Familienverband
seit 1884
v. Brockhusen  -  v. Brockhausen  -  v. Bruchhausen

Friedrich Wilhelm Ludwig v. Brockhusen (352)

Sohn des Wilhelm Gotthilf Joachim v. Brockhusen ( 1772-1836) und der Friederike Marie Auguste v. Connermann (1770-1835)

*am 26.6.1805 in Groß-Justin

† am 30.6.1871 in Groß-Justin  

     

∞  Auguste Luise ELBE ∞ v. Brockhusen  (352001) 

*am 10.7.1814 in Morgow,  † am 8.1.1899 in Stettin

To. von Johann Ernst Elbe (1780-1818) und der Amalie Wilhelmine Ernestine v. Lepell (1772-1842)

∞ am 7.1.1836

 

Kinder:

1) Maria Luise Friederike Ernestine v. BROCKHUSEN,

 * am 10.2.1837 in Groß-Justin, † am 14.4.1837 (401)

2) Luise Anna Auguste v. BROCKHUSEN

    ∞ v. Lepell (b), *  am 26.1.1838 in Groß-Justin, † am 27.12.1918 in Charlottenburg (402),  am 30.12.1867 in Groß-  Justin(c) mit Rudolf Heinrich  Julius Alexander v. LEPELL (* am 26.12.1814, † 29.1.1893)  (402001) 

3) Gotthilf Franz Julius Louis v. BROCKHUSEN(d),

 *am 24.7.1840 in Groß-Justin, †  am 13.12.1911 ebd. (403), 

    ∞  am 6.9.1867 in Wundichow, Kreis Stolp mit Cölestine Maria Anna von der MARWITZ ∞ v. Brockhusen (*am 20.9.1848, † am 13.11.1910)  (403001) 

4) Friedrich Wilhelm Hermann Carl v. BROCKHUSEN,

 *am 15.4.1842 in Groß-Justin, † am 26.10.1870 in Lazarett Cony bei Metz, Todesursache: Ruhr,  Langen (404), 

    ∞ am 13.9.1867 in Langen, Kreis Ruppin mit Marianne Elisabeth Bertha Auguste BRANDT ∞ v. Brockhusen(* am 30.7.1848,† am 18.8.1913)  (404001) 

5) Hugo Hans Joachim v. BROCKHUSEN, Major a.D.

 *am 23.4.1844 in Groß-Justin, † am 30.3.1906 in Darmstadt, neben seinen Schwiegereltern (405), 

    ∞ am 22.4.1876 in Darmstadt mit Caroline Ernestine Rosalie v. GROLMAN ∞ v. Brockhusen (* am 30.4.1851, †am 16.12.1941)  (405001) 

6) Paul Bruno Arthur v. BROCKHUSEN,

 *am 4.3.1848 in Groß-Justin, † am 23.1.1849 ebd. (406) 

7) Ida Auguste Franziska v. BROCKHUSEN(e),

 *am 1.10.1852 in Groß-Justin, † am 7.11.1927 in Stettin (407) 

8) Emma Amalie Caroline v. BROCKHUSEN(f),

 *am 1.2.1854 in Groß-Justin, † am 7.12.1911 ebd. (408)

 

a) 1823/24 diente er als Einjähriger Freiwilliger im Infanterie Regiment 14 und wurde 1826 Landwehr-Unteroffizier. Er erbte von seinem Vater Justin d und b, letzteres erst nach Überwindung von Widerständen am 3.11.1831. Justin c c.p. mit Knurbusch und Riebitz c kaufte er für 12.500 Rtlr.

 

b) Sie hatte schon um 1900 in Berlin gelebt, danach in Regensburg, Kreis Löwenberg, und war am 31.12.1914 nach Charlottenburg, Schloßstr.67a gezogen.

 

c) Fünf Kinder aus dieser Ehe.

 

d) An seiner Beisetzung nahm Hindenburg teil. Eine Deputation des Blücher-Husaren-Regiments legte einen Kranz nieder. Er trat am 1.10.1860 in das Pommersche Husaren-Regiment Nr.5 Fürst Blücher von Wahlstatt ein, wurde am 9.3.1861 Portepéefähnrich, am 11.2.1826 Sekondeleutnant. Im Jahre 1863 nahm er an der Besetzung der russischen Grenze teil, machte den Feldzug 1866 gegen Österreich mit. AM 7.8.1870 wurde er Premierleutnant, kommandiert zur Reitschule Hannover. Dieses Kommando wurde durch den Ausbruch des Krieges 1870/71 unterbrochen. Eine in Leder gebundene Taschenbibel, die Gotthilf während des Krieges mit sich führte und die handschriftlichen Aufzeichnungen enthält, befindet sich noch im Besitz von Hans Heinrich(512) . Am 14.12.1875 schied Gotthilf als Rittmeister aus dem Heeresdienst aus. Er besaß folgende Auszeichnungen:

ER 2; Ritterkreuz 2.Klasse des bayrischen Militär-Verdienstordens; Roter Adlerorden 4.Klasse (1895); Ehrenritter des Johanniter-Ordens (1883); Rechtsritter des Johanniter-Ordens (1902).

Von 1884 an war er Mitglied des Familienvorstandes und Vorsitzender der Familienstiftung. Er hatte von seinem Vater Justin d, b und c geerbt. 1874 kauft er Justin a, den sog. Bohm'schen Hof, hinzu, so dass Groß-Justin wieder in einer Hand vereinigt war. Im Jahre 1887 ließ Gotthilf das alte Gutshaus wegen Baufälligkeit abreißen und erbaute das neue Haus oberhalb des alten Platzes an erhöhter Stelle im Garten.

 

e) Sie lebte in Stettin bei ihrer Mutter und starb daselbst (Alleestr.7).

 

f) Sie lebte auch bei ihrer Mutter in Stettin (noch 1906), pflegte aber zuletzt auf Justin ihren Bruder Gotthilf aufopfernd.

Quellen:  Standesamt III 2851, Standesamt III