Familienverband
seit 1884
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FAMILIENTAG 1965 in Trier

Wappen 3dDas Ereignis des Jahres 1965 war die Familientagung in Trier, die mit soviel Umsicht vorbereitet war. Eine zahlreiche Beteiligung erfreute. Das Erlebnis begann bereits am Vor-Eröffnungstag mit einer köstlichen Weinprobe an der Ruwer. Viele von den Beteiligten sahen zum erstenmal ein großes, renommiertes Weingut in seinem Betrieb und lernten kennen, wie man Weine probiert und genießt. Der 29. Mai war dem Anschauen der historischen Stadt und dem abendlichen Zusammensein im Bruchhausenschen Hause an der Mosel gewidmet, das "ein Gefühl von Wohlfahrt und Behagen erweckte, welches in den Weinländern in der Luft zu schweben scheint", wie auch Goethe in seinem Tagebuch notiert.

Nach der Mitgliederversammlung und dem vergnüglichen Mittagsmahl im Kath. Bürgerverein in Trier kam dann leider - für viele zu früh - am Sonntagnachmittag der Abschied, der noch mit einem Sonnenstrahl gekrönt war. "Auf Wiedersehen in zwei Jahren auf der Trendelburg" war die Parole. Dies nur in kurzen Zügen über das, was das jetzige Blatt des näheren berichtet. Es verbleibt noch der Wunsch des Vorstandes, daß allen das Jahr 1966 Zufriedenheit bringen möge.

Mit herzlichen Grüßen an alle Anverwandten   -    Georg von Bruchhausen

 

Protokoll der Mitgliederversammlung des Familienverbandes Brockhusen, Brockhausen, Bruchhausen

am 30. Mai in Trier, Bürgerverein

1. Der Vorsitzende des Verbandes, Vetter Georg von Bruchhausen-Söcking, begrüßt die anwesenden Familienmitglieder und dankt im Namen des Verbandes seiner Schwägerin Edda von Bruchhausen, Trier, für die Mühen, die sie mit der Organisation des Familientages und der freundlichen Bewirtung der Familienmitglieder in ihrem Heim am Vortage auf sich genommen hat.

Vetter Georg, der durch die langjährige Amtszeit seines Vaters Albert als Oberbürgermeister von Trier dieser Stadt eng verbunden ist, gibt einen interessanten Abriß ihrer Geschichte. Er verweist auf ein reizendes Heftchen mit dem Tagebuch Goethes in Trier, von dem er gleich einige Exemplare für Liebhaber mitgebracht hatte.

Er gedenkt unseres Ehrenvorsitzenden Ferdinand von Brockhusen, der leider aus gesundheitlichen Gründen unserem Familientage fernbleiben mußte. Ihm wurden die Grüße des Familientages ?bermittelt. Der Zweite Vorsitzende, Hans-Heinrich von Brockhusen, mußte leider im letzten Augenblick telefonisch absagen, und konnte nur seine Grüße der Tagung ausrichten lassen. Ein Grußtelegramm von Vera und Alf von Krusenstern kam zur Verlesung, die auf dem Umzug nach den USA begriffen sind.

Die Präsenzliste ergibt 33 Teilnehmer. Anwesend sind:

von Brockhausen: Jürgen und Ingrid Bentheim

von Bruchhausen: Georg Söcking

von Bruchhausen: Edda, Heilwig, Jobst Trier

von Bruchhausen: Friedrich und Marianne Braunschweig

von Bruchhausen: Franz Berlin

von Bruchhausen: Henning und Marie-Luise Fellbach

von Bruchhausen: Barbara Oldenburg

von Bruchhausen: Ursula Douqué

Bodo, Monique, Edith, Patricia Maastricht

Maastricht

von Bruchhausen: Volkmar und Edda Frankfurt

von Bruchhausen: Elisabeth und Ernst Dohany

Harald Kriebitzsch, Sybille, Berndt

Ilse Veltman

Kitty und Monika Gatzen Mühlhof/Mordach

Hannover-Kleefeld

Aachen

Bersenbrück

von Brockhusen: Marie-Luise Bonn-Ippendorf

von Brockhusen: Heidi und Bernhard von Mutius Bonn-Ippendorf

von Brockhusen: Elfriede und Ingrid Bonn

von Brockhusen: Marie Lehner Berchtesgaden

2. Vetter Georg stellt fest, daß die Mitgliederversammlung ordnungsgemäß einberufen ist und beginnt zur angesetzten Frist mit der Tagesordnung. Zum Protokollführer wird Henning von Bruchhausen bestellt.

3. Bericht über den Mitgliederstand:

37 ordentliche und 6 außerordentliche Mitglieder.

Geburten: Christoph von Brockhusen, Sohn. von Jürgen-Adrian von Br.;

Kerstin und Anke Steiniger, Töchter von Uta St., Tochter des Bernd von Bruchhausen in Köthen;

Christiane von Bruchhausen, Tochter von Henning von Br.

Zur allgemeinen Mitgliedschaftsentwicklung erwähnt Vetter Georg, daß im Jahre 1927, als sich der Zweig Bruchhausen dem Familienverband anschloß, die Zweige Brockhusen-Brockhausen in großer ?berzahl gewesen seien, während augenblicklich das Verhältnis umgekehrt ist, aber sich in einigen Jahren vielleicht wieder ändern wird.

4. Zur Ehrung unserer Verstorbenen bittet Vetter Georg die Versammlung, sich zu erheben. In warmen Worten gedenkt er unserer lieben Margarethe Kriebitzsch, Tochter des August von Bruchhausen, deren Bild uns in Gestalt ihrer Tochter Sybille gegenwärtig ist, und ruft die Erinnerung wach an Carl Douqué, den Gatten unserer Schriftführerin Ursula, geb. von Bruch-hausen, der mit ihr nach dem letzten Kriege die Initiative zur Neugründung des Familienverbandes ergriffen hatte und uns allen durch die Teilnahme an sämtlichen Nachkriegsfamilientagen als liebenswerter Verwandter bekannt war.

5. Vetter Jürgen von Brockhausen gibt den Kassenbericht für die Zeit seit dem Familientag 1963 und ?bergibt zur Prüfung die Banksammelmappe und die dazu gehörigen Belege. An Einnahmen sind ausgewiesen Konto-Beiträge DM 618,15, Genealogiefonds DM 145,-, Ausgaben insgesamt DM 428,55. Bei der 1963 erteilten Entlastung des Schatzmeisters betrug das Guthaben DM 682,09, es beträgt zur Zeit DM 1016,69, wobei auf das Jahr 1965 noch ein Familienblatt fallen wird. Die Außenstände (noch nicht gezahlte Beiträge) fallen an mit DM 195,-.

Gemäß der Aufstellung des Schatzmeisters verfügt der Verband über 27 zahlende Mitglieder mit einem jährlichen Beitragssoll von rund DM 200,- ohne Spenden, welcher Betrag für die zweimalige Herausgabe des Familienblattes sehr knapp ist und nicht ausreicht.

Vetter Jürgen bittet bei Einzahlungen auf das Konto die Überweisungen für Beitrag oder Genealogie zu trennen oder genau zu spezifizieren, um Irrtümer zu vermeiden.

Die Beiträge bleiben zur Zeit unverändert.

Regelmäßige Ausgaben sind die Kosten für das Familienblatt, das nach wie vor sehr dankenswerterweise im Verlag unseres Vetters E. Dohany außerordentlich entgegenkommend gedruckt werden kann. Der Vorsitzende dankt Vetter Jürgen für seine Mühewaltung und erwähnt, daß auch nach Meinung des Familienbeirats, der noch vor der Sitzung zusammengetreten war, im Interesse des Zusammenhaltes weiterhin das Familienblatt zweimal jährlich erscheinen soll. Er erneuerte den bisher hoffnungslosen Appell, daß sich mehr Mitglieder an der Textgestaltung des Blattes beteiligen möchten und verweist auf Beschwerden, daß manche Mitglieder ihre Anschriftsänderungen nicht rechtzeitig anmelden und andere sogar nicht einmal auf Einladungen zum Familientag zu antworten für nötig befinden, allerdings nur Ausnahmen.

Der jährliche Unkostenbetrag für Bezieher unseres Familienblattes, die nicht Mitglieder sind, wird für 1966 auf DM 2,- festgelegt. Es ist bekannt, daß zur Zeit die Druckkosten sehr ansteigen.

Der Vorsitzende schlägt vor, aus dem Kreis der jüngeren Mitglieder den Kassenprüfer zu wählen, ?berhaupt die Jüngeren zur Mitarbeit hinzuzuziehen. Weitere Diskussion wurde nicht gewünscht.

6. Nach Erledigung des Punktes Vorstandsberichte dankt der Senior des Verbandes, Friedrich von Bruchhausen, dem Vorstand für die geleistete Arbeit und bittet, dem Vorstand Entlastung zu erteilen, die einstimmig erfolgt. Vetter Friedrich schlägt vor, den Vorstand en bloc wiederzuwählen. Einstimmig werden Georg von Bruchhausen als 1. Vorsitzender, Hans-Heinrich von Brockhusen als 2. Vorsitzender, Ursula Douqué-von Bruchhausen als Schrift-führerin und Archivarin, Jürgen von Brockhausen als Schatzmeister wiedergewählt, Dr. Franz von Bruchhausen als Beisitzer des Vorstandes. Neu gewählt Jobst von Bruchhausen als Kassenprüfer.

7. Diskussion über den nächsten Tagungsort. Vorgeschlagen wurde die Trendelburg bei Karlshafen. Für die Trendelburg bestimmte man einen Ausschuß zur Organisation, bestehend aus Harald und Bernd Kriebitzsch, Ernst Dohany und Volkmar von Bruchhausen. Als Zeitpunkt wurde wiederum das Wochenende nach Himmelfahrt festgelegt. (Es wurde später beim Essen angeregt, zum nächsten Familientag auch die kleineren Kinder mitbringen zu können, die gesondert betreut werden.)

8. Vetter, Georg schlägt vor, in Zukunft die Vorstandssitzung bereits am Sonnabend durchzuführen und die Hauptsitzung am Sonntag mit einem Vortrag von etwa 40 Minuten Dauer aufzulockern.

Vorgeschlagen wurde als erster Referent Herr von Mutius, Gatte unserer Cousine Heidi geb. von Brockhusen, mit einem kulturpolitischen Thema.

9. Zum Thema Genealogisches und zur Wappenfrage verliest Vetter Georg einen Brief unseres Ehrenvorsitzenden, Vetter Ferdinand von Brockhusen, und einen solchen von Vetter Hans-Joachim von Brockhusen, Marbach.

Hier sei nur ein Überblick über den Inhalt des ersteren mit einigen wörtlich zitierten Passagen wiedergegeben.

Vetter Ferdinand schreibt, daß er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes voraussichtlich an Familientagen nicht mehr werde teilnehmen können. Er gehöre aber dem Verband seit über vier Jahrzehnten an und habe ihm stets mit lebendigstem Interesse gedient. Daher dränge es ihn, ehe es angesichts seiner Jahre damit zu spät sei, uns noch einmal einiges an Erfahrungen und Kenntnissen zu unterbreiten, ohne damit etwaige Meinungsverschiedenheiten aufleben lassen zu wollen.

10. Anträge:

Cousine Edda von Bruchhausen, Trier, weist auf die Notwendigkeit hin, die Adressenliste zu vervollständigen und fordert nochmals alle Familienmitglieder eindringlich auf, die Einladungen zum Familientag auch wirklich zu beantworten.

Vetter Bodo Douqué regt an, auch für den nächsten Familientag eine ähnliche Veranstaltung wie die Weinprobe in diesem Jahr vorzusehen.

11. Die Sitzung wurde nach 1 ¼ Stunden termingerecht beendet. Der Vorsitzende dankte für die rege Beteiligung an der Diskussion.