Familienverband
seit 1884
v. Brockhusen  -  v. Brockhausen  -  v. Bruchhausen

FAMILIENTAG 1963 in Bad Bentheim

Wappen 3d

Bericht über die  Sitzung des Familienverbandes am 26.5.63, 11.30 Uhr, im Hotel Großfeld, Bentheim

Nach kurzer Vorsitzung des Vorstandes eröffnete der Vorsitzende des Familienverbandes, Vetter Georg von Bruchhausen, die Sitzung mit Worten der Freude, aber auch mit Worten des Gedenkens der in jüngster Zeit verstorbenen Cousinen Viktoria von Brockhusen und Eugenie von Bruchhausen. Unter Hinweis auf ein Telegramm Vetter Haralds gedachte er weiter der schwer erkrankten Cousine Margarethe Kriebitzsch mit herzlichen Besserungswünschen. In einleitenden Worten wies Vetter Georg darauf hin, wie sehr die Familie zu allen Zeiten Aufgaben gehabt habe - in diesem Zusammenhang begrüßte er das Sittengemälde, das uns Vetter Hans-Joachim aus der Zeit Gustav Adolfs und Tillys entworfen hat. Im Verlauf der Tagesordnung gab dann anschließend Cousine Ursula als Schriftführerin die jüngsten Personalnachrichten bekannt (Verlobung Vetter Franz mit Gisela Ewald; Geburt eines Sohnes Christoph bei Jürgen und Ute von Brockhusen), charakterisierte Vetter Jürgen als Vermögensverwalter mit Belegen die Kassenlage als ausgeglichen und machte Vetter Georg einen Kassenvoranschlag mit Angabe des Mitgliederstandes. Er wies darauf hin, daß nur mit freiwilligen Mehrbeiträgen Sonderaufgaben des Verbandes ohne Beitragserhöhung erfüllt werden könnten, und regte eine Neuaufstellung der Mitgliederliste nach ordentlichen, außerordentlichen Mitgliedern sowie Zeitungsempfängern an. Die Entlastung des Vorstandes nahm Vetter Friedrich als Familienältester vor. Unter seinem Vorsitz wählte der Verband den bisherigen Vorstand für weitere zwei Jahre wieder. Als wieder-gewählter 1. Vorsitzender des Verbandes dankte Vetter Georg unter großem Beifall Cousine Ursula für ihre große Mühe als Schriftführerin. Zur Frage des nächsten Tagungsortes schlug Cousine Elisabeth (Dohany) wieder Isenburg-Neuhof vor. Ein Gegenvorschlag von Cousine Heilwig für Trier fand lebhaftestes Interesse bei der Mehrheit der Familie. Bezüglich der Wappenfrage bedauerte Vetter Georg, daß bislang keine echte Diskussion in Gang gekommen sei, obwohl im Familienblatt darüber schon mehrfach geschrieben worden sei. Könne man nicht, so schlug Vetter Hans-Heinrich mit Hinweis auf das traditionelle Justiner Wappen vor, die Wappenfrage so lange in der Schwebe lassen, bis völlige Klarheit bestehe. In diesem Zusammenhang machte Vetter Jürgen (von Brockhusen) darauf aufmerksam, wie verwirrend es sein müsse, bei einer Änderung Gegenstände mit Fuchs wie mit Wolf als Familienstücke anzusehen, während Vetter Jürgen (von Brockhausen) betonte, seine Kinder empfänden jeden Fuchs als ihr Wappentier. Eingehend auf die Familiengeschichte bedauerte Vetter Georg, daß für Aufgaben dieser Art (vergl. Schlußnotiz in den Ausführungen Vetter Hans-Joachims: Wolf wider Welf) keine Mittel zur Verfügung ständen. Für ein Sonderkonto "Familienforschung" sprach sich Vetter Hans-Heinrich aus. Dieser Vorschlag fand Beifall. Es sollen also künftig alle Beträge mit der Notiz "Forschung" dafür verwendet werden. Zur Vervollständigung des Archivmaterials soll nach Vorschlag Cousine Ursulas ein jeder persönliche Begebnisse der vergangenen Jahre und Jahrzehnte zusammenfassen. Als Beitrag zur Familiengeschichte berichtete Vetter Hans-Heinrich von einem Erlebnis im Museum von Sonderburg, wo er an einer Säule das Bildnis des Erstürmers von Alsen bei Düppel fand (jüngerer Bruder von Ahnherr Gotthilf von Brockhusen), und versprach, einen Artikel zur 100jährigen Wiederkehr dieses Ereignisses (1964). Die Gestaltung des Familienblattes war ein weiterer Punkt, der rege diskutiert wurde. Zuvor sprach Vetter Georg lebhaften Dank an Vetter Ernst (Dohany) aus, der sich für den Druck des Blattes so verdient mache. Von einer Beschränkung auf ein Blatt pro Jahr könne man keine große Kostenverringerung erwarten, und der Zusammenhalt der Familie werde mit zweimaligem Erscheinen im Jahr mehr gefördert. Allgemein wurde der Ausbau des Blattes befürwortet. So sprachen sich Cousine Ursula für Berichterstattung von Jugendzusammenkünften, Vetter Hans-Heinrich für Berichte unserer ausländischen Angehörigen, Vetter Jürgen (von Brockhusen) für ausführlichere Personalnachrichten, Cousine Heide (von Muthius) für die Aufnahme von Briefauszügen, Vetter Hans-Heinrich für Erlebnisberichte der letzten Kriegstage (Justin; Buchheim), Cousine Ursula für eine Zusammenstellung von Kinderberichten und schließlich Vetter Ernst für die Aufnahme von Urlaubsberichten aus. Unser Blatt, so wurde erwähnt, werde u.a. von historischen Instituten in Amerika bezogen und fände auch in anderen Familien Nachahmung. Schließlich fragte Vetter Franz an, ob man nicht die schon vorliegende Familiengeschichte neu abziehen könnte. Dazu führte Vetter Georg aus, daß der Ast von Bruchhausen noch vervielfältigt vorliege und nur gebunden werden müsse, während - nach Cousine Ursula - das Material des Astes von Brockhusen in Zettelform bis 1928 vorhanden sei und nur durch den Tod des Bearbeiters, Prof. Gebhardt, nicht weiter gediehen sei. Cousine Edda erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß noch einige Kisten mit Familienmaterial im Osten ruhten. Mit der Verpflichtung, die Familiengeschichte unbedingt weiterzuführen, wurde dieses Thema abgeschlossen, welches besonderes Interesse der Versammlung gefunden hatte. Mit Telegrammen an Vetter Harald und Vetter Ferdinand und dem mit Beifall aufgenommenen Vorschlag, des gastgebenden und von allen Seiten mit Dank bedachten Vetters Jürgen von Brockhausen und seiner Gattin Ingrid zu einer Rundfahrt durch die urwüchsigen Forsten Bentheims klang auch diese Tagung als ein schönes und harmonisches Erlebnis aus.