Familienverband
seit 1884
v. Brockhusen  -  v. Brockhausen  -  v. Bruchhausen

FAMILIENTAG 1967 Trendelburg b. Höxter

Wappen 3d

Berichte und Zeitungsnachrichten über die Tagung auf der Trendelburg

Der diesjährige Familientag auf der Trendelburg spiegelt sich in den nachstehenden 3 Zeitungsausschnitten aus dem "Westfalenblatt" wieder.

 

Adelsgeschlecht von Brockhusen kommt zur Orts- und Schloßbesichtigung

Bruchhausen. Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Heimatschutzvereins im Saale Heinz Bünte, die der erste Vorsitzende und Bürgermeister Heinrich Bürger eröffnete, stand der Bericht des Geschäftsführers Heinrich Breker, der in der Gemeinde gleichzeitig das Amt des Ortsheimatpflegers ausübt.

Er berichtete über das Adelsgeschlecht von Brockhusen (von Brockhausen und von Bruchhausen), das mit dem Namen des Ortes Bruchhausen eng in Verbindung gebracht wird und vor etwa 1000 Jahren nach diesem Adelsgeschlecht benannt wurde. Der Heimatschutzverein, der eine über 300jährige Geschichte nachweist, sah es deshalb als Ehrenpflicht an, Mitglied des Familienverbandes des Geschlechtes von Brockhusen zu werden, der seinen Sitz heute in Maastricht (Niederlande) hat.

Wie Ortsheimatpfleger Breker zur Kenntnis gab, findet sich das Adelsgeschlecht von Brockhusen in diesem Jahr am 3. und 4. Juni zu einem Familientag im Burghotel Trendelburg ein. Die Familienmitglieder haben am Sonnabend, 3. Juni, vormittags einen Besuch in Bruchhausen mit Orts- und Schloßbesichtigung zugesagt.

 

Hohe Gäste im Luftkurort Bruchhausen

Der Familientag 1967 für das Geschlecht von Brockhusen, von Brockhausen und von Bruchhausen findet heute und morgen auf der Trendelburg statt. Heute vormittag werden die Gäste auf Einladung des Heimatschutzvereins und der Gemeinde ihren alten Stammsitz in Bruchhausen an der Nethe besuchen. Geistlicher Rat Pfarrer Kesting, der die Ortsgeschichte von Bruchhausen ergründet und in den Büchern "Bruchhausen im Nethetal" und "Geschichte der kath. Pfarrei Bruchhausen im Nethetal" festgelegt hat, wird Gelegenheit haben, mit den Genealogen des Familienverbandes gemeinsam die Geschichtsforschung weiter zu betreiben. Nach einer Ortsführung und Schloßbesichtigung finden sich die Familienmitglieder zum Essen im "Haus Silberteich" ein. Anschließend erfolgt die Besichtigung von Schloß Corvey.

 

Berichte von der Tagung

Das Geschlecht von Brockhusen, von Brockhausen und von Bruchhausen weilte am Samstagmorgen, anläßlich des diesjährigen Familientreffens auf der Trendelburg, mit 32 Mitgliedern auf ihrem alten Stammsitz in Bruchhausen. Auf Einladung des Heimatschutzvereins durch Ortsheimatpfleger Breker waren die Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet, von Hamburg, vom Bodensee, von Berlin, ja selbst aus Holland gekommen.

Als weitere Gäste waren für die Familie von Wolff-Metternich die jetzigen Inhaber des Stammgutes Frau Baronin Freifrau von Metternich mit Tochter Maria-Rose gekommen. Tochter Maria-Rose überreichte zur Begrüßung Frau Dohany geb. von Bruchhausen einen Blumenstrauß.

Begrüßungsworte sprach für die Gemeinde Bruchhausen Bürgermeister Bürger und übergab als Dank für den Besuch die neue "Heimatchronik des Kreises Höxter". Als 1. Vorsitzender des Heimatschutzvereins konnte Herr Bürger dem Familienverband mitteilen, der Heimatverein sehe es als höchste Kulturarbeit an, die Altersforschung für das Dorf Bruchhausen zu fördern. Insbesondere durch die Namensgleichheit die gemeinschaftliche Arbeit durch einen Geldbetrag auf das Genealogenkonto des Verbandes zu bekräftigen.

Ortsheimatpfleger Breker übergab für das Familienarchiv, welches sich in den Händen von Frau Ursula Douqué geb. von Bruchhausen in Maastricht, Holland, befindet, eine Urkunde aus den Jahren 963/1037, worin der Name Broechusen - Bruchhausen an der Nethe zum erstenmal von einem Geschichtsschreiber in Corvey erwähnt wird.

"Tradiderunt Eilgrim et Ludolf in Broechhusen et omnia, quae habuerunt in eodem loco." = "Es übergaben (an das Kloster Corvey) Eilgrim und Ludolf in Bruchhausen Besitzungen, und alles, was sie an demselben Orte hatten."

Sind zu dieser Zeit 963/1037 die Besitzungen in Bruchhausen an das Kloster Corvey übergeben worden, so ist mit Sicherheit das Geschlecht Broechusen auf dem alten Stammsitz in Bruchhausen schon lange vorher seßhaft gewesen.

Die Urschrift der Urkunde befindet sich im Staatsarchiv zu Münster. Für den Landkreis Höxter begrüßte im Auftrage von Herrn Landrat Weskamp Kreisheimatpfleger Seeboth die Gäste. In seinen Ausführungen betonte Seeboth, daß der Kreis Höxter stolz sei auf seine alte Vergangenheit. Für das Dorf Bruchhausen sei es heute eine besondere Ehre, die Nachkommen des Geschlechts von Broechusen, von dem der Ort ja den Namen übernommen habe, heute in seinen eigenen Mauern begrüßen zu können. Aber genau so stolz mögen auch die Nachkommen, zusammengefaßt in einem vorbildlichen Familienverband, auf den sich neu entwickelten Luftkurort Bruchhausen sein, und "die Enkel sollen lernen, sich den Vorfahren dankbar zu erweisen, denn das ist vor Gott wohlgefällig!"

Herr Geistlicher Rat Pfarrer Kesting, der die Ortsgeschichte in seinen Büchern "Bruchhausen im Nethetal" und "Die Geschichte der kath. Pfarrei Bruchhausen im Nethetal" geschrieben hat, schilderte in einem interessanten Vortrag die Geschichte des Stammsitzes Bruchhausen. Bis 1454 seien die Broechhusen Besitzer gewesen, durch Heirat der Erbtochter kam dann der Besitz an die von "Mense", genannt Brochusen, aus Meensen bei Hann. Münden. Schon vor 1500 heiratete dann Catharina von Bruchhausen den Jobst von Kanne.

1884 erwarb nach Wegzug der letzten von Kanne der Reichsfreiherr von Wolff-Metternich das Gut in Bruchhausen, in dessen Familienbesitz es heute noch ist. Ebenso fand die Entstehung des Dorfes rege Aufmerksamkeit. Von den ersten Meyern und Köttern zum freien Bauernstand. Später die Leinenbleicherei, darauf folgend die Arbeitsbeschäftigung bei der Eisenbahn, und heute die Entwicklung zum Fremdenverkehrsort mit Heilquellenkurbetrieb. Jedes Mitglied erhielt die Ortsgeschichte als Geschenk überreicht.

Herr Georg von Bruchhausen aus Söcking über Starnberg bedankte sich als Vorsitzender des Familienverbandes für den herzlichen Empfang, insbesondere für die überreichten Heimatbücher und die alte Urkunde. Durch den heutigen Besuch sei eine enge Beziehung des Familienverbandes mit dem Dorfe Bruchhausen entstanden, die ihre Früchte noch in der Zukunft tragen werde.

Herr Hans-Joachim von Brockhusen aus Marbach bei Marburg, der Genealoge des Familienverbandes, gab seinen Worten ebenfalls Ausdruck des Dankes für den Empfang. Interessant waren seine Ausführungen über die Namensgleichheit des Landgebietes mit Bruchhausen an der Ihna in Pommern und Bruchhausen im Gebiet des Nethegaues.

Anzunehmen sei, daß ein Nachkomme des damaligen Konrad von Brockhusen, der ein Jahrzehnt früher bei dem Fürst Johann von (Mecklenburg) Werle, ein Sohn von Nicolaus I. im Hofdienst stand, half 1283 Herzog Bogislaw IV. von Pommern gegen Brandenburg, die Stadt Stargard zurückzuerobern, anschließend dann das Dorf Bruchhausen an der Ihna (nördlich des Madüe-Sees, Kreis Saatzig) angelegt habe. Denn nicht von zufällig finden sich im Kreisgebiet des Bruchhausens in Pommern die gleichen heimischen Ortsnamen wie im Nethegau. So für die Hinnenburg bei Brakel und Everstein bei Holzminden an der Weser die Dörfer Hindenburg und Elberstein, ferner dem wüsten Brunsberg unterhalb der Nethemündung in die Weser ein Brunsberg südöstlich Daber, Beverungen an der Weser ein Beweringen bei Freienwalde. Selbst Dinkelburg bei Borgentreich wäre in Dingsberg am Enzig-See wiederzuerkennen. So erscheine es gar nicht abwegig zu sein, Bruchhausen an der Nethe, über Brockhusen bei Schwaan in Mecklenburg, mit Bruchhausen an der Ihna zu verknüpfen. Die weiteren Ahnenforschungen über Bruchhausen an der Nethe gleichen den Ausführungen der Ortsgeschichte "Bruchhausen im Nethetal" vom Geistlichen Rat Pfarrer Kesting.

Mit Stolz vernahmen die Familienmitglieder, daß das alte Wappen der Bruchhausen im Nethetal drei Pfähle mit einem Querbalken und der Jahreszahl 963 als Symbol der Heimattreue auf der neuen Fahne des Heimatschutzvereins übernommen wurde. Auch über die Wappenfrage hielt Herr Hans-Joachim von Brockhusen für alle Anwesenden. einen ausführlichen Bericht.

Auf dem Wege zur Besichtigung des alten Stammgutes und einer Ortsführung hatten die Familienmitglieder Gelegenheit, eine Brunnenprobe von der "Silberquelle" zu nehmen. Während der Führung durch den Schloßpark, durch die herrliche Plataneallee, erfolgten zur Begrüßung der Gäste Jagdsignale und in einem Trompetensolo das "Weserlied".

 

Ort Bruchhausen-Nethetal


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