnis, einen Ort aus einer ganz anderen Perspektive einmal kennenzulernen. Danach ging es entweder zu Fuß oder mit dem Auto in den Zoo zum Mittagsimbiss. Ein sehr liebevoll und originell angelegtes Tiergehege erwartete uns - es war nur schade, dass man nicht noch länger verweilen konnte, um alles zu betrachten. Abends um sechs trafen wir uns wieder im Restaurant „Zum Alten Bismarck“ zum Abendessen. Die Runde war inzwischen größer geworden um die, die erst am Freitag anreisen konnten. Gemeinsam brachen wir dann bei Dämmerung auf, um dem Bentheimer Nachtwächter bei seiner Runde durch den Ort zu folgen. Dieser brachte uns seine Stadt auf eine so launige, humorvolle und vor allem auch informative Art näher, dass wir, allen voran die Kinder, ihm wohl noch länger als die zwei Stunden gefolgt wären.

Der Samstag war ganz den Familientraditionen gewidmet: der Vormittag begann mit der Familientagssitzung, deren wichtigster Teil die Vorstellung des Familienbuchprojekts war. Auf der Leinwand konnte ich demonstrieren, wie das Buch aufgebaut ist und wie es ungefähr nach dem Druck aussehen würde. Es ergab sich eine lebhafte Diskussion und manch ein Verbesserungsvorschlag, nun, das Ergebnis habt Ihr ja inzwischen vor Euch liegen! Hier konnten wir dann noch mehr Familienmitglieder begrüßen, auch Jürgen sen. ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Sitzung noch einmal dabei zu sein.

Einige verabredeten sich für den Nachmittag, um sich einen typisch holländischen Markt anzuschauen. Abends war dann der Festliche Abend im Hotel Niedersächsischer Hof angesagt, zu dem dann auch noch die letzten Familienmitglieder eintrafen. Nach dem Begrüßungs-Sekt und der Begrüßungs-Rede folgte natürlich das ausgiebige Festmenu und eine ausgelassene Tanzrunde bis in den frühen Morgen. Zwei Geburtstagkinder hatten wir sogar an diesem Abend: Iris, die ihren 48. und Christian, der seinen 30. Geburtstag feiern konnte. Die junge Generation setzte ihre Feier, soviel ich weiß, in unkonventionellerem Rahmen fort, mit dem Ergebnis - und darüber freue mich sehr - sich doch auch einmal außerdem der Familientage zu treffen, z.B. im Ferienhaus der Bruchhausens in der Lüneburger Heide. Fangt rechtzeitig mit der Planung an !!!

So war das Familienwochenende schon wieder fast vorbei. Etwas, was ich jedes Mal wieder bedaure, ist, dass ich es nie schaffe, mich mit allen wenigstens ein bisschen zu unterhalten, besonders aber dieses Mal, wo so viele „Neulinge“ dabei waren. Dafür ist ein Abend eben doch zu kurz, was auch einer der Gründe dafür war, den Familientag in den letzten Jahrzehnten das ganze Himmelfahrtswochende stattfinden zu lassen.

Aber wir können uns ja schon auf das nächste Mal freuen, dann wird er nämlich in der alten Staufer– und Domstadt Speyer stattfinden, und zwar in dem bis dahin (hoffentlich!) völlig neu gestalteten Seminarhaus der Katholischen Diözese im Zentrum. Viel gibt es hier zu entdecken in unserer Umgebung: Schlösser, Burgen, Weinberge, gutes Essen und und und……..

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an unsere Organisatoren Bettina und Heinrich dafür, dass alles so gut gelungen ist.

Familientag 2013 in Bobenheim-Roxheim

 

Wappen 3d

Bobenheim-Roxheim, Samstag, der 4.Mai 2013

14.30 bis 15.30

Herold- Zeitschrift wird abbestellt. – Vorschlag einstimmig angenommen.

Weiterhin Eintrag der Familie im Gotha erwünscht. -
Finanzierung soll durch eine einmalige Spende in Höhe eines Jahresbeitrages durch alle Familienmitglieder erfolgen.

Vorschläge für zukünftige Familientage:

Soll zukünftig am Anfang des im Sommers z.B. Anfang Juni vor den Sommerferien stattfinden
- Mehrheit ist dafür

Samstags findet ein offizielles Kernprogramm, Anreise und Abreise von Freitag bis Sonntag ist flexibel

Festlicher Abend ist von allen erwünscht

An- bzw. Abmeldung muss zuverlässiger werden

Nächster Familientag findet in Bad Bentheim statt, Heinrich und Bettina geben Datum rechtzeitig bekannt

Freitags wird ein Jugendabend, zu dem offiziell eingeladen wird, veranstaltet. Ältere Semester sind natürlich auch willkommen!

Entlastung des Vorstandes durch Kassenprüfer Jobst und die ordentlichen Mitglieder.
– Erfolgt einstimmig.

Marion bietet an, weiterhin alle die bisher von ihr ausgeführten Aufgaben zu übernehmen inkl. der Fortführung des Stammbaums. Das Protokoll der Versammlung soll zukünftig von Thilo oder Constanze von Brockhausen geschrieben werden. Auf die Wahl eines Schriftführers, Stellvertreters, Schatzmeisters wird deshalb einstimmig verzichtet.

Joachim von Brockhausen stellt sich als zweiter Berechtigter für das Konto und somit als Kontrollinstanz zur Verfügung.

Familientag 2015 in Bad Bentheim

 

Wappen 3d

Beim letzten Familientag hatten sich Bettina und Heinrich bereit erklärt, den nächsten Familientag wieder in Bad Bentheim in reduzierter Form zu veranstalten. Der Gedanke dabei war vor allem, ihrem hochbetagten Vater, dem der Familienverband zeitlebens so sehr am Herzen gelegen hatte, noch einmal die Gelegenheit zu Gesprächen mit seinen Vettern und Cousinen zu geben.

Leider ist unser Vetter Jürgen inzwischen verstorben und so fand dieser Familientag wieder am altgewohnten Himmelfahrtswochenende statt.

Am Freitagabend waren bereits fast alle zum Begrüßungsabend bei Bettina und Heinrich eingetroffen. Bei schönem Wetter konnte man sogar noch eine Weile im Garten sitzen. Nach zwei Jahren (bei manchen mehr) hat man sich doch wieder viel zu erzählen und dank der guten Verpflegung durch die Gastgeber hielten es doch viele bis nach Mitternacht aus.

Für den Samstagvormittag mußte Heinrich leider den Besuch am väterlichen Grab streichen und führte uns stattdessen sachkundig durch das besondere Waldprojekt der Stadt Bentheim, wo wir sehr eindrucksvoll erleben konnten, wie wohl Wald- und Hütewirtschaft im Mittelalter ausgesehen haben könnte.

Nachmittags versammelten wir uns dann bei Kaffee und Kuchen im Niedersächsischen Hof zur Familienverbandssitzung. Marion berichtete über familiäre Ereignisse und Veränderungen. Bodo und Jaqueline konnten nicht am Familientag teilnehmen, weil Jaqueline kurz zuvor schwer gestürzt war und nach einer komplizierten Operation im Krankenhaus lag. 

Der Gotha wird, wie schon beim letzten Mal dargelegt, neu im Eigenverlag in diesem Jahr erscheinen. Deshalb wurden alle noch einmal aufgefordert, ihre Daten zu überprüfen. Ein Extra-Beitrag von € 35 wird von jedem Namensträger erhoben zur Finanzierung der Eintragsgebühren.

Marion zeigte auf der Leinwand außerdem die von ihr überarbeitete Familien-Website und erläuterte die neuen Funktionen, insbesondere das Familien-Netzwerk.

Familientag 2017 in Zorneding

 

Wappen 3d

Programm des Familientags vom 25.-28.Mai

Donnerstag:  Begrüßungsabend bei Christiane Kreißl und Familie

Freitag:  Gemeinsame Bootsfahrt auf dem Chiemsee, Abendessen beim "Italiener" und/oder in München Bummel mit Hans durch die Stadt

Samstag:  vormittags Stadtbesichtigung in München, nachmittags FV-Versammlung, abends Festlicher Abend im Hotel Neuwirt

WIR WAREN DABEI

V. BROCKHAUSEN

Heinrich

Bettina

Christian

Constanze

Philipp

Hans

Joachim

Christine

Ludwig

Viktor

Justus

Maria-Elisabeth

Andreas

Konstantin

Jürgen

Marion

Anne

Roman

Silke

Thilo

V. BRUCHHAUSEN

Bodo

Jacqueline

Monique

Edith

Patricia

Carla-Maria

Bodo Christopher

Esther-Beatrice

Elke

Friedrich

Bettina

Eberhard

Jörg

Konrad

Joris

Levin

Bernhard

Phoebe

Philipp

Tiziana

Elena

Birgit

Lukas

Juna

Henning

Marie-Luise

Christiane

Klaus

Fabian

Anna

Friederike

Jobst

Silvia

Berndt-Harald

Hildegard

Familientag 2022 in Hamburg

 Der nächste Familientag findet erst wieder im Jahr 2022 statt.

 
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